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Herbert Kickl fordert auf dem Neujahrstreffen vorgezogene Nationalratswahlen

Von Karl E tinger it

Von Karl E tinger it dem Verlust der absoluten Mehrheit bei der Landtagswahl am 29. Jänner hat sich Niederöste reichs ÖVP mit Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner bereits abgefunden. Das geb es in Europa nicht mehr, heißt es aus der Landes- ÖVP. Seit eine jüngste Umfrage im Auftrag von ATV und „Heute“ SPÖ und FPÖ zusammen bei rund 47 Prozent un die Freiheitlichen mit 25 Prozent sogar vor den SPÖ mit 22 Prozent sehen, intensiviert ÖVP-Landesgeschäftsführer Bernhard Ebner die Warnungen, eine rot-blaue Koalition gegen Mikl- Leitner sei „in Gri fweite“. Realistisch ist das dennoch nicht. Außer Acht gela sen wird außerdem vielfach, da s die ÖVP in der Landesregierung, anders als im Landtag, vorau sichtlich erst bei einem Absacken unter die 40-Prozent- Marke ebenfa ls die absolute Mehrheit verlieren würde. SPÖ-Landeschef Franz Schnabl und FPÖ-Pendant Udo Landbauer haben zwar beide den Anspruch auf den Posten des Landeshauptmannes erhoben. A le Umfragen sehen aber die ÖVP weiter mit deutlichem Abstand als stärkste Partei nach der Wahl in Niederöste reich. Vor a lem aber bräuchten SPÖ und FPÖ mit hoher Wahr- Von Sarah Marie Piskur und Vilja Schiretz EU-St aten wie Deutschland, Spanien oder Bulgarien haben es bereits verboten. Nun spricht sich Klimaministerin Leonore Gewe s- ler auch in Öste reich für ein Fracking-Verbot aus. Ein Schiefergasvorkommen im nördlichen Weinviertel in Niederöste reich so l damit unberührt bleiben. Man habe einen entsprechenden Vorschlag in die regierungsinterne Abstimmung übermi telt, heißt es dazu scheinlichkeit für einen Sturz von ÖVP-Landeshauptfrau Mikl-Leitner und eine Koalition für die kommenden fünf Jahre auch noch die Unterstützung von Grünen oder Neos, die derzeit als Oppositionsparteien nicht in der Landesregierung vertreten sind. Grüne und Neos gegen Unterstützung der FPÖ Aber sowohl die grüne Spitzenkandidat Helga Krismer als auch Johanna Mikl-Leitner warnt vor einer rot-blauen Koalition mit Landbauer (l.) und Schnabl (r.), realistisch ist dies nicht. Foto: apa Neos-Spitzenkandidatin Indra Co lini haben einer Koalition mit Schlager (l.), Fohringer (M.), Wiser (r.) der FPÖ unter Landesparteichef Udo Landbauer bereits eine Absag erteilt. Am Montag wurde das in beiden Parteien auf Anfrage der „Wiener Zeitung“ bekräftigt. Für die langgediente grüne Landtagsabgeordnete Krismer ist die „Politik des Ewig-Gestrigen un des Aufhetzens“ – Stichwort Asyl – der Grund, warum sie die FPÖ künftig nicht einmal mehr in der Landesregierung haben möchte. Dort ist der FPÖ derzeit wegen des in Niederöste reich geltenden Proporzsystems ab gut zehn Prozent der Stimmen vertreten. Deswegen fordern die Grünen einen Umstieg auf ein Koalition system wie in anderen Bundesländern. A lerdings gilt das vorerst als ausgeschlo sen. Neos-Spitzenkandidatin Co lini hat beim o fizie len Wahlauftakt aus dem Klimaministerium. Beim Fracking wird ein Gemisch aus Sand, Wa ser und Chemikalien ins Gestein gepre st, um darin eingeschlo senes Gas zu lösen. In der Kritik steht die Technologi einerseits wegen des großen Wa serverbrauch sowie Methan-Emi sionen, andererseits wegen einer möglichen Verunreinigung des Grundwa sers. In Großbritannien wurde Fracking aus Sorge vor Erdbeben ein Riegel vorgeschoben. Viele Fürsprecher hat Fracking in Öste reich nicht. Nach der Entdeckung des Gasvorkommens im Weinviertel im Jahr 2012 plante die OMV Probebohrungen, was zu ma sivem Widerstand von Bürgern und Umweltschützern führte. Die Politik zog Konsequenzen; auf Initiative des damaligen NÖ- Landeshauptmanns Erwin Prö l (ÖVP) wurden bundesweit Umweltverträglichkeitsprüfungen für in der Vorwoche erklärt, für sie komm es nicht infrage, mit einer „regierungsunfähigen FPÖ“ eine Koalition zu bilden. Es werde auch keine Unterstützun geben, wird in der Landespartei versichert. Für die Neos ist Mikl-Leitners Verbleib an der Lande spitze ohnehin ausgemachte Sache, mit den Spekulationen werde von Inhalten im Wahlkampf abgelenkt. Die ÖVP nützt angesichts drohender herber Verluste die Warnungen vor Rot-Blau zur Mobilisierung der eigenen Funktionäre und Sympathisanten. Oberstes ÖVP-Wahlziel ist, eine Koalition gegen ein „Miteinander“ zu verhindern. Im Klartext: keine Mehrheit gegen die ÖVP. Dieses Miteinander hat Mikl-Leitner bereits bei der Landtagswahl 2018 ausgerufen. Im März 2018 wurde erstmals in Niederöste reich jeweils ein Arbeitsabkommen der ÖVP mit SPÖ wie auch FPÖ paktiert. Diese drei Parteien sind auch in der Landesregierung vertreten. Für ÖVP geht es spezie l um Mehrheit in der Regierung Erklärtes Ziel der ÖVP ist auch, in der Landesregierung, wo die meisten Beschlü se erfolgen, am 29. Jänner die Mehrheit zu verteidigen. Dort hält die ÖVP bisher sechs der neun Mitglieder, die solche Bohrungen vorgeschrieben. Die OMV zog die Pläne zurück. Nur die FPÖ sprach sich zuletzt klar für da sogenannte Bio- Fracking aus, das ohne schädliche Chemikalien auskommen so l. Auch die ÖVP zeigte sich in der Vergangenheit wenig begeistert von der Technologie. Zum konkreten Vorschlag habe sich der Koalitionspartner noch nicht geäußert, doch hä ten sich „immer wieder gewichtige Stimmen, gerade aus Niederöste reich, gegen Fracking ausgesprochen“, zeigt man sich im Klimaministerium vorsichtig optimistisch. Das Büro von Landeshauptfrau-Ste lvertreter Stephan Pernkopf (ÖVP) ste lt auf Anfrage der „Wiener Zeitung“ klar, da s Fracking in Niederöste reich keine Option sei: „Die SPÖ zwei, die FPÖ einen Landesrat. Auf den Verlust eines Landesratspostens hat sich die Volkspartei eingeste lt. Das wäre noch kein großes Malheur. Denn verliert die ÖVP nur einen Regierung sitz, hä te sie in der Landesregierung weiter die Mehrheit und könnte nicht überstimmt werden. Ungleich dramatischer wär es für Mikl-Leitners Partei, würde sie nicht nur im Landtag die absolute Mehrheit mit bisher 29 von insgesamt 56 Mandataren, sondern auch in der Landesregierung einbüßen. Den Rückfa l auf nur vier ÖVP-Regierungsmitglieder samt Mehrheit von SPÖ und FPÖ wi l die ÖVP unbedingt verhindern. Das Szenario droht bei einem Absturz von 49,7 Prozent rund um die 40-Prozent-Marke. Der weitaus größte Teil der Beschlü se in der Regierung erfolgte in den vergangenen fünf Jahren a lerdings ohnehin einstimmig. Vizelandeshauptman SPÖ-Chef Schnabl ho ft auf „Sachkoalitionen“ nach der Wahl. Landbauer möchte Mikl-Leitner loswerden. Realistischer ist a lerdings, da s die ÖVP künftig als weiterhin stärkste Partei im Land eine Koalition mit einer der beiden kleineren Parteien im Landtag schmiedet, mit Grünen oder Neos. Fa ls sich rechnerisch eine solche Mehrheit auch bei deutlichen ÖVP-Einbußen ausgeht. ■ Bürgermeister vor Ort wo len es nicht und auch Experten sprechen sich dagegen aus.“ Fracking komme „in unserem Energiefahrplan nicht vor. Wir setzen eher auf grünes Gas.“ Bei einer Regierungsklausur vergangene Woche seien deshalb auch schon Weichenste lungen für klimafreundliche Alternativen erfolgt, die keine Fracking-Pläne beinhalten. Konkret auf das von Gewe sler angepeilte Verbot angesprochen, blieb man im Büro Pernkopf aber vage. Erdgas in Mo ln entdeckt Derweil wurde bekannt, da s die Tochter eines australischen Unternehmens im oberöste reichischen Mo ln o fenbar schon länger Probebohrungen nach Erdgas plant. Kurz notiert Presseclub Concordia. Die Journalistin Ilse Brandner-Radinger ist vergangene Woche im Alter von 79 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit verstorben. Das gab der Pre seclub Concordia in einem Statement bekannt. Von 1990 bis 2010 war sie die Generalsekretärin des Vereins, der sich für eine Stärkung der Pre sefreiheit einsetzt. Sie habe sich „intensiv für medienethische Fragen und die Selbstkontro le“ eingesetzt, schreibt der Verein in einem Statement. Sie war nach ihrer Zeit als Concordia-Generalsekretärin im Pre serat und ORF- Publikumsra tätig. Nachrichtendienst. David Blum, der Leiter des Bereichs Nachrichtendienst in der Direktion für St at schutz und Nachrichtendienst (DSN), wechselt nach nur 14 Monaten in die Privatwirtschaft. Der ste lvertretende DSN- Chef wird die Behörde mit Monatsende verla sen. Direktor Omar Haijawi-Pirchner übernimmt die Leitung des Nachrichtendienstes interimistisch. Der Posten so l so schne l wie möglich ausgeschrieben werden. Die Sicherheit sprecher der Fraktionen wurden bereits informiert. SPÖ trauert um Karl Schramek. Der Spitzendiplomat und ehemalige Internationale Sekretär der SPÖ, Karl Schramek, starb im Alter von 73 Jahren. SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner würdigte Schramek am Montag in einer Au sendung als „aufrechten Sozialdemokraten, de sen Herz stets für die internationale Arbeit und die internationale Politik geschlagen hat“. Schramek war unter anderem außenpolitischer Berater der ehemaligen Bundeskanzler Franz Vranitzky und Viktor Klima (beide SPÖ), außenpolitischer Berater des Generalsekretärs der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), öste reichischer Botschafter in Syrien und Belgien. Parlamentserö fnung. Insgesamt 25.000 Menschen haben an den beiden Tagen der o fenen Tür am vergangenen Wochenende das neu renovierte Parlamentsgebäude besucht. Trotz teil starken Regens am Sonntag nahmen die Besucherinnen und Besucher lange Wartezeiten in Kauf. Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (ÖVP) sprach angesichts der vielen Besucher von einem „Volksfest der Demokratie“. Auch wenn dieses durch konventione le Methoden gefördert werden könnte, sorgt das Vorhaben für Ärger: Bürgermeister Andreas Rußmann (SPÖ) beklagte am Montag die fehlende Information der Bevölkerung. Umweltschützer seien durch Zufa l auf die Pläne gestoßen. Außerdem befindet sich das betro fene Areal unmi telbar neben einem Naturschutzgebiet. So lten die Bohrungen zu einer zeitnahen Entlastung in der aktue len Krise führen, sei sie dennoch für eine Prüfung, sagte Gewe sler am Sonntag im „ZiB2“-Interview. So lte aber erst in den 2030er Jahren damit zu rechnen sein, „macht es keinen Sinn.“ Bis dahin mü se Öste reich aus fo silem Gas ausgestiegen sein. ■ KÄRNTEN 14 Medien Neue Freie Zeitung GEZWITSCHER Jörg Leichtfried @jleichtfried gerade Email bekommen wo jemand sehr entschieden sagt „ich als Steuerzahler habe vielmehr Anrecht“ oder „ich entscheide als Steuerzahler“ Ich frage schon, wie kommt jemand auf die Idee demokratiepolitische Rechte an die Steuerleistung zu knüpfen? #Zensuswahlrecht war kein Vorbild. 14. Jän. 2023 21:21 Wählen dürfens und zahlen dürfens die Steuerzahler. Aber mitreden? Wo kämen wir denn da hin? Gernot Bauer @bauer_gernot ORF macht sich zum Propagandasender der Klima-Extremisten Mitarbeiter versorgte „Klima-Chaoten“ mit Neujahrskonzert-Eintrittskarten Anscheinend hat ein ORF-Mitarbeiter den Klima-Chaoten geholfen, eine – in letzter Sekunde verhinderte – Störaktion beim Neujahrskonzert zu begehen. Medienberichten zufolge hatten zwei der insgesamt sechs Klima- Chaoten Eintrittskarten zum Neujahrskonzert aus dem ORF-Kontingent. ORF „spendete“ Klima-Extremisten Karten fürs Neujahrskonzert. Foto: NFZ Wie ging das Zitat nochmal? „Davos ist, wo Milliardäre Millionären erklären, was die Mittelschicht tun muss, damit es den Armen besser geht.“ 19. Jän. 2023 10:56 Und genau dort holen sich EU und ÖVP-Minister Ratschläge für die Klima-Rettung. TELEGRAM Sympathie für Klima-Chaoten „Es ist ein riesiger Skandal, dass offensichtlich ein ORF-Mitarbeiter den Klima-Terroristen dabei geholfen hat, sich ins traditionelle Neujahrskonzert einzuschleusen. Generaldirektor Roland Weißmann muss das umfassend aufklären und entsprechende arbeitsrechtliche Konsequenzen setzen“, forderte FPÖ-Mediensprecher Christian Hafenecker. Überhaupt sei der gesamte Umgang des ORF mit den Klima-Chaoten fragwürdig und eine Zumutung für die Zwangsgebührenzahler, kritisierte Hafenecker. „Die Berichterstattung über ihre Vandalenakte und Straßenblockaden ist dermaßen unkritisch und wohlwollend, dass man sich des Eindrucks nicht erwehren kann, dass sich so mancher am Küniglberg als Werbeberater dieser im- mer radikaler werdenden Extremistentruppe sieht“, bemerkte der FPÖ-Mediensprecher. Es sei aber völlig inakzeptabel, dass sich der aus Zwangsgebühren finanzierte Rundfunk immer mehr zum „Propaganda-Organ der Klimasekte“ mache, betonte Hafenecker. Für ihn sei unverhohlene Sympathie für die Klima-Extremisten ein weiterer Grund zur Abschaffung der ORF-Zwangsgebühr. GEFÄLLT MIR Herbert Kickl 17. Jänner 2023 Der ÖVP war eine strenge Asylpolitik noch nie ein Anliegen. Beim Thema Asyl gibt es nur eine Adresse – und die lautet: FPÖ. FPÖ IN DEN MEDIEN Die aktuellen Umfragen lassen bei der ÖVP-Niederösterreich die Alarmglocken schrillen, berichtet die „Wiener Zeitung“. Wegen der erwarteten starken Zugewinne der FPÖ dürfte nicht nur die absolute Mehrheit an Mandaten und in der Landesregierung verloren gehen, son- POLITIK Dienstag, 17. Jänner 2023 7 M Kaum ein Regieren gegen Mikl-Leitners ÖVP Drohender Verlust der absoluten ÖVP-Mehrheit bei Niederösterreich-Wahl heizt Spekulationen an. Wenig Fracking-Fürsprecher in Österreich Gewessler fordert Verbot des Verfahrens. Pläne zu konventione ler Erdgasförderung in Oberösterreich so len zumindest geprüft werden. Persönliches Exemplar für AOM-Benutzer pafpoekirchner - (C) APA-DeFacto GmbH. A le Rechte vorbehalten. dern auch der Landeshauptmannposten. Daher warnt die ÖVP landauf landab vor einer „blau-roten“ Mehrheit. Die um den Wiedereinzug in den Landtag kämpfenden Neos und Grünen haben sich daher der ÖVP als FPÖ-Verhinderer bereits angedient. Auch der Wahlkampf für die Kärntner Landtagswahl im März gewinnt an Fahrt, berichtet die „KronenZeitung“. Besonders selbstbewusst trete dabei die FPÖ auf, berichtet die Zeitung und verweist auf den Landeshauptmannanspruch von Spitzenkandidat Erwin Angerer bei der Präsentation des Wahlprogramms: „Wir wollen nicht nur den Bundeskanzler, sondern auch den Landeshauptmann in Kärnten stellen!“ KÄRNTEN Seite 12 ŝ Dienstag, 17. Jänner 2023 Was uns bewegt FRANZISKA TROST franziska.trost@kronenzeitung.at Keine Heilung Revolution und Heilung – da sind zwei Bausteine, die dem Schweizer Alpenort Davos zu Weltruhm verhalfen. Der Traum von Freiheit und Demokratie machte den deutschen Studenten Alexander Spengler zum Revolutionär – und zum Flüchtling. Nach dem Fall der Barrikaden entkam er 1849 mit knapper Not in die Schweiz, wo er Medizin studierte. In der Bergluft von Davos machte er schließlich eine erstaunliche Entdeckung: Es gab keine Tuberkulose-Kranken. Es dauerte nicht lange, bis in dem verschlafenen Nest mondäne Sanatorien und Hotels aus dem Boden sprossen. Und das Alexanderhaus, ein kleiner Rest des revolutionären Geistes – hier wurden auch Mittellose behandelt. Doch vor allem war die Zeit zum heilenden Durchatmen der gehobenen Gesellschaft vorbehalten. Die Welt auf dem „Zauberberg“ war nie eine gerechte . Um die wachsende Kluft zwischenArm und Reich soll es u. a. auch auf dem diesjährigen Weltwirtschaftsforum gehen. Gerade hier, wo sich die Kluft selbst wie eine Gletscherspalte auftut. Nur die Reichsten und Mächtigsten haben hier das Sagen, die Teilnahme kostet ein Vermögen. Durch die gute Luft wälzt sich die Abgaswolke Hunderter Privatjets, die Zimmerpreise klettern auf astronomische 18.000 Euro pro Nacht, die Escortservices sind ausgebucht . So viel elitäre Höhenluft trübt den Blick auf die Abgründe der Armut. Revolutionäre Ideen für die Heilung einer zerrütteten Welt darf man sich in Davos wohl nicht erwarten. Angerer stellt Anspruch auf Landeshauptmann FRITZ KIMESWENGER Kärnten Inoffiziell fritz.kimeswenger@kronenzeitung.at S FPÖ startet in den Wahlkampf mit einer selbstbewussten Ansage und einem Programm, das sehr viel Geld kostet. elbstbewusstsein war bei den Freiheitlichen ja noch nie Mangelware und derart motiviert starten die Blauen auch in den Wahlkampf. Klare Ansage von Spitzenkandidat und Parteichef Erwin Angerer: „Wir wollen nicht nur den Bundeskanzler, sondern auch den Landeshauptmann in Kärnten stellen!“ Dass es dazu eine Koalition rechts der Mitte – also mit ÖVP und Team Kärnten – geben müsste, ist Angerer bewusst: „Die SPÖ muss damit rechnen, nicht mehr in der Regierung zu sein.“ Der FP-Chef legt sich gleichzeitig auch mit dem TK-Chef an: „Gerhard Köfer hat da selbst ausgerufene Duell um den LH schon verloren.“ Aber: Wenn es mit dem Landeshauptmann nichts wird, gibt es die FPÖ auch billiger. Erwin Angerer zur „Krone“: „Ich schließe nicht aus, dass wir Juniorpartner in einer SPgeführten Regierung sein könnten. Denn wir wollen regieren.“ Diese Wahlziele zu erreichen, da soll ein 91-seitiges Wahlprogramm mithelfen. Es finden sich viele Forderungen, nicht unbedingt die billigsten. Eine kostenlose Kärnten Card für Jugendliche ist dabei, ein Pflegebo- 5. März Landtagswahl Erwin Angerer will schon bald von Wien nach Kärnten wandern. Hier warten Ofner, Linder, Staudacher und Darmann auf ihren Chef. Persönliches Exemplar für AOM-Benutzer pafpoekirchner - (C) APA-DeFacto GmbH. A le Rechte vorbehalten. nus für Familien, ein Jugendstartgeld, ein kostspieliges „Willkommenspaket“ für Ärzte, eine 10.000 Euro-Prämie für Lehrlinge oder die hundertprozentige Abgeltung von Unwetterschäden. Wer soll das alles bezahlen? Erwin Angerer: „Das Land hat allein durch die Inflation Mehreinnahmen von 222 Millionen. Die kann man durchaus dazu verwenden.“ Die Freiheitlichen sind aber auch gegen viele Dinge: gegen Windräder, gegen Asylanten („Keinen mehr hereinlassen!“), gegen Chaletdörfer und gegen Wölfe. Angerer, der sich mit den hinter ihm gereihten Gernot Darmann, Josef Ofner, Max Linder und Christoph Staudacher als Team für Kärnten präsentiert, zu seinen Plänen bzw. seiner Rochade aus dem Nationalrat in den Landtag: „Ich wechsle auf jeden Fall nach Kärnten.“ Das bedeutet, entweder bei einer Koalition in eine Landesregierung oder wohl als oppositioneller Klubobmann in den Landtag. Auffällig bei der freiheitlichen Liste: Die erste Frau an wählbarer Stelle der Landesliste ist Isabella Theuermann auf Platz 8. Foto: GERD EGGENBERGER Foto: GERD EGGENBERGER 1.770 Personen gefällt das. Streng war die ÖVP-Politik bisher nur gegenüber den Österreichern.

Nr. 3 Donnerstag, 19. Jänner 2023 g Der Narrenturm im alten AKH Wien Das Museum in der ehemaligen „k.k. Irrenanstalt zu Wien“ „Der Mensch, wie schön er sei, wie schmuck und blank, ist innen doch Gekrös nur und Gestank“. Thomas Mann läßt dies in seinen „Bekenntnissen des Hochstaplers Felix Krull“ eine Geliebte seines Titelhelden sagen. Krull meint drauf zwar, daß dies ein „garstig Verslein“ sei, aber im Inneren muß er das Gesagte billigen. Uns fällt das Verslein vielleicht beim Betreten des Wiener Narrenturms ein. Der sogenannte Narrenturm ist ein kreisrundes Gebäude auf dem Gelände des alten Allgemeinen Krankenhauses. 1784 wurde er unter Kaiser Josef II. als erste psychiatrische Klinik Europas gebaut. Die Wiener gaben dem fünfstöckigen Gebäude auch den Namen Kaiser-Joseph-Guglhupf. Bedenkt man, daß das Haus auch „k.k. Irrenanstalt zu Wien“ genannt wurde, erkennt man, daß dazumal noch wenig über die Erkrankungen des Gehirns bekannt war. In 28 Zellen pro Stockwerk wurden die „Geisteskranken“ untergebracht, und diese Patienten waren von der Außenwelt völlig abgeschnitten. 1796 bekam das Haus den Namen „Museum des pathologisch-anatomischen Instituts“. Ein einzigartiges Museum Zunächst waren dort Zwangsjacken, Anketten, Aderlaß oder Stromschläge an der Tagesordnung. Mit psychischen Krankheiten war man völlig überfordert. Doch ab 1866 waren die Tage des Narrenturms als Irrenhaus gezählt. Die Insassen wurden in andere Anstalten gebracht, und das Haus wurde als Unterkunft für Bedienstete des Allgemeinen Krankenhauses und für Studenten genutzt. Schließlich wurde es 1971 zum Museum, es ist jetzt im Besitz der Universität Wien. Zu sehen bekommt man vor allem eingelegte Organe, Deformationen und Mißbildungen von Körperteilen, verkrümmte Skelette und ähnliches. Die Sammlung wird auch für die Weiterbildung von Medizinern genutzt. Die Geschichte der Pathologie wird hier deutlich demonstriert. Der Besucher bekommt auch Einblicke in Krankheitsphänomene wie Entzündungen, Infektionen, Tumore und äußere und innere Krankheitsursachen. Schließlich muß man dem Narrenturm zuschreiben, daß er viel zum Verständnis psychischer Erkrankungen beigetragen hat. Nüchterne Besucher Es mag seltsam klingen, aber viele empfehlen einem, vor dem Besuch dieses interessanten Museums keine Nahrung zu sich zu nehmen, erstens weil die Objekte zum Teil als ekelerregend empfunden werden können, zweitens aber ist das Phänomen zu erkennen, daß man in den endlos wirkenden engen Rundgängen, in denen sich die Türen zu den einzelnen Zellen befinden, schwindlig werden kann. Empfehlenswert ist es, eine Führung in Anspruch zu nehmen. Der erste Lotterien Tag des Jahres führt in den neu restaurierten Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek (ÖNB) in Wien und damit in eine der schönsten und bedeutendsten Bibliotheken weltweit. Die Österreichischen Lotterien laden alle Spielteilnehmer:innen, die am Freitag, dem 20. Jänner 2023 ein Produkt der Österreichischen Lotterien vorweisen, ein, diese barocke Pracht bei freiem Eintritt zu bestaunen. Damit wird an diesem Tag ein Rubbeloder Brieflos oder auch die Quittung eines beliebigen Wettscheinspiels zur Eintrittskarte. Kultur 15 Dabei werden die einzelnen Ausstellungsstücke genau erklärt, und außerdem lockern die Studenten, die diese Führungen durchführen, die vielleicht entstehende Spannung durch das Erzählen heiterer Anekdoten aus der Geschichte des Narrenturms ein bisserl auf. Jedenfalls kann Wien stolz darauf sein, ein derart umfangreiches Museum in einem einzigartigen Ambiente zu besitzen. Herbert Pirker Anzeige Lotterien Tag im Prunksaal der Nationalbibliothek Am Freitag, dem 20. Jänner den neu restaurierten Prunksaal gratis bestaunen 20.01.2023 Lotterien Tag in der Österreichischen Nationalbibliothek Der Prunksaal kann von 10.00 bis 18.00 Uhr besichtigt werden. Von 11.00 Uhr bis 17.00 Uhr werden außerdem stündlich kostenlose Führungen zur Geschichte des barocken Gesamtkunstwerks und zur Sonderausstellung „Fischer von Erlach und der Prunksaal des Kaisers. 300 Jahre barocke Pracht“ angeboten. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Detaillierte Informationen zu den Lotterien Tagen findet man unter lotterientag.at Foto: Österreichische Nationalbibliothek Foto: NFZ © Österreichische Nationalbibliothek/Hloch Mit Rubbellos auf Schatzsuche bei den Pyramiden Neue Rubbellose mit der Chance auf bis zu 250.000 Euro „Schatz der Pyramide“ und „Schatz der Pyramide deluxe“ heißen die neuen Rubbellose der Österreichischen Lotterien, und mit ihnen warten zu Jahresbeginn Hauptgewinne in Höhe von 100.000 bzw. 250.000 Euro in den Annahmestellen auf Gewinner:innen. Beide Lose bieten jeweils drei klassische Gewinnchancen: Rubbelt man pro Spiel dreimal den gleichen Betrag frei, hat man diesen einmal gewonnen. Eine Extra-Chance bringt das Bonusspiel bei der deluxe-Variante des Loses. Findet man dreimal das Pharao-Symbol, hat man 10 Euro gewonnen, bei drei Pyramiden-Symbolen 5 Euro. Pro Los kann man drei- bzw viermal gewinnen. „Schatz der Pyramide“ wird mit einer Auflage von 1 Mio. Losen produziert, die Ausschüttungsquote liegt bei 59%, die Chance auf einen Gewinn bei 1:2,82. Das Los kostet 5 Euro. Die Serie „Schatz der Pyramide deluxe“ besteht aus 600.000 Losen. Hier liegt die Ausschüttung bei 63%, die Gewinnchance bei 1:2,21. Das Los ist zu einem Betrag von 10 Euro in allen Annahmestellen der Österreichischen Lotterien erhältlich.

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