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Wieder "Isolationshaft" für die Österreicher!

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Kommt nach Kurz‘ „freiwilligem“ Massentest auch die Zwangsimpfung?

4 Innenpolitik Neue

4 Innenpolitik Neue Freie Zeitung „Eine Massentestung halte ich für eine schlimme Drohung des Kanzlers!“ Der freiheitliche Gesundheitssprecher Gerhard Kaniak wirft im NFZ-Interview der schwarz-grünen Koalition vor, das Gesundheitswesen angesichts der zu erwartenden herbstlichen Infektionswelle im Regen stehengelassen zu haben. Er warnt vor einer „freiwilligen Massentestung“ wie in der Slowakei, wo neben den postiv Getesten auch die Nichtteilnehmer sofort unter Quarantäne gestellt wurden. Herr Abgeordneter, müssen sich die Österreicher wirklich darauf gefasst machen, dass wegen der aktuellen Corona-Situation vor den Spitälern Selektionskommandos warten, die entscheiden, wer im Spital behandelt wird und wer nicht? Kaniak: Nein, das ist nicht der Fall und wird auch so schnell nicht der Fall sein. Trotz der vielen positiven Testungen sind derzeit rund 20 bis 25 Prozent der vorhandenen intensivmedizinischen Kapazitäten durch Covid-19-Patienten belegt. Wir sind also von einer Überlastung des Systems noch weit entfernt. Auch wenn es durch versäumte organisatorische Maßnahmen in einzelnen Kliniken durchaus sein kann, dass man an die Grenzen stoßen könnte. Gibt es überhaupt valide Daten aus dem letzten halben Jahr, die diesen zweiten „Lockdown“ rechtfertigen? Kaniak: Anhand der Daten, die uns die Regierung vorgelegt hat, lässt sich dieser „Lockdown“ nicht rechtfertigen. Die Datenbasis ist sehr schlecht, nicht einmal der Gesundheitsminister weiß, welche Zahlen überhaupt stimmen. Die Prognoseexperten der Regierung haben bemängelt, dass sie deswegen auch nur schlechte Prognosen erstellen können. Was die Positiv-Testungen anbelangt, zeigt sich jetzt bereits, dass wir einen deutlichen Rückgang haben, von mehr als 8.000 als Vorwochenspitze auf knapp 4.000 diesen Montag. Wenn man sich das Dashboard des Gesundheitsministeriums zu den Bettenkapazitäten ansieht, dann gibt es seit April einen Schwund an Normal-, wie auch an Intensivbetten. Haben Sie eine Erklärung dafür? Kaniak: Ich habe selber festgestellt, dass im Bereich der für Covid-19-Patienten verfügbaren Kapazitäten tausende Betten innerhalb weniger Tage verschwunden sind. Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese wegen regulärer Belegungen aus dem Reservoir herausgenommen wurden. Es handelt sich dabei vielmehr um politisches Kalkül, um die Situation entsprechend dramatisch darstellen zu können. Natürlich stimmt es, dass nicht alle vorhandenen Betten „Was hat diese Bundesregierung im letzten dreiviertel Jahr gemacht, um die Spitäler auf die ,zweite Welle‘ vorzubereiten, damit die vorhandenen Betten auch belegt werden können, also genügend Personal bereitsteht?“ auch genutzt werden können. Das kennen wir auch aus dem Pflegebereich, das liegt am mangelnden Personal. Was also hat die Bundesregierung im letzten dreiviertel Jahr gemacht, um die Spitäler auf die „zweite Welle“ vorzubereiten, damit die vorhandenen Betten auch belegt werden können, also genügend Personal vorhanden ist? Natürlich kann man in der Zeit keine Diplompflegekraft ausbilden, aber man hat nicht einmal versucht, Medizinstudenten zu aktivieren, Teilzeitkräfte aufzustocken oder pensionierte Kräfte zu reaktivieren. Dieses Personal- und Ressourcen-Management hat die Bundesregierung in ihrem ungebrochenen Selbstdarstellungsdrang völlig ausser Acht gelassen. Denn eines war jedem klar: Der Winter kommt bestimmt, und damit auch die Infektionen wie Influenza, die unser System schon öfter bis an die Kapazitätsgrenzen belastet hat – oder Foto: NFZ eben Covid-19. Der Bundeskanzler will jetzt eine Massentestung wie in der Slowakei durchführen. Was halten Sie grundsätzlich davon, und welche Alternativen schlagen die Freiheitlichen zur Bekämpfung des Virus vor? Kaniak: Diese Massentestung halte ich für eine schlimme Drohung. Denn es wird bei dieser „freiwilligen Teilnahme“ der Slowakei verschwiegen, dass über Nichtteilnehmer dann genauso wie über positiv Getestete eine Ausgangssperre verhängt wurde. Das werden wir Freiheitlichen keinesfalls zulassen. Teilen Sie den Optimismus des Kanzlers, dass mit einer Impfung im kommenden Frühjahr das Problem Covid-19 erledigt ist? Kaniak: Nein, das Problem ist garantiert nicht gelöst. Es kann zwar sehr gut sein, dass es im Frühjahr zugelassene Impfstoffe gibt. Nur, wie zuverlässig diese sind, welche Nebenwirkungen sie haben und für wen sie tatsächlich geeignet sind, steht noch in den Sternen. Und dann gibt es noch das Problem der Produktion und das der Verteilung, die wir jedes Jahr beim Grippeimpfstoff haben. Und bei dem haben wir eine Durchimpfungsrate von nicht einmal 20 Prozent. Und ob wir das bei der Covid-19-Impfung erreichen können, bezweifle ich ganz stark. Grafik: screenshot ORF Die Koalit Ohne verwertbare Daten z Steht Österreichs Gesundheitssystem wirklich vor dem Kollaps, wie die Bundesregierung jetzt behauptet? Nein, sagen die freiheitlichen Bereichssprecher Dagmar Belakowitsch und Gerhard Kaniak. Die Regierung habe es schlichtweg versäumt, über den Sommer die Datensammlung und -verarbeitung sowie die Vorbereitung der Spitäler auf die herbstliche Infektionswelle zu organisieren. Letzte Woche hat der Chef der AGES in einer schriftlichen Stellungnahme an die Stadt Wien eingestanden, wo der Hund im System begraben liegt: Die Datenbank – auf deren Basis der Gesundheitsminister seit Wochen vor der Katastrophe warnt – ist eigentlich nur darauf ausgelegt, um 7.000 Salmonellenfälle im Jahr (!) zu dokumentieren. Kein Wunder, dass das System bei der Dokumentation von täglich (!) mehr als 30.000 Corona-Testungen kollabiert. Das von Gesundheitsminister Rudolf Anschober verkündete „erfolgreiche Update des Systems“ in der letzten Woche war reine Beschwichtigung. Denn die Bundesländer beklagten reihenweise, dass Them de Woc Schwarz-grüner Hokuspokus: Wohin

Nr. 47 Donnerstag, 19. November 2020 g Innenpolitik 5 a r he sind die im März 2020 gemeldeten freien Intensiv- und Normalspitalsbetten plötzlich im Herbst verschwunden? Schwarz-grüne Scharlatanerie „Seit Monaten redet Kanzler Sebastian Kurz bereits von der 2. Welle, die Regierung hat aber im Gesundheitswesen keinerlei Vorkehrungen getroffen – weder personell, noch in der Infrastruktur“, empörte sich die freiheitliche Sozialsprecherin Dagmar Belakowitsch über diese Demaskierung der schwarz-grünen Corona-Scharlatanerie. In Wahrheit hätte die Koalition die erforderliche gesundheitspolitische Mobilmachung über den Sommer schlichtweg verschlafen, einen behaupteten Masterplan habe es nur für die täglichen PR-Aktionen von Schwarz-Grün gegeben, kritisierte Belakowitsch und zeigte die Folgen dieser fortgesetzten menschenverachtenden Selbstinszenierung der Koalition auf: „Der Schutz der vulnerablen Gruppen wurde konsequent ignoriert, sonst hätten wir jetzt nicht in den Alten- und Pflegeheimen explosionsartig steigende Zahlen an Infizierten.“ Außerdem sei der Bundeskanzler bei der Verkündigung des zweiion und ihr Corona-Datenmüll ur Corona-Lage schicken Schwarz-Grün die Österreicher in den zweiten „Lockdown“ es bei der Eingabe ihrer täglichen Testergebnisse weiterhin zu regelmäßigen Systemabstürzen komme. ten „Lockdown“ mit keinem Wort darauf eingegangen, dass alle statistischen Instrumente – von der Corona-Ampel über das „Contact Tracing“ bis hin zum epidemiologischen Meldesystem - und damit auch sämtliche Modellrechnungen, die in einem monatelangen Propagandavorlauf die 2. Welle vorbereitet hätten, sich als untaugliche und in letzter Konsequenz als unseriöse Verfahren dargestellt hätten. „Niemand in dieser Regierung hat auch einen empirisch tatsächlich validen Gesamtüberblick über das reale Infektionsgeschehen“, erklärte Belakowitsch. Koalition sabotiert die Spitäler Für die jetzt dargestellte „Notfallsituation im österreichischen Gesundheitswesen“ habe die Bundesregierung aber keinerlei Lösungsansatz. Ganz im Gegenteil, Kurz & Co würden zielgerichtet darauf hinarbeiten, diese Situation erst zu schaffen, kritisierte Belakowitsch: „Kurz investiert hunderte Millionen Euro in Massentestungen und Zwangsimpfungen, aber kürzt gleichzeitig im Budget die Mittel für die Krankenanstalten um rund 130 Millionen Euro, was einen massiven Abbau des medizinischen Personals bedeuten wird. Trotz der Reduktion der Intensivbetten ist Österreich in der „Corona-Krise“ von „italienischen Zuständen“ noch weit entfernt. Grafik: OECD Aber genau diese knappe Personalressource ist der Schwachpunkt des Systems in dieser Pandemie!“ „Was wir nun dringend benötigen, ist ein einheitliches und transparentes Meldeschema für Normal- und Intensivbetten über das gesamte Bundesgebiet“, erklärte dazu FPÖ-Gesundheitssprecher Gerhard Kaniak. Von den etwa 42.000 öffentlichen Krankenbetten in Österreich werden der AGES derzeit bis zu 10.000 für Corona-Patienten gemeldet, von denen, Stand Montag, 3.425 oder knapp 41 Prozent belegt seien. Ebenso müsse es ein einheitliches bundesweites Aufnahme- und Entlassungsverfahren geben, betonte Kaniak: „Symptomfreie Verdachtsfälle können ebenso gut in häusliche Betreuung entlassen werden wie Patienten mit überstandener Erkrankung bei entsprechend hohen CT-Werten in ihren PCR-Tests.“ Österreich sei noch lange nicht an seine Kapazitätsgrenzen gelangt, wenn man die Kapazitäten intelligent nutze, betonte der FPÖ-Gesundheitssprecher: „Sicher ist nur eines, nämlich, dass wir durch die falsche Datendarstellung der Bundesregierung in diesen zweiten ‚Lockdown‘ gestoßen wurden.“

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