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SPÖ: Wien soll "Weltsozialamt" bleiben!

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Rote Linksausleger in der Bundeshauptstadt lehnen Mindestsicherungsreform ab

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Foto: AP 14 Medien Neue Freie Zeitung Beste Chancen für den FPÖ-Kandidaten Christian Pewny auf das Bürgermeisteramt in Radstadt sehen die „Salzburger Nachrichten“. Denn ÖVP als auch SPÖ stehen nach der Nichtmehr-Kandidatur ihrer Ortsparteichefs ohne Kan- L MONTAG, 14. JÄNNER 2019 didatenrittern um Straßwalchen nner treten im Kampf um den Sessel des alchen an. Ihre Zukunftsthemen: Zuzug und Verkehr. Bürgermeisteramt schaffen. Den hatte sie bei der Wahl 2014 in der Stichwahl gegen Kreil verpasst. Ihre großen Zukunftsthemen für Straßwalchen sind die Neugestaltung des Ortskerns, die Realisierung der zweiten Spange der Umfahrung sowie die Erweiterung der Schulen. Für die Straßwalchner FPÖ tritt mit Josef Pinter (58) ebenfalls ein ehemaliger ÖVP-Mandatar an. „Den Ausschlag dafür hat die Politik der ÖVP auf Landesebene gegeben“, so der gelernte Koch. Dass die ÖVP entgegen dem bundespolitischen Trend hier nicht mit der FPÖ koaliert habe, sei inakzeptabel. „Darum trete ich für GEZWITSCHER SnoopyDo @SnoopyDo3 Das muss die Klimaerwärmung sein. Wer rechnet schon mit Schnee im Winter und dann noch in den Alpen? HD @Will_Busch GEFÄLLT MIR HC Strache 14.01.2019 die FPÖ an.“ Seine Themen: die Stärkung der Familien in Form einer finanziellen Unterstützung nach dem Vorbild des Berndorfer Modells, das einen Bonus für Familien vorsieht, die ihre Kleinkinder zu Hause betreuen; sowie der Ausbau der ärztlichen Versorgung: „Wir haben nicht einmal einen Augenarzt.“ GemeinderätinTanja Kreer (38) geht für die SPÖ ins Rennen. Die zweifache Mutter will vor allem für die Familien in Straßwalchen etwas bewegen: „Ein Familienbonus, wie es ihn in Seekirchen gibt, gefällt mir.“ In dessen Rahmen soll es für Familien in vier Etappen (Geburt, Kindergarten-Einstieg, Einschulung sowie weiterführende Schule) Plusregion- Gutscheine in der Höhe von je 200 Euro geben. „Nicht zu verwechseln mit der ,Herdprämie‘ in „Wir müssen auch einmal über einen Baustopp nachdenken.“ 09.01.19 21:58 Was ist jetzt mit der Klimaerwärmung? Gilt das nur für den Sommer, nicht aber den Winter? Mit #Hacker ist kein Leiberl zu gewinnen. Da streitet man nur wieder mit den Grünen um ein Potential von 15%. Auch der Vergleich mit dem 3. Reich ist absolut jenseitig. 14.01.19 23:53 Es gibt anscheinend noch Sozialdemokraten, die mit der rot-grünen Politik für gutsituierte Masochisten nichts anfangen können. WHATSAPP Liebe Freunde! Wir haben uns auch für das Jahr 2019 einiges vorgenommen und wir werden auch zügig mit der Umsetzung weiterer Reformschritte beginnen. Mehr dazu: fpoe.at/netto-offensive Johannes Baumann, ÖVP-Kandidat Menasse wollte Geschichte der Europäischen Union umschreiben Linker Umdeutungsrausch mit Holocaust-Instrumentalisierung Mit einer erfundenen Rede am falschen Ort und anderen Zitaten im Dienste der „guten Sache EU“ versuchte sich Robert Menasse als Geschichtsfälscher. Der Schriftsteller Robert Menasse hat dem deutschen Politiker und ersten Kommissionspräsidenten des EU-Vorläufers Europäische Wirtschaftsgemeinschaft, Walter Hallstein, nicht nur Zitate in den Mund gelegt, die dieser nie getätigt hatte, sondern auch dessen Antrittsrede als Kommissionspräsident nach Auschwitz verlegt, im damals kommunistisch regierten Polen. FPÖ IN DEN MEDIEN Berndorf, davon bin ich kein Freund.“ Zudem brauche der Ort dringend wieder einen Veranstaltungssaal, meint Kreer. Den jüngsten Kandidaten stellt die ÖVP mit Gemeinderat Johannes Baumann (28). Bei seinen Themen denkt er auch an die jüngere Generation: „Der Ortskern muss mit der Neugestaltung belebt werden. Es gibt wenige gute Lokale, wo man hingehen kann. Auch Parkplätze fehlen.“ Leerstände müssten mit Leben gefüllt werden. Soziale Projekte wie im Hornerhaus (Lebenswelt der Gehörlosen) müssten weiter gefördert werden. Denn auch das belebe den Ort. Ein Thema, das alle vier Kandidaten eint, ist der starke Zuzug in die Flachgauer Grenzgemeinde: In den vergangenen 25 Jahren ist die Gemeinde um rund 1700 Einwohner gewachsen und hält derzeit bei 7580. Die Kindergärten würden aus allen Nähten platzen, bald würden auch die Schulen zu klein. Kreer: „Die Raumordnung SN-WAHLTOUR Straßwalchen Radstadt: Chancen für Zwei Frauen und zwei Männer In Straßwalchen stellen sich dievierKandidaten/-innenfür das Bürgermeisteramt einer gemeinsamen Diskussion. Der Eintritt ist frei, alle Gemeindebürgerinnen und -bürger sind herzlich eingeladen. Moderiert wird die Diskussion von Hermann Fröschl, Leiter der SN-Lokalredaktion. Auf dem Podium: Johannes Baumann – ÖVP Liselotte Winklhofer – Liste für Straßwalchen (LIS) Tanja Kreer – SPÖ Josef Pinter – FPÖ Donnerstag, 17. Jänner, 19 Uhr – Gerhard-Dorfinger- Halle, NMS Straßwalchen. wird ein wichtiges Thema. Wir dürfen nicht zu schnell wachsen.“ Pinter: „Schließlich müssen wir ja auch die entsprechende Infrastruktur bieten.“ Baumann: „Wir brauchen einen gesunden Zuzug. Bei uns wird derzeit so viel gebaut, da muss man auch einmal über einen Baustopp nachdenken.“ 220 Wohnungen sollen in den nächsten zehn Jahren in Straßwalchen entstehen. Winklhofer: „Wichtig ist, dass der neue Wohnraum möglichst zentrumsnah entsteht.“ Die derzeitige Mandatsverteilung: Die ÖVP ist mit elf Mandaten stärkste Fraktion, aber ohne absolute Mehrheit in der Gemeindevertretung – gefolgt von LIS (6), SPÖ (5), FPÖ (2) und der FWGBS (Freie Wähler Grüne Bürgerliste Straßwalchen; 1). Persönliches Exemplar für AOM-Benutzer pafpoekirchner - (C) APA-DeFacto GmbH. Alle Rechte vorbehalten. FPÖ-Kandidaten steigen RADSTADT. Weiterhin ohne einen Bürgermeisterkandidaten standen am Sonntagabend in Radstadt sowohl ÖVP als auch SPÖ da. Denn weil, wie berichtet, sowohl Bgm. Josef Tagwercher (ÖVP) als auch sein Vize Johann Warter (SPÖ) nicht mehr antreten, müssen neue Köpfe her. ÖVP-Landesparteigeschäftsführer Wolfgang Mayer sagt, dass bis zum Einreichschluss heute, Montag, um 13 Uhr gesucht werde. Es gebe mehrere ÖVP-Anwärter: „Es liegt aber an deren Lebensplanung: Einer schließt gerade das Studium ab, beim anderen kommt eine landwirtschaftliche Herausforderung dazu, beim Dritten eine private Sache.“ Es könne also sein, dass man keine Bürgermeisterkandidatur schaffe: „Das ist aber keine Misere und niemand ist schuld.“ Ähnlich SPÖ-Landesparteichef Walter Steidl: „Unsere Bürgermeisterkandidatur entscheidet sich Montagvormittag. Wir hätten einen jungen Kandidaten, aber für den wäre es ein berufliches Problem, wenn er Ortschef würde.“ Fix ist bis dato also nur die Kandidatur von FPÖ-Nationalrat Schaffen ÖVP und SPÖ noch eine Kandidatur? Christian Pewny. Aber auch wenn er als einziger Kandidat antreten würde, darf er sich nicht zu sicher fühlen: Dann würde zwar mit Ja/Nein über ihn abgestimmt, wie Mayer betont: „Aber wenn er unter 50 Prozent bekommt, ist er nicht gewählt und die Gemeindevertretung wählt aus ihrer Mitte einen Bürgermeister.“ Diesen Fall habe es bisher aber in Salzburg noch nie gegeben, betont er. stv Menasse: Den Holocaust für die EU-Legende instrumentaliseren. Lügen im Dienste Brüssels Menasse bekam 2017 für seinen EU-Werberoman „Die Hauptstadt“ den deutschen Buchpreis. Er präsentierte sich seither als begeisterter Europäer, der die Nationalstaaten im Dienste der europäischen Integration lieber gestern als heute aufgelöst sehen wollte. In dem Buch kommt die Rede Hallsteins in Auschwitz vor. Da für ihn das integrierte Europa ein moralisches Projekt ist, um die Wiederholung eines kommentar 20 | MONTAG, 14. JÄNNER 2019 DER STANDARD D GELBWESTEN-PROTESTE IN FRANKREICH Die Tücken der Debatte Ereignisses wie den Holocaust zu Stefan Brändle ie Proteste der Gelbwesten nehmen langsam zivilisiertere Formen an: Am Samstag kam es in Paris zu keiner neuen Gewaltorgie, morgen, Dienstag, beginnt dafür in ganz Frankreich eine nationale Debatte über die Anliegen der Gilets jaunes – das heißt der unteren Mittelschicht, die den Anschluss an die Gese lschaft und die Globalisierung verloren hat. Dass diese wütenden Vertreter des einfachen Volkes, wie sie sich selbst bezeichnen, die von Emmanuel Macron ausgerufene Debatte nicht boykottieren, ist schon einmal ein erster Erfolg für den angeschlagenen Staatspräsidenten – und für die bisher sprach-, weil sprecherlosen Gilets jaunes: Die nationale Gesprächstherapie gibt ihnen erstmals eine politische Stimme. Bisher haben sie nicht nur eigene Delegierte, sondern auch jede staatliche Autorität kategorisch zurückgewiesen. Das spricht Bände über das in Frankreich grassierende Misstrauen des „Volkes“ gegen die „Eliten“ – und umgekehrt, wie Macrons arrogante Sprüche gegenüber Arbeitslosen und angeblichen „Analphabetinnen“ gezeigt haben. Auch seine nationale Debatte bleibt paternalistisch geprägt: Die Themen werden vom Staat ausgewählt, die Debatte findet unter der Leitung einer staatlichen „Gesprächsleiterin“, die bisher einzig durch ihr Spitzensalär aufgefa len ist, statt. Politisch ist Macron geschwächt. Er hat nur dann eine Chance, wenn er die Anliegen der Gelbwesten ernst nimmt und nicht nur so tut als ob. Enttäuscht er die geweckten Erwartungen, schürt er damit neuen Volkszorn. Für die Gelbwesten können die anstehenden Beschlüsse jedoch nur in niedrigeren Steuern und höheren Sozialhilfen bestehen. Sie widersprächen also nicht nur sich selbst, sondern auch dem Reformkurs Macrons. Schon jetzt sprengt dieser mit mi liardenschweren Konzessionen seine Haushaltsvorgaben – und die europäischen Sparversprechen. Macron steckt in der Zwickmühle: Was die Gelbwesten verlangen, läuft auf die Einschränkung seiner Befugnisse hinaus. Die Forderung nach „Bürgerreferenden“ steht völlig quer zum französischen Zentralstaat. Die Regierung bemüht sich daher bereits, die brisantesten Sachthemen wie etwa Immigration dem Volksinitiativrecht zu entziehen. Verwässert Macron das Instrument aber weiter, fühlen sich die Gelbwesten nur weiter betrogen. Neue Gewalt stünde der Nation ins Haus. Und Macron würde sich vie leicht bald wünschen, die nationale Debatte nie angesetzt zu haben. didaten da. Bleibt es dabei und Pewny erhält über 50 Prozent der Stimmen, dann gibt es einen FPÖ-Bürgermeister. Eine „verantwortungslose Klimapolitik“ unterstellt die lachsfarbene Oppositionsstimme „Der Standard“ dem FPÖ-verkehrsminister Norbert Hofer. Als Grund dafür führt „Der Standard“ an, dass Auf der faulen Haut liegen B VORURTEILE GEGEN ARBEITSLOSE Conrad Seidl derStandard.at/Cartoons Hofer nicht das Autofahrer-Bashing der deutschen und französischen Regierung übernimmt. Aber ein „reiches, umweltbewusstes Volk“ kann ja wohl auf seinen Wohlstand, zugunsten Chinas und Afrikas, verzichten. Verantwortungslose Klimapolitik Aufgrund der zahnlosen Strategie der Bundesregierung droht ein historisches Versagen D undeskanzler Sebastian Kurz hat seinen Gegnern eine feine Fa le geste lt. Seiner Erklärung, es könne nicht wünschenswert sein, dass in immer mehr Wiener Familien in der Früh nur die Kinder aufstehen, weil diese mit dem Schulbesuch wenigstens eine sinnvo le Beschäftigung hätten, kann man nicht widersprechen. Weder ist wünschenswert, dass die Kinder ohne Frühstück in die Schule geschickt werden, noch ist wünschenswert, dass die Eltern keiner Arbeit nachgehen. Und schon gar nicht wird man sich wünschen, dass die Zahl der Familien mit solchen Lebensverhältnissen zunimmt. In der Sache wird Kurz also viel Zustimmung bekommen. Im Sti len sicher auch von denen, die ihm jetzt lautstark widersprechen. Der Widerspruch macht sich daher daran fest, dass der Kanzler ein Bild von Arbeitslosen zeichnet, die den ganzen Tag auf der faulen Haut – und damit den Steuerzahlern auf der Tasche – liegen. Dieses Bild hat die Soziologin Laura Wiesböck kürzlich in ihrem Buch In besserer Gese lschaft analysiert: „Dem gängigen Vorurteil nach sind Arbeitslose übergewichtig, unhygienisch, ungepflegt, faul, ernähren sich ungesund, machen keinen Sport, schauen viel fern und haben Kinder, die sie vernachlässigen. ( .) Langzeitarbeitslose oder als Konkurrentinnen empfundene Migrantinnen werden über entsprechende Vorurteile und Labels auf ihre statusniedrige Position verwiesen“, heißt es im Soziologendeutsch. Das negative Image wird auch von vielen Medien gepflegt – Journalisten nennen entsprechende Reportagen zynisch „Sozialpornos“ – und nicht nur von konservativen Politikern aufgegriffen: Kurz kann darauf verweisen, dass sich sein Vorgänger Christian Kern und Wiens Bildungsstadtrat Jürgen Czernohorszky, beide aus der SPÖ, ganz ähnlich geäußert haben – ohne viel Aufregung in der linken Blase. Was also bleibt zu tun? Es bleibt festzuhalten, dass die von Kurz, Kern und Czernohorszky skizzierte Entwicklung falsch ist – und es gilt, ihr entgegenzuwirken. Kürzungen bei der sozialen Absicherung können – wenn überhaupt – nur ein kleiner Teil eines Maßnahmenbündels sein, in dem derzeit neben sinnvo ler Fortbildung vor a lem ein Angebot an anständig entlohnter Arbeit für Rückkehrer in den Arbeitsmarkt fehlt. Festzuhalten, dass dem Arbeitswi ligen Anerkennung und Respekt gebührt, ob er nun Arbeit hat oder nicht, würde den Politikern a ler Couleurs auch gut anstehen. ie Spitzen der türkis-blauen K oalition sind überzeugt, dass sie auch nach den nächsten Wahlen regieren werden, und sie mögen damit recht haben. Dadurch aber tragen ÖVP und FPÖ Verantwortung bis mindestens ins Jahr 2027 – also für ein ganzes Jahrzehnt und für a le Weichenste lungen, die in dieser Zeit zu erwarten sind. Die wichtigsten finden in der Klimapolitik statt. Angesichts vieler alarmierender Studien in jüngster Zeit – zuletzt zum dramatischen Temperaturanstieg in den Weltmeeren – sind sich die meisten Experten einig, dass nur ein entschlossene politische Kehrtwende in den nächsten paar Jahren eine globale Klimakatastrophe abwenden kann. Dabe ist Österreich bei der Senkung der Treibhausgasemissionen im EU-Vergleich besonders weit im Rückstand. In der Bundesregierung ist dennoch von Dringlichkeit nichts zu merken. Ja, es gibt eine Klima- und Energiestrategie bis 2030 mit guten Absichten und wohlklingenden Projekten, aber es fehlen ernsthafte Bemühungen, diese Ziele auch zu erreichen. Daran ändern auch die jüngsten Steuerreformpläne nichts, in der ein kurzer Abschnitt der „Ökologisierung“ des Steuersystems gewidmet ist. Denn beide Parteien sind wild entschlossen, jede Steuererhöhung zu vermeiden und nur über positive Anreize Veränderungen im Verkehr, bei Gebäuden und in der Industrie zu bewirken – etwa durch Förderungen für den Kauf von Elektroautos. ber gleichzeitig wi l Verkehrsminister Norbert Hofer auch den heutigen Autofahrern, eine Stammklientel der FPÖ, das Leben erleichtern, indem er das Tempolimit auf Autobahnen erhöht oder die Normverbrauchsabgabe (NoVA) auf Neuwagen abschafft. Sein letzter Vorstoß – die Anhebung des 60-km/h- Tempolimits für Lkws in der Nacht – würde wiederum einen Wunsch der Frächter erfü len. A l das droht tendenzie l den CO2-Ausstoß im Straßenverkehr weiter zu erhöhen und a le b eschlossenen Klimamaßnahmen zu konterkarieren. Das mag ganz im Sinne der FPÖ sein, die bekanntlich wenig von Klimastudien hält. Die ÖVP lässt sie im Interesse des Koalitionsfriedens dabei gewähren. Für eine Regierung, der gute Umfragewerte und Wahlaussichten über alles gehen, ist dieser Kurs verständlich. A Eric Frey Denn eine wirkungsvo le Klimapolitik ist zumindest kurzfristig nicht populär. Dafür müsste man nämlich fossile Treibstoffe verteuern, den Individualverkehr eindämmen, die Zersiedelung stoppen und Haushalte wie Betriebe zu oft kostspieligen Investitionen in grüne Technologien drängen. A l das sind Tribute, die heute erbracht werden müssten, damit auch morgen eine lebenswerte Welt erhalten bleibt. Ein Land wie Österreich kann a lein nur wenig ausrichten; auch das spricht gegen a lzu forsches Handeln. Aber wenn ein reiches, umweltbewusstes Volk, das stolz auf seine N KOPF DES TAGES eu auf der politischen Bühne ist Julián Castro nicht – auch wenn er mit seinem jungenhaften Gesicht an ein aufstrebendes Nachwuchstalent denken lässt. Ein aufstrebendes Talent war er bereits, als er 2012 auf dem Parteitag der Demokraten eine Grundsatzrede halten durfte, mit der er Barack Obama zur Wiederwahl empfahl. Schon damals wurde er als Hoffnungsträger gehandelt, als einer, der Obama womöglich sogar im Amt beerben würde. Daraus wurde nichts, weil mit Hi lary Clinton eine scheinbar glasklare Favoritin ins Rennen ums Weiße Haus ging und Castro entschied, sich zurückzuhalten. Nun aber wi l er es wissen. Als seine Großmu ter vor fast hundert Jahren ins Land kam, sagte er in seiner Heimatstadt San Antonio, wo er seine Bewerbung am Wochenende verkündete, hä te sie sich wohl nie vorstellen können, dass der eine ihrer Enkelsöhne, sein Zwi lingsbruder Joaquín, dereinst im Kongress in Washington sitzen und der andere diese Worte sprechen würde: „Ich bin Kandidat für das Amt des Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika.“ Aus Mexiko stammend, brach Castros Großmu ter Victoria die Schule nach vier Klassen ab, um für reiche Leute zu kochen. V ictorias Tochter Rosie schloss sich klimas ensiblen Bergwelten ist, in einer Hochkonjunktur nicht überredet werden kann, ernsthaft in die Zukunft zu investieren, wie so l man das von China, Indien oder gar Afrika erwarten? Und wenn eine Regierung mit einer so satten Umfragemehrheit sich nicht traut, den Wählern auch nur kleine Opfer abzuverlangen, wer so l dann je die Erderwärmung stoppen? Der politische Opportunismus dieser Regierung ist in vielen Bereichen ein Ärgernis. In der Klimapolitik aber ist es mehr. Hier droht ein historisches Versagen, das auch den Anspruch auf eine Wiederwahl massiv infrage ste lt. Staffelläufer des amerikanischen Traums Julián Castro möchte als erster Latino Präsident der USA werden. der La Raza Unida an, der Bürgerrechtspartei der US-Bürger mexikanischer Abstammung. Rosies Sohn Julián studierte Politikwissenschaften in Stanford und Jus in Harvard. Mit 26 wurde er in die Gemeindeverwaltung San Antonios gewählt, mit 34 zum Bürgermeister der Stadt. Mit 39 zog er als jüngster M inister ins Kabine t Obamas ein, zuständig für Wohnungsbau und Stadtentwicklung. Die steile Karriere beflügelt die Fantasie, zumal es in den Augen seiner Anhänger keine bessere Antwort auf den Präsidenten Trump gäbe als einen Präsidenten Castro: den ersten Latino im Oval Office. Als seine erste Amtshandlung, erklärt der heute 44-Jährige, würde er Trumps Ausstieg aus dem P ariser Klimaabkommen rückgängig machen. Zudem wi l er landesweit subventionierte Krippenplätze anbieten, wie er es bereits in San Antonio tat. Mit seiner Familiengeschichte ho ft er, bei den Hispanics zu punkten, der am schne lsten wachsenden Wählergruppe der USA. Von den Frauen, in deren Obhut er aufwuchs, habe er eines gelernt, erzählte Castro schon bei seinem großen Auftri t im Sommer 2012. Das mit dem amerikanischen Traum sei kein Sprint und auch kein Marathon, sondern ein Staffe lauf über Generationen hinweg. Frank Herrmann Impre sum und O fenlegung: Herausgeber: Oscar Bronner; Geschäftsführung: Mag. Alexander Mi teräcker; Verlagsleitung: Martin Kneschaurek; Chefredaktion: Dipl.-Biol. Martin Kotynek, Ste lvertretung: Mag. Rainer S chü ler, Nana Siebert, Mag. Petra Stuiber; Eigentümerin (100%) / Medieninhaberin, Verlagsort, Redaktions- und Verwaltungsadre se: Standard Verlagsgese lschaft m.b.H., A-1030 Wien, Vordere Zo lamt straße 13; Herste ler, Herste lungs- und Erscheinungsort: Mediaprint Zeitungsdruckerei Ges.m.b.H. & Co. KG, 1232 Wien, Richard-Strau s-Straße 16; Telefon: 01 53170, Fax-DW: Redaktion: 131, Anzeigen: 485, Abo: 330; E-Mail-Adre sen: vorname.zuname@derStandard.at, l eserbriefe@derStandard.at, aboservice@derStandard.at, anzeige@derStandard.at; Internet: h tps: /derStandard.at/Abo; Abo-Preise Inland (in Klammern für Studierende/Schüler) jährlich: € 498,– (310,–), monatlich: € 47,– (29,–), für einzelne Wochentage – pro Tag und Jahr: € 105,– (68,–); Abo-Service: 0800 501 508; A le Rechte, auch die Übernahme von Beiträgen nach § 44 Abs 1 Urhebe rechtsgesetz: © Standard Verlagsgese lschaft m.b.H., Art-Copyright: VBK, Wien, DVR 554219; Reichweite: MA 2017/18: 7%, 525.000 Leser; ÖAK-geprüfte Auflage; O fenlegung gem. § 25 MedienG und ausführliches Impre sum siehe: h tps: /derStandard.at/O fenlegung. Dem Ehrenkodex der öste reichischen Pre se verpflichtet. Persönliches Exemplar für AOM-Benutzer pafpoekirchner - (C) APA-DeFacto GmbH. A le Rechte vorbehalten. vermeiden, zitierte er in der Folge die von ihm erfundene Rede immer wieder, als hätte Hallstein sie wirklich gehalten. Nachdem der Schwindel im Vorjahr aufgedeckt wurde, versuchte er sich auf seine „künstlerische Freiheit“ auszureden, diese Lüge durch den höheren moralischen Zweck zu rechtfertigen. Echt EU. Foto: wikimedia/Servusbonjourtschuess/CC BY-SA 4.0 79.474 Personen haben das Video aufgerufen. Die Steuerreform mit blauer Handschrift vom Vizekanzler persönlich vorgetragen und erklärt.

Nr. 3 Donnerstag, 17. Jänner 2019 g Seit dem Jahr 1945 sind sowohl im Burgtheater als auch im Volkstheater zahlreiche Inszenierungen des „Ottokar“ über die Bühne gegangen. Ich hab nur eine davon gesehen, und ich erinnere mich, dass eine gewaltige Monumentalität vom Bühnenbild her zu erblicken und daher auch zu fühlen war. Mittlerweile haben wir uns daran gewöhnt, dass Wände, Sessel und Leitern, wenn’s gut geht auch Tische zum ausschließlichen Ausstattungsrepertoire der Theater gehören, und dass es somit völlig egal ist, ob in diesen Kulissen der Lumpazivagabundus oder die Libussa gegeben werden. Dieser unverzeihlichen bereits zur Tradition erhobenen Tatsache hat auch das Volkstheater bei Grillparzers „König Ottokars Glück und Ende“ seinen Tribut gezollt. In der Phase zwischen Das-Stück-hatnoch-nicht-angefangen und dem eigentlichen Beginn tragen Bühnenarbeiter – oder sind’s die Bühnenfiguren? – zur Vollendung einer aus Latten bestehenden Wand bei, die sich schräg über die Bühne erstreckt und sich ohne Sinn dreimal der Drehbühne überantworten wird. Und auf einem Sessel sitzt einer, man weiß nicht, warum. Foto: www.lupispuma.com / Volkstheater Grillparzers „Ottokar“ im Volkstheater Eine Manifestation stößt ins Leere Tapferer Schimmel „Fantastico“ im Sprachgewirr der Inszenierung. Tonfall als Gag? Dann fängt’s wirklich an, und man wartet auf Form, Stil, Erhabenes und Erniedrigendes. Und man bekommt größtenteils einen Jux serviert. Die Idee, fast jeden der Schauspieler sein ursprüngliches Idiom sprechen zu lassen, macht da und dort manches unverständlich. Eine gemeinsame Hochsprache hätte nicht gestört. Aber Karel Dobry als Böhmenkönig Ottokar ist eben Tscheche, Lukas Holzhausen als Rudolf von Habsburg ist Schweizer, und so geht’s weiter, nur der Wiener Bürgermeister, von Rainer Galke dargestellt, ist alles andere als ein Wiener, auch wenn er in seinem ersten Auftritt einige Wienerlieder penetrant und unmotiviert zum besten zu geben hat. Im Programmheft ist dazu zu lesen, dass die Sprache Ursache der meisten Missverständnisse auf unserer Welt ist. Diese Inszenierung ist hiefür ein gutes Beispiel. Regisseur Dusan David Parizek und Dramaturg Roland Koberg zeichnen dafür verantwortlich. Eine „Rockrolle“ Bemerkenswert und schwer erklärbar ist die Besetzung der ersten Gattin Ottokars, Margarethe Kultur 15 von Österreich, mit einem Mann, Rainer Galke, der dann auch den Burggrafen von Nürnberg zu mimen hat. Politik? Eigentlich geht’s das ganze Stück hindurch um sie, aber im Geschrei der Akteure, das für den Zuschauer eher als Ausdruck persönlicher Schicksale erscheint, bleibt sie auf der Strecke. Man verzeihe mir die Nicht-Aufzählung aller Darsteller, wenn ich bei all ihren Verdiensten nur noch Kunigunde, Ottokars zweite Gemahlin, als besonders hervorragend erwähne. Und natürlich den bewundernswerten Schimmel Ottokars, „Fantastico“, dem man abnimmt, dass er alles rundum versteht und gern auf der Bühne mitspielt. Die berühmte Rede über Österreich wird, musikalisch unterlegt, eher als originelle Einlage denn als ernstgemeinte Ansprache interpretiert. Sie wäre wohl wert, dass sich eine andere Regie ihrer unterwinde. Herbert Pirker Anzeige 30.000 Euro Zugabe bei Bingo Am 26. Jänner werden 3 x 10.000 Euro zusätzlich verlost Darf‘s ein bisserl mehr sein? Bei Bingo wartet jetzt eine ordentliche Zugabe in Form von 10.000 Euro auf drei Spielteilnehmer. Am Samstag, den 26. Jänner, werden unter allen Bingo Tipps, die an zumindest einer der beiden Ziehungen am 19. und 26. Jänner 2019 mitspielen, 3 mal 10.000 Euro extra verlost. Die Gewinn-Quittungsnummern werden unter anderem auf win2day.at sowie im ORF Teletext veröffentlicht. Bingo wird in allen Annahmestellen ausschließlich als Quicktipp angeboten. Auf jeder Bingo Quittung können zwei, drei oder vier Tipps mit ebenso vielen Kartensymbolen gespielt werden. Die Zahlen werden wie immer nach Annahmeschluss am Samstagnachmittag unter notarieller Aufsicht bei den Lotterien gezogen. Die neue Online Bingo Show startet ab 19. Jänner 2019 und findet jeden Samstag, um 18.15 Uhr auf win2day.at/BingoShow statt.

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