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Sanktionen treffen uns, nicht Moskau!

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Viel zu wenig Erdgas in den Speichern – Österreichern droht ein kalter Winter

8 Außenpolitik Neue

8 Außenpolitik Neue Freie Zeitung Foto: NFZ Harald Vilimsky Schluss mit Kindergeld ins Ausland! Historisches Ergebnis für Le Pen bei Parlamentswahl FÜR ÖSTERREICH IM EU-PARLAMENT Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat die Indexierung von Familienleistungen für unzulässig erklärt. Österreich hat Leistungen wie die Familienbeihilfe an die Kaufkraft des jeweiligen Landes angepasst ausbezahlt. Damit seien Arbeitnehmer aus anderen Staaten benachteiligt worden, wenn sie in Österreich arbeiten. Jemand, der Steuern und Sozialabgaben bezahlt, müsse die gleichen Rechte haben wie die in Österreich wohnhaften Arbeitnehmer. Beide Argumente sind falsch. Fakt ist, dass die Foto: facebook.com/MarineLePen Familienbeihilfe keine Erwerbstätigkeit verlangt. Sie wird daher auch an Personen bezahlt, die weder Steuern, noch Sozialversicherungsbeiträge bezahlen. Somit werden Arbeitnehmer nicht benachteiligt. Außerdem regelt die sogenannte EU-Verordnung 883/2004 – Verordnung zur Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit – wie der Name schon sagt Sozialversicherungsleistungen. Familienleistungen sind das aber nicht. Das EU-Recht ist sogar diskriminierend, da es auf der einen Seite Eltern gibt, die eine Leistung erhalten, auch wenn sie nicht arbeiten, während andere Eltern die gleiche Leistung erst aufgrund einer Erwerbstätigkeit erhalten. Würde der EuGH mit diese Frage aufgreifen, kann er nur zu solch einem Urteil kommen. Die Nationalstaaten sollen daher selbst entscheiden, ob sie Kindergeld ins Ausland bezahlen wollen – oder nicht. Die EU soll sich da zurücknehmen. Der zweite Wahldurchgang zur französischen Parlamentswahl konnte der „Rassemblement National“ (RN) unter Marine Le Pen einen deutlichen Wahlsieg verzeichnen. Der RN hat 89 der 577 Parlamentssitze erobert – das beste Ergebnis in der Geschichte und ist damit drittstärkste Kraft im neugewählten Parlament. „Ensemble!“, die Partei von Frankreichs Präsident Macron, stürzte von 350 auf 245 Mandate ab und verlor die absolute Mehrheit im Parlament. Zweitstärkste Fraktion ist das neue Linksbündnis „NUPES“ des Linkspopulisten Jean-Luc Melenchon. Für Vilimsky signalisiert das Wahlergebnis eine Zäsur in der französischen Innen- wie Europapolitik: „Die eurozentristische Eliten-Politik von Präsident Macron ist gescheitert. Für ihn heißt es jetzt: Rien ne va plus – nichts geht mehr.“ Ein Bündnis mit „NUPES“ dürfte für Macron nicht in Frage kommen, steht doch dieses mit seinen Forderungen wie der Absenkung des Pensionsalters von 62 auf 60 Jahre, dem Einfrieren der Preise oder seiner unternehmerfeindlichen Politik völlig konträr zu Macrons Wahlversprechen. Zudem ist das Linksbündnis Melenchons zu wenig gefestigt und könnte jederzeit platzen, wie es gerade in Israel passiert ist. Dort ist eine aus politischer Not geborene Koalition aus Linksparteien gerade krachend gescheitert. Gratulation zu 89 Mandaten. Foto: EZB Zinserhöhung: Die Wahl zwischen Pes Bei einer echten Inflationsbekämpfung droht über Nach elf Jahren der Nullzinspolitik, des eifrigen Gelddruckens und des Staa Europäischen Zentralbank auf 8.810 Milliarden Euro aufgebläht, denen kein Die Europäische Notenbank hat den Zinssatz auf null Prozent „erhöht“. Zu wenig zur Bekämpfung der galoppierenden Inflation. Aber viel mehr kann sie sich nicht leisten. Denn mit der Nullzinspolitik hat sie Verschuldung der Euro-Südländer derart gefördert, dass diese – und damit der Euro – eine echte Zinserhöhung nicht überleben würden. In der Europäischen Zentralbank ist scheinbar Panik ausgebrochen: Gerade eine Woche hielt ihr Inflationsbekämpfungsbeschluss. In einer Paniksitzung am Mittwoch vergangener Woche folgte die Abkehr vom Fortschritt: Wieder mehr Schwung für die Inflation, heißt die neue alte Devise. Zunächst „erhöhte“ die EZB erstmals nach elf Jahren den Zinssatz auf null Prozent. Am Mittwoch darauf verkündete die EZB, nicht mehr wahllos Staatsanleihen aufkaufen zu wollen, sondern „bevorzugt“ jene der hochverschuldeten Südländer, also die Griechenlands, Italiens und Spaniens. Der geförderte Kaufkraftverlust Nur hat sich infolge des fleißigen Gelddruckens die Bilanz der EZB auf gigantische 8,81 Billionen Euro aufgebläht, was rund 84 Prozent der Wirtschaftsleistung (BIP) der Eurozone entspricht. Die Bilanzsumme der Schweizer Nationalbank hat sich seit 2019 gerade einmal um moderate 20 Prozent vergrößert. In der Eurozone sind also gigantische Geldmengen aus dem Nichts geschaffen worden, die den Zuwachs der Güter und Dienstleistungen bei weitem übertreffen. Es wurde eine Vermögenspreisblase geschaffen, die Werte von Aktien, Kunstwerke oder Immobilien sind weiter angeschwollen. Dies spiegelt aber lediglich den Kauf- Für die Pläne von Kommissionspräside Lagarde ungerührt alle Gesetzesvorga

Nr. 25 Donnerstag, 23. Juni 2022 g EZB hat die t und Cholera die Pleite der Schuldenländer das Ende des Euro tsanleihenkaufs für die Schuldenstaaten hat sich die Bilanzsumme der e reale Wertschöpfung gegenübersteht. kraftverlust des Euro wider. Seit Einführung des Euro 2001 hat die EU-Währung laut dem deutschen Statistischen Bundesamt mehr als 35 Prozent an Kaufkraft verloren. Nimmt man aber den Goldpreis her, sind es gar mehr als 90 Prozent Kaufkraftverlust. Das Erbe der Nullzinspolitik Wie immer hat die EZB zu spät und zu zaghaft reagiert. Die Fed, die Zentralbank der USA, beschloss eine Erhöhung um 0,75 Prozentpunkte auf die neue Spanne von 1,5 bis 1,75 Prozent. Aber ntin von der Leyen warf EZB-Chefin ben für die Notenbank über Bord. Foto: EU die EZB kann die Zinsen gar nicht markant erhöhen, da sonst die Südstaaten Europas der Reihe nach umkippen würden. Griechenland, dessen Schuldenlast das Doppelte seiner Wirtschaftsleistung ausmacht, könnte diese Schuldenlast mit höheren Zinsen nicht finanzieren. Detto Italien, das bereits zu 150 Prozent seiner Wirtschaftsleistung verschuldet ist. Und die beiden zahlen derzeit schon einen höheren Zinssatz zwischen 4,0 und 4,6 Prozent für zehnjährige Staatsanleihen, während der Österreichs derzeit bei rund 1,5 Prozent liegt. Mit einer Zinserhöhung würden auch bestehende Staatspapiere entsprechend entwertet: Aber das würde die Käufer der Staatsanleihen, die Banken der betroffenen Länder, in Schwierigkeiten bringen. Der „Wert“ ihrer Staatsanleihen sinkt, das bedeutet rote Zahlen in den Bilanzen und sinkende Aktienkurse. Damit stünde eine erneute Bankenrettung zu Lasten von Wirtschaft und Verbrauchern ins Haus. Die EZB steckt also in der Zwickmühle zwischen der Bekämpfung der Inflation sowie der Rettung der Südländer und damit der des Euro. Alles zusammen geht nicht. Es bahnt sich schon die nächste große Krise an. KURZ UND BÜNDIG Blinder Aktionismus Außenpolitik 9 Die Empfehlung der EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, die Ukraine zum Beitrittskandidaten für die Europäische Union zu erklären, sei an Absurdität kaum zu überbieten, kritisierte FPÖ-Europasprecherin Petra Steger: „Das ist blinder Aktionismus. Die Ukraine erfüllt in keiner Weise die Aufnahmekriterien und befindet sich in einem nach wie vor andauernden Krieg mit Russland, der das gesamte Staatsgebilde sowie dessen Infrastruktur gefährdet.“ Dazu komme die schwache Wirtschaft, die grassierende Korruption und die mangelhafte Rechtsstaatlichkeit. Die Ukraine sei vom Beitrittskandidatenstatus meilenweit entfernt. Merkels Verfassungsbruch Foto: NFZ Das deutsche Bundesverfassungsgericht hat festgestellt, dass Ex-Bundeskanzlerin Angela Merkel mit ihrer Forderung nach einer Wiederholung der Ministerpräsidentenwahl in Thüringen 2020 Verfassungsrecht gebrochen hat. Merkel hätte die Wahl des FPD-Landeschefs (mit den Stimmen von CDU, FDP und AfD) nicht „rückgängig“ machen dürfen. Das geschah am 5. Februar 2020, das Urteil erfolgte zwei Jahre später, weil ein Eilantrag der AfD ad acta gelegt wurde. Erst im Juli 2021 wurde verhandelt – wenige Tage nach einem „Orientierungsgespräch“ der Verfassungsrichter bei Angela Merkel. Der teure Weg, das Ölembargo zu umgehen Mit dem sechsten Sanktionspaket gegen Russland von Anfang Juni hat die EU den russischen Öllieferungen auf dem Seeweg eine Absage erteilt. Das heißt aber keineswegs, dass russisches Öl oder Ölprodukte per Tankschiffen nicht nach Europa kommen. Denn Indien springt in die Bresche. Das Land hat seit dem Kriegsausbruch nach Reuters-Angaben rund 62,5 Millionen Barrel russisches Öl gekauft – dreimal so viel wie im gleichen Zeitraum im Jahre 2021. Private indische Ölraffinerien beliefern einer weiteren Recherche des „Wall Street Journal“ den Weltmarkt mit Benzin und Diesel, gewonnen aus russischem Rohöl. Insgesamt sind die indischen Kraftstoffexporte in den vergangenen fünf Monaten um mehr als 15 Prozent gestiegen. Die täglichen Lieferungen in die Europäische Union sollen sich im Quartalsvergleich um ein Drittel erhöht haben – und jene in die USA um 43 Prozent. Indien entwickelt sich damit zum Raffineriezentrum für Europa, und Europa heizt damit die Inflation für die eigenen Bürger an, weil Importe mit Tankschiffen viel teurer sind als jene per Pipeline, wie sie derzeit Ungarn noch nutzen darf und billigen Treibstoff anbieten kann. Aktuell soll Indien nach Angaben des Analyseunternehmens Kpler täglich rund 600.000 Barrel aus Russland importieren gegenüber nur 90.000 Barrel im Vorjahr – mit steigender Tendenz. Foto: JERP Indien macht gute Geschäfte. Foto: EU

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