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Schämen Sie sich nicht, Herr Bundeskanzler?

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FPÖ kritisiert Machtversessenheit, Eitelkeit und Überheblichkeit des ÖVP-Chefs

Thomas Mayer Fabian

Thomas Mayer Fabian Schmid SCHULÖFFNUNG Lisa Nimmervo l * Gerald John ie Aufrüstung scheint bereits begonnen zu haben. Nicht nur die ÖVP eskaliert die Situation nach Kräften, indem sie das Bild der Verschwörung gegen den vermeintlichen Helden an ihrer Spitze immer gre ler zeichnet, auch die Opposition schlägt teilweise über die Stränge. FPÖ-Klubobmann Herbert Kickl verortete die Türkisen auf den Spuren des verblichenen rumänischen Diktators Nicolae Ceaușescu, Neos-Chefin Beate Meinl-Reisinger warf vorsorglich, noch ehe es überhaupt eine Anklage gibt, im Ö1-Interview das Wort vom „krimine len Kanzler“ in die Runde. Steuert die Politik also, wie es fast schon Brauch ist, auf vorgezogene Neuwahlen zu? Man so l die Planungsfähigkeit der Parteien nicht überschätzen. Was wie Strategie aussieht, ist mitunter von Emotion und Eitelkeit getriebene Dynamik. Mit kühlem Kopf betrachtet so lten gerade die Regierungsparteien, denen die Entscheidung über Weitermachen oder nicht obliegt, den Weg zu einem baldigen Urnengang scheuen. Die ÖVP so lte sich beim Gedanken an eine Flucht nach vorn in Neuwahlen nicht von vergangenen Triumphen blenden lassen: Die an die Haider’sche Buberlpartie erinnernde Präpotenz, die aus den Chatprotoko len rund um die Postenschacher-Causa qui lt, stößt auch in klassisch bürgerlichen Kreisen auf Ablehnung. Und selbst wenn der Märtyrerschmäh – „A le gegen Sebastian“ – noch einmal zieht: Mit wem wi l die ÖVP nach dem Tag X regieren? Verbessern wird es sich für Kurz mit keinem der möglichen Partner. Die FPÖ ist unter Kickl nicht salonfähig, die SPÖ mi türkisem Gedankengut weitgehend inkompatibel. uch die Grünen haben keine verlockende Alternative in Aussicht. Eine Koalition mit der SPÖ und den Neos wird sich, wenn keine Sensation passiert, nicht ausgehen. Bleibt die Rückkehr auf die harte Oppositionsbank. Sicher: Die Grünen könnten für sich reklamieren, ihre moralischen Grundsätze als redliche Partei hochgehalten zu haben. Aber gewählt wurden Werner Kogler und Co vor eineinhalb Jahren in erster Linie fürs Gestalten. Wichtigstes Motiv war die Hoffnung auf eine mutige Klimapolitik. Dieses Versprechen müsste dann uneingelöst bleiben. Da spricht, solange Kurz keine Verurteilung kassiert, nicht nur aus grüner Per spektive gegen Neuwahlen: Es ist fraglich, ob es in der Bevölkerung breites Verständnis für ein politisches Reset wegen dieser Causa gibt. Im Kern leuchtet der Sachverhalt – ein Politiker hat ebenso die Wahrheit zu sagen wie jeder einfache Bürger – zwar ein. Doch der W iderspruch zwischen den Chatprotoko len und Kurz’ Aussagen im U-Ausschuss ist nicht so eindeutig, als dass sich daraus ein klar belegbares Bild ergibt. Wochenlang wird sich die Debatte um Interpretationen und semantische Feinheiten drehen. Ein großer Teil des Publikums wird aussteigen – und a les is zum 30er gilt es ein Kind zu zeugen, ein Haus zu bauen und einen Baum zu pflanzen. Ok, Boomer?! Nein. Diese Erwartungshaltung stammt tatsächlich von einer 26-Jährigen, nämlich Claudia Plakolm, die am Wochenende mit 94 Prozent zur Obfrau der Jungen Volkspartei (JVP) gewählt wurde. In ihrer Heimat, dem Mühlviertel, würden diese drei Dinge das Erwachsenwerden ausmachen, sagt sie. Fernab der Heimat, in Wien, sitzt Plakolm seit 2017 im Nationalrat. Sie selber fühle sich deswegen schon als „alter Hase“. Im ÖVP-Klub ist sie für Jugend zuständig. Wenn man sie fragt, was sie in dem Bereich schon erreicht hat, macht sie vor a lem auf die erhöhte Zuverdienstgrenze für Studierende, die Familienbeihilfe beziehen, aufmerksam. Ihre Äußerung vom Wochenende zeigt, dass man als junge Politikerin freilich nicht unbedingt frische und progressive Ansichten haben muss. Wobei ihr die Jugendpolitiker der anderen Parlamentsparteien durchaus zugestehen, in gese lschaftspolitischen Fragen moderner zu sein, als die türkise Parteilinie es vorgibt. Abgesehen davon wird Plakolm als nette und zuvorkommende Ko legin mit Handschlagqualität beschrieben, die a lerdings eher farblos bleibe. zum Schaden der gesamten Politik als rein selbstbezogenes Theater abtun. Es wäre fehl am Platz, deshalb über i gnorante Bürger die Nase zu rümpfen. Die meisten Wähler interessieren sich verständlicherweise dann für Politik, wenn diese die eigenen Lebensumstände berührt: Sie wünschen sich, dass die Regierung für Jobs, gute Schulen, Umweltschutz und – spezie l nach der Corona-Krise – für einen ruhigen Sommer sorgt. Die Frage, ob der Kanzler im U-Ausschuss gelogen hat oder nicht, ist demokratiepolitisch wichtig – von den Sorgen der breiten Masse aber weit weg. Claudia Plakolm (26) ist seit Samstag Obfrau der Jungen Volkspartei. Foto: Parlamentsdirektion / Thomas Topf Plakolm ist seit 2014 an der Uni Linz für Wirtschaftspädagogik eingeschrieben. Für das Studium bleibt in den letzten Jahren aber offensichtlich wenig Zeit. Zu Hause, im kleinen Ort Walding, ist sie im Gemeinderat aktiv, der Vater ist Bürgermeister. Die Familie – Plakolm hat drei Geschwister – betreibt eine kleine Landwirtschaft, drei Generationen leben unter einem Dach. Neben der Politik widmet sich Plakolm seit Jahren der Musik, vor a lem der Posaune. Sie ist auch Teil des ÖVP-Parlamentsquartetts. Weil das Neujahrsblasen heuer ausfiel, spielte sie a leine auf und teilte das Video auf Ins - tagram: „Don’t Stop Believin’“ von Journey. In Oberösterreich ist Plakolm gut vernetzt. Seit 2016 gehört sie dem Landesparteivorstand an. Bei der Party zu ihrem 25. Geburtstag kurz vor Corona schaute auch der ehemalige Landeshauptmann Josef Pühringer vorbei. Bei der letzten Nationalratswahl kandidierte sie hinter August Wöginger auf dem zweiten Listenplatz im Landeswahlkreis. Wöginger war es auch, der Plakolm sagte, als Abgeordnete zum Nationalrat brauche man vor a lem gutes Sitzfleisch. Das stimme, sagt sie in einem Facebook- Video der Jungen Volkspartei, „das – und eine dicke Haut“. So langsam habe sie die auch. Lara Hagen dst.at/cart ons Foto: FPÖ 14 Medien Neue Freie Zeitung GEZWITSCHER Jürgen Klatzer @JurgenKlatzer „Ergebnis ab Durchführung des PCR-Gurgeltests für 72 Stunden gültig.“ - Wenn die Auswertung des PCR-Tests 24 Stunden dauert, dann habe ich ja „nur“ eine 48-Stunden- Eintrittsberechtigung, oder? Sind diese 72 Stunden dann ein Marketing-Gag? Oder übersehe ich was? 17. Mai 2021 09:02 Die gesamte „Corona-Politik“ der Koalition ist ein Marketing-Gag zur Implementierung eines Überwachungsstaates. Lukas Sustala @LukasSustala Der Falter-Newsletter widmet sich heute (k)einem Ländervergleich: Österreich und Schweden. Das faszinierende für mich ist und bleibt, wie wenig die höhere (!) Übersterblichkeit in Österreich im Vergleich zu Schweden medial vorkommt. 18. Mai 2021 09:25 Message-Control! Sonst zweifeln die Leute doch die schwarz-grüne Einsperrpolitik an. TELEGRAM GEFÄLLT MIR Sonderbehandlung für die ÖVP beim Staatsfunk ORF? Kritik an Wrabetz nach Live-Übertragung des Bundestages der JVP Wenige Monate vor der Neubestellung der ORF-Spitze sorgt ein Kniefall vor der Kanzlerpartei für Aufregung – nicht nur am Küniglberg selbst. Nicht nur im ORF herrscht wenige Monate vor der Wahl einer neuen Geschäftsführung Aufregung über die Live-Übertragung des Bundestags der Jungen Volkspartei (JVP) via ORF-TVthek am vergangenen Samstag. FPÖ IN DEN MEDIEN Weil es die Grünen nicht schaffen, ihren Wählern das Festhalten an der Koalition mit der ÖVP zu erklären, rückt der „Standard“ aus. Unter dem Titel „An der Lebenswelt der Wähler vorbei“ weist die Zeitung Neuwahlspekulationen zurück, nicht in erster Linie wegen der zu erwartenden Verluste für die Grünen, sondern weil Kommentar 24 | DIENSTAG, 18. MAI 2021 DER ∂TANDARD Nulltoleranz bei Judenhass E s braut sich wieder was zusammen gegen Juden in Europa. Wie schon 2014 in Frankreich, dem Jahr, in dem in Paris eine Serie islamistischer Terroranschläge begann, kam es am Wochenende bei propalästinensischen Protesten zu heftigen antisemitischen Manifestationen: von Madrid über Paris quer durch den Kontinent. In Berlin und Köln brannten israelische Fahnen – auch in Wien, wo eine Gruppe eine friedliche Demo jüdischer Hochschüler angriff. Und übera l das gleiche Bild: Unter dem Vorwand, sich für die leidende Bevölkerung in Gaza einzusetzen, lassen Radikale ihrem Judenhass freien Lauf, oft auch von Linksradikalen unterstützt. Israel wird pauschal als „Kindermörderstaat“ denunziert, dem Land mit Vernichtung gedroht. Nun ist das Demonstrationsrecht ein zentrales Gut in der l iberalen Demokratie. Aber es gibt Grenzen der freien Meinung. Man kann gegen die Politik der israelischen Regierung auf die Straße gehen. Klar ist dabei aber schon: Wenn die Hamas, die der EU als Terrororganisation gilt, tausende Raketen wah los auf Menschen in Israel abfeuert, gibt es die Pflicht zur Verteidigung. Das Gerede vom Mörderstaat ist dumme Propaganda. Noch eindeutiger ist es, wenn Juden in Europa auf offener Straße mit dem Tod bedroht werden. Da muss es Nu ltoleranz heißen, gerade in Deutschland und Österreich. Wir so lten nicht nur bei der Vergangenheitsbewältigung mutig sein, sondern auch beim Kampf gegen den aktue len Antisemitismus. M Seltsame Abwesenheit an kann der ÖVP nicht vorwerfen, zu Antisemitismus zu schweigen: Sowohl Kanzler Sebastian Kurz als auch Verfassungsministerin Karoline Edtstadler sind verlässliche Kämpfer gegen Judenfeindlichkeit. Da verwundert es umso mehr, dass am vergangenen Wochenende nur drei grüne Regierungsmitglieder der offizie len Befreiungsfeier in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen beiwohnten. In den Tagen zuvor trafen zwar einige Ministerinnen für ein „sti les Gedenken“ in Mauthausen ein; das Fernbleiben bei der offizie len Feier, an der auch die Kirche, der Karte lverband und zahlreiche ausländische Botschafter teilnahmen, sorgt jedoch für eine schiefe Optik – über die man sich dem Vernehmen nach retrospektiv auch ärgert. Man könnte es dabei belassen und im nächsten Jahr auf mehr Präsenz hoffen. Auf Twitter hat jedoch der ÖVP-Politiker Martin Engelberg einige seltsame Argumente vorgebracht. Er wo l- te an der Befreiungsfeier einerseits wegen der Pandemie nicht teilnehmen, andererseits aber auch, weil sie eine angemeldete Demo und somit „politisiert“ gewesen sei. Was so l ein Gedenken aber sein außer politisch? Natürlich durfte man dort Kritik an Türkis-Blau äußern; natürlich durfte man beklagen, dass sich die ÖVP zu sehr auf „importierten“ stat traditione l österreichischen Antisemitismus fokussiert. Eine Befreiungsfeier nur zu akzeptieren, wenn dort keine Kritik am eigenen Handeln geäußert wird, ist jedenfa ls die falsche Botschaft. D DEMONSTRATIONEN IN EUROPA BEFREIUNGSFEIER IN MAUTHAUSEN Drei Schlüssel zur Freiheit rei Tests pro Woche. Nein, nicht in Deutsch, Biologie oder Geschichte, sondern a le 48 Stunden ein verpflichtender Corona-Check für a le Schülerinnen und Schüler ist seit Montag die „neue Normalität“ in den Schulen. Wer das nicht wi l – in vielen Fä len sind es eher die Eltern –, wirft einen Generalschlüssel weg, der mehr als nur die Tür zum Unterricht mit einer wirklich anwesenden Lehrkraft öffnet. Denn die drei Testschlüssel sperren wichtige andere kindliche und jugendliche Lebenswelten auf, die pandemiebedingt lange zu waren. Für viele Schülerinnen und Schüler ist es jetzt daher eine Rückkehr in eine komplett fremde oder fremd gewordene Umgebung. Es gibt Klassen, die sich wegen Corona noch gar nicht richtig kennengelernt haben. Man kann die B edeutung der Schulöffnung für sie also leicht erahnen. Die Testarchitektur in Österreichs Schulen hingegen gilt mittlerweile auch im Ausland als Best-Practice-Mode l. Idealerweise wird die Lücke zwischen den derzeit verwendeten Antigentests und dem Optimum mittels PCR-Tests noch geschlossen und die Triple-Testung auch für Lehrkräfte verpflichtend. Aber Fakt ist: Die Schulen sind eine Art nationales Testzentrum – mit den Schülerinnen und Schülern als wichtigen innerfamiliären Multiplikatoren. Wäre der Rest der Bevölkerung im Corona-Jahr so diszipliniert gewesen wie sie, wäre bei der Pandemiebekämpfung einiges runder gelaufen. An der Lebenswelt der Wähler vorbei Die Regierungsparteien sollten in der Causa Kurz den Weg zu Neuwahlen scheuen D A KOPF DES TAGES Impre sum und O fenlegung: Herausgeber: Oscar Bronner; Geschäftsführung: Mag. Alexander Mi teräcker; Verlagsleitung: Martin Kneschaurek; Chefredaktion: Dipl.-Biol. Martin Kotynek, Ste lvertretung: Mag. Rainer S chü ler, Nana Siebert, Mag. Petra Stuiber; Eigentümerin (100%) / Medieninhaberin, Verlagsort, Redaktions- und Verwaltungsadresse: STANDARD Verlagsgese lschaft m.b.H., A-1030 Wien, Vordere Zo lamt straße 13; Herste ler, Herste lungs- und Erscheinungsort: Mediaprint Zeitungsdruckerei Ges.m.b.H. & Co. KG, 1232 Wien, Richard-Strau s-Straße 16; Telefon: 01 53170, Fax-DW: Redaktion: 131, Anzeigen: 485, Abo: 30; E-Mail-Adressen: vorname.zuname@derStandard.at, leserbriefe@derStandard.at, aboservice@derStandard.at, anzeige@derStandard.at; Internet: h tps: /abo.derStandard.at; Abo-Preise Inland (in Klammern für Studierende/Schüler) jährlich: € 551,– (342,–), monatlich: € 52,50 ( 3,–), für einzelne Wochentage – pro Tag und Jahr: € 16,– (76,–); Abo-Service: 0800 501 508; A le Rechte, auch die Übernahme von Beiträgen nach § 44 Abs 1 Urhebe rechtsgesetz: © STANDARD Verlagsgese lschaft m.b.H., Art-Copyright: VBK, Wien, DVR 554219; Reichweite: MA 2020: 7%, 526.000 Leser; ÖAK-geprüfte Auflage; O fenlegung gem. § 25 MedienG und ausführliches Impre sum siehe: h tps: /about.derStandard.at/impre sum Dem Ehrenkodex der öste reichischen Pre se verpflichtet. B Eigentor für Wrabetz vor der ORF-Generaldirektor-Wahl? Entscheidungs-Chaos „Diese Entscheidung erfolgte aus journalistischen Gründen, da im Programm des Bundestags ein Auftritt von Bundeskanzler Kurz angekündigt war“, verteidigte der für die TVthek zuständige Online-Chef Thomas Prantner die kostenlose Werbesendung der ÖVP. Heftige Kritik kam vom Bundesobmann der Freiheitlichen Jugend, Maximilian Krauss: „Während über Parteitage anderer Jugendorganisationen der ORF mit keinem Wort berichtet, bekommen die Türkisen eine Sonderbehandlung. Der ORF entwickelt sich zum reinen Türkis-Funk und lässt sich als Propagandainstrument für die Kurz-Truppe missbrauchen.“ Ein „alter Hase“ für die jungen Türkisen BURGENLAND Dienstag,18. Mai 2021 BURGENLAND Seite 24 ŝ Dienstag,18. Mai 2021 ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz zeigte sich nach Kri- Foto: Gundula Geiginger /Puls 24 Gundula Geiginger begrüßt Brandstätter und Rosam Emotionale Tage fürÖsterreich sie ein Erstarken der FPÖ mit dem „nicht salonfähigen“ Herbert Kickl fürchtet. Ob die Bürger mit ihrer „Lebenswelt“ unter den von Kickl heftig kritisierten „Corona-Maßnahmen“ zufrieden sind, ist für die Zeitung kein Wahlthema. Zu einem Thema, dass von den Aufdeckungen über den ÖVP-Machtrausch verdrängt wurde, nämlich die rasant an- Heftige Debatten um Kanzler Kurz und seine Partei. Und Mittwoch ist Tagder Öffnung. Themenschwerpunkte auf PULS. In letzter Zeit geht es rund in Österreichs Innenpolitik. Ermittlungen gegen Bundeskanzler Sebastian Kurz und andere ÖVP-Personen, die Aufregung um Finanzminister Gernot Blümel und eine Exekutionsandrohung (für alle gilt die Unschuldsvermutung). Türkis steht unter Druck. PULS 4 fragt daher heute Abend die Politikinsider: Wo steht die Republik? Deutsche Medien rücken Österreich in die Nähe einer Bananenrepublik, im Ibiza-Ausschuss wie im Parlament fliegen die Fetzen zwischen Opposition und der Kanzlerpartei. TV TIPP Was heißt das für die Demokratie und die politische Kultur im Land? Dazu befragt Gastgeberin Gundula Geiginger um 22.25 auf PULS 4 Neos-Mandatar Helmut Brandstätter und ÖVP-Spin- Doktor Wolfgang Rosam. Am Mittwoch, dem Tag der Öffnung, widmen sich PULS 4und PULS 24 ganz dem Thema „Österreich sperrt auf“. Café Puls-Spezial ab 5.30 Uhr. Mit namhaften Experten wie Simulationsforscher Niki Popper. Reporterinnen und Reporter berichten live von Schauplätzen wie etwa in der Gastronomie. Foto: SEPA.Media |Martin Juen Foto: Uta Rojsek-Wiedergut § „#stärkerdennje“präsentiert § Land Gestärkt aus der Krise: SPÖ-Infokampagne gestartet Unter dem Motto „Ärmel hoch und Blick nach vorn!“ steht die neue Kampagne der SPÖ Burgenland. Gemeinsam soll es gestärkt aus der Corona-Krise gehen. Auf einer eigenen Homepage werden Bürger ausführlich über das zuletzt beschlossene Kraftpaket und die darin enthaltenen Maßnahmen informiert. „#stärkerdennje“ steht im Fokus der neuen Kampagne und zieht sich durch alle Ka- Landeshauptmann Doskozil (re.) und Klubobmann Hergovich präsentierten die Kampagne. Persönliches Exemplar für AOM-Benutzer pafpoekirchner - (C) APA-DeFacto GmbH. A le Rechte vorbehalten. tik, die auch ORF-intern aufkam, zerknirscht. Über solche Übertragungen muss künftig der Chefredakteur von ORF 2 oder seine Vertretung entscheiden, beschied er der Öffentlichkeit. Spannend wird daher wohl die nächste Sitzung des ORF-Stiftungsrats am 10. Juni. Der dortige „SPÖ-Freundeskreis“ will nämlich eine „lückenlose Aufklärung“ von Wrabetz zu dem Vorfall verlangen. In den vergangenen Monaten ist es –wie berichtet – laufend zu Aufgriffen entlang der Grenzen gekommen. 2500 illegale Grenzübertritte habe es bereits seit Jänner gegeben, erklärt nun Tschürtz. Er rechnet damit, dass es heuer bis zu 6000 werden könnten. „Wir müssen die ,Magnet-Politik‘ im näle der SPÖ. „Wir wollen stärker denn je aus der aktuellen Krise kommen und Seit Jännergab es im Burgenland 2500 illegaleGrenzübertritte,das sind doppelt so viele wie 2020. Wir fordern daher einen sofortigen Aufnahmestopp vonAsylwerbern im Burgenland. FPÖ-Klubobmann Johann Tschürtz befürchtet einen Ansturm an Flüchtlingen im heurigen Jahr. Heuer deutlich mehr Aufgriffeanden Grenzen FPÖ will Aufnahmestopp für Asylwerber im Burgenland Weil die Zahl der Aufgriffe an den Grenzen im heurigen Jahr wieder stark steigen, pochen die Freiheitlichen jetzt auf Maßnahmen. „Wir sind von sicheren Drittstaaten umgeben, daher ist ein Aufnahmestopp realisierbar“, meint FPÖ-Klubobmann Johann Tschürtz. Zusammenhang mit dem Flüchtlingsstrom beenden. Die Balkanroute ist offen wie ein Scheunentor“, so der Freiheitliche. Er erneuert auch die Forderung nach DNA-Tests bei Asylwerbern. Hinsichtlich des Aufnahmestopps bringt die FPÖ nun auch einen Antrag im Landtag ein. Ch. Miehl Foto: ReinhardJudt plant für Zukunft werden deshalb weiter in die Stabilität des Burgenlandes investieren“, betont SPÖ- Klubchef Robert Hergovich. Seit gestern ist die Homepage „stärkerdennje.at“ online, auf der ausführlich über die insgesamt 56 Maßnahmen des geschnürten Kraftpakets informiert wird. Vorgestellt werden etwa Infrastrukturpläne, Investitionen im Gesundheitsbereich oder grüne Zukunftsprojekte. Die zuständigen Landesräte werden Projekte ihrer Ressorts persönlich vorstellen. Neben der ausgeprägten Online-Präsenz werden im ganzen Burgenland auch Plakate zu sehen sein. CL ANZEIGE steigende Zahl illegaler Zuwanderer, zitiert die „Kronen Zeitung“ Burgenlands FPÖ-Klubobmann Hans Tschürtz. Weil heuer bisher schon über 2.500 Asylwerber an der Ostgrenze aufgegriffen wurden, fordert Tschürtz einen Aufnahmestopp für Asylwerber im Burgenland. Foto: NFZ Die Freude bei Familie Nittnaus ist gro prämierung des burgenländischen O gleich zwei Produkte der Bio-Landwirt überzeugen: Der rote Traubensaft vond mit Gold prämiert. Und der Melissens bermedaille ausgezeichnet.Einfach kös Norbert Hofer 16. Mai 2021 Nein zur schwarz-grünen Belastungspolitik! Autofahrer, Pendler, Klein- und Mittelbetriebe dürfen nicht weiter für das Versagen der Bundesregierung zur Kasse gebeten werden. Persönliches Exemplar für AOM-Benutzer pafpoekirchner - (C) APA-DeFacto GmbH. A le Rechte vorbehalten. 1.137 Personen gefällt das. Schwarz-grün übt bereits für die Nach-Corona-Zeit: Bevormundungspolitik zum „Klimaschutz“.

Foto: FPÖ Bad Schallerbach Nr. 20 Donnerstag, 20. Mai 2021 g Musik liegt in der Luft Das Technische Museum spielt alle Stückln Ich gebe zu: das letzte Mal war ich im Technischen Museum mit meiner Schulklasse und unserer Musikprofessorin. Als ich jetzt, nach vielen Jahren, wieder das denkmalgeschützte Jugendstil-Haus betrat, war vieles anders. Man kann dem Museum nicht Modernität absprechen, aber mir fehlte zunächst eine Art Wegweiser. Den kann man auch nicht käuflich erwerben, aber das freundliche Personal springt ein und leitet den Unkundigen zum Ziel. Meines war die Musikinstrumenten-Abteilung. Hier werden einem zahlreiche Instrumente und hochspezialisierte Handwerker vorgestellt, die diese Instrumente erfunden und gebaut haben. Wer kennt schon das Innenleben einer Orgel, wer weiß um ihre Geschichte? Um bei diesem Beispiel zu bleiben: Hier ist auch eine Orgel aus der Wiener Hofmusikkapelle zu sehen, es ist die sogenannte Buckow-Orgel, leider findet man keinen Hinweis darauf, in welchem Jahr das Instrument von seinem historischen Standplatz ins Museum übersiedelt wurde. Von kleinsten Exemplaren dieser Königin der Instrumente übers Harmonium, die Hausorgel und das „Werkel“, also die Drehorgel, kann man hier alle denkbaren Beispiele im wahrsten Sinne des Wortes erleben, denn auch akustische Darbietungen sind zum Teil möglich. Da wird auch der Unterschied zwischen der Spielweise der Wiener und der Berliner „Werkelmänner“ erklärt. Mund- und Ziehharmonika Das Akkordeon in gar nicht denkbaren Größen und Mustern, die Mundharmonika, die Violine und ihre Herstellung, die Trompete, das Horn, die Flöte, die Klarinette, ja alle Orchesterinstrumente, die es gibt, sind in übersichtlicher Form präsent. Zahlreiche Formen selbstspielender Instrumente sind anzutreffen, ob mit Kurbel-, Pedal- oder elektrischem Antrieb. Auch Musikautomaten wie Spieluhren oder Flötenuhren sind zu bestaunen. Wie wird Musik erzeugt? Dem Klavier und seinen Verwandten, dem Clavicord oder dem Cembalo, ist besonders viel Raum gewidmet. Dieses Allround-Instrument gibt es in den abenteuerlichsten Gestalten, so steht hier etwa ein „Giraffen-Klavier“, dessen Korpus nicht wie beim üblichen Konzertflügel in derselben Ebene wie die Klaviatur gebaut ist, sondern, eben einem Giraffenhals ähnlich, in die Höhe steht. Eine ähnliche Bauweise weist das Pyramiden-Klavier auf, nur dass hier die Gestalt eher einer Pyramide ähnelt. Will man dem Thema näher „Blumen-Dank“ für Mütter in Bad Schallerbach Auch heuer organisierte die FPÖ Bad Schallerbach wieder eine Muttertagsaktion. Die Mütter durften sich über Blumen von Bürgermeisterkandidat Gregor Binder und Fraktionsobmann Lukas Paulusberger (Bild) freuen, gleichzeitig war diese Aktion eine Anlaufstelle für Bürgergespräche. „Das vergangene Jahr war für die Mütter eine große Herausforderung. Durch die Corona Maßnahmen wurde bei vielen aus der Doppelbelastung eine Mehrfachbelastung. ,Homeoffice‘ und ,Homeschooling‘ haben sich vielfach als sehr fordernd herausgestellt“, berichtete Gregor Binder von den Gesprächen. Foto: Herbert Pirker kommen, wird auch Aufschluss darüber gegeben, wie ein Ton überhaupt entsteht, wie er zum Ohr gelangt und was eigentlich Schall ist. Und es geht auch um elektronische Musikinstrumente. Die Synthesizer samt ihren Urgroßeltern aus verschiedenen Ländern und Fabrikationen, Computermusik und Software-Instrumente zeigen das enorme Tempo, in dem sich die Entwicklung der Instrumente bewegt. Ich finde, dass hier auch dem Unmusikalischesten eine Schau Kultur/Blitzlicht 15 geboten wird, die dessen Interesse wecken muss. Nietzsche hat so richtig gesagt: Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum. Man verlässt diese klangreiche Abteilung, wohl wissend, dass man im Haus in den anderen Abteilungen ganze Tage zubringen könnte. Einen Abstecher in eines der thematisch und persönlich interessantesten Stockwerke an der Mariahilfer Straße ist das endlich wieder begehbare Museum wohl wert. Herbert Pirker Anzeige ÖPC auf der Zielgeraden Richtung Olympia Nur noch „100 days to go“: Die Lotterien unterstützen das Paralympische Committee (ÖPC) bei den Vorbereitungen auf Olympia Am 16. Mai 2021 sind es noch genau 100 Tage bis zur Eröffnung der Paralympics, der Olympischen Spiele für Menschen mit Behinderung. 30 Athletinnen und Athleten werden von 24. August bis 5. September 2021 in Tokyo für Österreich um Medaillen kämpfen. Unter ihnen Routinier Andreas Onea. Für den erfolgreichen Schwimmer sind es bereits die vierten Spiele und er wird wieder alles geben, um seine Medaillensammlung zu erweitern. Mit Nico Langmann hat Österreich einen Rollstuhltennisspieler mit jeder Menge Kampfgeist am Start. Nach neun Turniersiegen bei der ITF Wheelchair Tennis Tour kämpft er bei seinen zweiten Spielen um seine erste Olympiamedaille. Insgesamt 4.400 Athleten aus 170 Nationen treten beim weltweit drittgrößten Sportereignis in 22 Sportarten an. Die Österreichischen Lotterien sind seit 2004 Partner des Österreichischen Paralympischen Committee und wünschen dem gesamten Team erfolgreiche Spiele. Neues Mega Brieflos „Panther“ Mit 500.000 Euro als Hauptgewinn und 2. Gewinnstufe „BONUSRAD“ Viele kennen ihn als Baghira im Dschungelbuch und natürlich – in der Zeichentrick-Version – als Rosaroten Panther. Genau genommen gibt es ihn aber gar nicht, handelt es sich beim Panther doch um einen Leoparden oder Jaguar, aber eben mit schwarzer Färbung. So kompliziert es mit der Herkunft dieser schönen Raubkatze auch ist, beim neuen Mega Brieflos „Panther“ ist alles ganz einfach: Das Los bietet die Chance auf 500.000 Euro Hauptgewinn und zahlreiche weitere Gewinne von 3 bis 1.000 Euro bei einem Lospreis von 3 Euro. Steht auf dem Gewinnabschnitt „BONUSRAD“, hat man außerdem in jeder Annahmestelle in ganz Österreich die Chance auf einen Sofortgewinn. Das Los wird direkt in der Annahmestelle gescannt, das Bonusrad am Kundenbildschirm beginnt sich zu drehen und ermittelt Sofortgewinne von bis zu 100 Euro. Fotos: OEPC Baldauf/GEPA

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