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Sanktionen treffen uns, nicht Moskau!

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Viel zu wenig Erdgas in den Speichern – Österreichern droht ein kalter Winter

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4 Innenpolitik Neue Freie Zeitung Ignoranz aus der Corona-Krise wurde nahtlos zur Teuerung übernommen Der freiheitliche Generalsekretär Michael Schnedlitz übt im NFZ-Interview scharfe Kritik an der skandalgeschüttelteten ÖVP, deren grünen Steigbügelhaltern, dem schweigsamen Bundespräsidenten und der Heuchelei der SPÖ zur Teuerungswelle: „Die Ignoranz aller Parteien – mit Ausnahme der FPÖ – aus der Corona-Krise wurde nahtlos zur Inflations- und Wirtschaftskrise übernommen.“ Herr Generalsekretär, war die letzte Plenarwoche mit der Kaperung einer Nationalratssitzung für eine Privatveranstaltung des ÖVP-Nationalratspräsidenten Sobotka und der Weigerung des ÖVP-Kanzlers, eine Dringliche Anfrage persönlich zu beantworten, symbolhaft für das ÖVP-Machtverständnis – und der Ohnmacht des Koalitionspartners, der Grünen? Schnedlitz: Die letzte Plenarwoche zeigte einmal mehr das Sittenbild der ÖVP, eine Skandalsuppe, bestehend aus Bereicherung und Machtgier. Auf der einen Seite können wir einen Nationalratspräsidenten Sobotka finden, der sich für seinen persönlichen Selbstdarstellungszwang das Parlament unter den Nagel reißt, seinem ukrainischen Kollegen eine Bühne zu bieten – nebenbei mit übelster Propaganda behaftet und nicht um einen Frieden bemüht. Auf der anderen Seite blieb ÖVP-Kanzler Nehammer der an ihn gerichteten Dringlichen Anfrage fern, weil ihm das Thema rund um die Bereicherungsskandale in der ÖVP wohl zu peinlich war. Dass er dann seine nicht vorbereitete ÖVP-Staatssekretärin Plakolm zur politischen „Schlachtbank“ führt, zeigt auch, was man menschlich von ihm halten kann und muss. Plakolm wurde zurecht ausgebuht. Einen, wie von vielen Schwarzen vorgebrachten, „Welpenschutz“ kann es bei diesem Amt und diesem Salär nicht geben. Im grünen Koalitionspartner beginnt es zwar zu gären, aber einen richtigen offenen Widerstand gegen die ÖVP gibt es nicht. Zu sehr hängt man am Futtertrog und an der linkssozialistischen Ministerin Gewessler, die unverdrossen ihr bürgerfeindliches Programm durchziehen will. 80 Prozent der Österreicher und selbst 67 Prozent der ÖVP-Wähler klagen laut einer jüngsten Umfrage an, dass es ein Korruptionsproblem in der heimischen Politik gibt. Wäre es nicht höchste Zeit, dass sich der Bundespräsident dazu einmal zu Wort melden sollte? Schnedlitz: Welcher Bundespräsident? Scherz beiseite, Van der Bellen wird sich hüten, derzeit offen aufzutreten, viel zu schlecht war sein Auftritt in der „ZIB2“ bei „Die letzte Plenarwoche zeigte einmal mehr das Sittenbild der ÖVP, eine Skandalsuppe bestehend aus Bereicherung und Machtgier.“ Martin Thür. Aber auch in der Vergangenheit hat er eher der Regierung die Stange gehalten als unserer Verfassung. Er wechselt nur dann kurz in ein Wachkoma, wenn es darum geht, den Freiheitlichen irgendetwas Verwirrtes auszurichten. Umso wichtiger wird unser Kandidat oder unsere Kandidatin für das Präsidentenamt sein, um wieder Klarheit und Verfassungstreue in das Amt zu bringen. Das brennendste Thema ist nach wie vor die Teuerungswelle. Jetzt nimmt auch die Kritik von Wirtschaft und Gewerkschaft am Versagen der schwarz-grünen Koalition zu. Aber die Opposition im Parlament findet anscheinend keinen Weg zu einem gemeinsamen Vorgehen. Weshalb? Schnedlitz: Die drei Oppositionsparteien haben oberflächlich eine große Schnittmenge in den Lösungsvorschlägen. Wir Freiheitlichen sind aber die einzig Glaubwürdigen in der Frage der Bekämpfung der Teuerung. Wenn man nämlich beobachtet, wie sich die Miet- und Energiepreise im direkten Einfluss etwa des roten Wien entwickeln, dann bemerkt man erst, wie heuchlerisch es ist, wenn die SPÖ über die Teuerung schimpft, die sie aber selbst mit verursacht. Die Ignoranz aller Parteien mit Ausnahme der FPÖ aus der Corona-Krise wurde nahtlos in die Inflations- und Wirtschaftskrise übernommen. Sie sind mit Parteichef Herbert Kickl derzeit unterwegs auf „Österreich Tour“. Welche Erfahrungen haben sie bisher aus den Veranstaltungen gewonnen? Schnedlitz: Mit Herbert Kickl auf Tour durch unsere schöne Heimat zu gehen, ist schon etwas Besonderes. Hier merkt und spürt man die Kraft, die in ihm und in unserer Partei innewohnt. Überall, wo wir hinkommen, erfahren wir eine übergroße Freundschaft und Begeisterung. Es sind aber nicht nur Freiheitlichen, die kommen, sondern viele Menschen, die noch nie etwas mit unserer Partei oder mit unseren Funktionären direkt etwas zu tun hatten. Diese Regierung hat durch ihre drakonischen Maßnahmen in der Pandemie und mit ihrem derzeitigen Versagen die politische Landschaft verändert. Wir stehen so nah am Bürger wie noch nie. Ich erinnere an die Corona-Maßnahmen-Kundgebungen mit mehr als 100.000 Teilnehmern, das hat es Foto: NFZ nicht einmal unter Jörg Haider gegeben. Foto: Parlamentsdirektion / Michael Buchner Thema der Woche Der Stuhl des Kanzlers blieb bei der D ÖVP-Kanzl Bereits zum zweiten Mal Am Dienstag provozierte ÖVP-Nationalratspräsident Sobotka mit einer „Privatveranstaltung“ vor Sitzungsbeginn, am Mittwoch legte ÖVP-Kanzler Karl Nehammer nach: Er erschien nicht im Parlament zur Beantwortung einer Dringlichen Anfrage der Freiheitlichen. Er schickte seine Staatsekretärin zur Belehrung der Abgeordneten vor. In 33 Fragen wollten die Freiheitlichen den Wissensstand vom Bundeskanzler über die „aktuellen ÖVP-Finanzskandale“ erfragen. Insbesondere zur vom Rechnungshof beanstandeten Wahlkampfabrechnung 2019, für die der nunmehrige Bundeskanzler Karl Nehammer als damaliger ÖVP-Generalsekretär und Wahlkampfleiter verantwortlich zeichnete. Wie dünnhäutig Nehammer infolge des Skandalreigens in seiner Partei geworden ist, demonstrierte er durch seine provokante Abwesenheit: Er schickte zur Beantwortung der lästigen Fragen seine Jugend-Staatssekretärin Claudia Plakolm vor. Das erregte nicht nur den Unmut der Freiheitlichen und der anderen Oppositionsparteien,

Nr. 25 Donnerstag, 23. Juni 2022 g Innenpolitik 5 ringlichen Anfrage der Freiheitlichen leer. Nehammer verweigerte jede Antwort zu den Korruptionsvorwürfen an seine Partei. Nehammer brüskiert Parlament Der Bundeskanzler stoße mit seiner Abwesenheit das Parlament vor den Kopf, kritisierte der FPÖ-Abgeordnete Christian Hafenecker, der die Anfrage begründete. Seit der Angelobung der Bundesregierung gebe es laufend Skandale, Personalrochaden und interne Streitereien, während die Bevölkerung in der galoppierenden Teuerungswelle im Stich gelassen werde. Hafenecker resümierte das ÖVP-Sündenregister, beginnend mit Inseratenkorruption, Steuerhinterziehung, brutalsten Postenschacher bis hin zum Lukrieren von Steuergeldern durch dubiose Umgehungskonstruktionen, geschehen in der Corona-Krise. Gerade in den aktuellen Krisenzeiten bräuchte Österreich eine handlungsfähige Bundesregierung. Aber die fortwährenden Versuche des Bundeskanzlers, sich „an aner schweigt zu Korruptionsvorwürfen verweigert Karl Nehammer die Beantwortung von Fragen der Freiheitlichen im Nationalrat sondern sogar die Fraktion des Koalitionspartners. Die Klubchefin der Grünen warf dem Kanzler und der auf eine Vielzahl der Fragen die Antwort verweigernden Staatssekretärin vor, einmal mehr „mangelnden Respekt vor dem Parlament“ an den Tag zu legen. deren abzuputzen“, erzeugten eine schlechte Optik, die jetzt darin gipfelt, dass er sich den an ihn gestellten Fragen entzieht. „Der Held von Kiew und Moskau kneift. Er ist mittlerweile das zweite Mal bei einer Dringlichen Anfrage der FPÖ zu feig, sich der Wahrheit und der Auseinandersetzung zu stellen“, kritisierte auch Klubobmann Herbert Kickl die Abwesenheit Nehammers. Auch die Antwortverweigerung und die Belehrungen durch Plakolm stießen Kickl sauer auf: „Seitens der ÖVP hat man vielmehr gesagt, zu welchen Fragen man sich erdreiste und dass man sie mit der Kontrolltätigkeit belästige.“ ÖVP im Korruptionssumpf Deshalb sei der Satz von Kanzler Nehammer, dass die ÖVP kein Korruptionsproblem habe, falsch, erwiderte der FPÖ-Klubobmann: „Die ÖVP ist ein Korruptionsproblem! Abertausende Mitglieder und Funktionäre genieren sich mittlerweile für diese Spitzenfunktionäre, die die Inkarnation von Machtmissbrauch und Selbstbedienungsmentalität sind!“ Hafenecker zog eine Parallele zu Italien, dessen politisches System Hafenecker: Die ÖVP droht im Sumpf von Korruption zu versinken. Foto: Parlamentsdirektion / Johannes Zinner in den 1990er Jahren im Gefolge einer Korruptionswelle implodierte: „Dort gab es mit ihrer Schwesterpartei ,Democrazia Cristiana´ eine Partei, die im Sumpf von Korruption versunken ist und daher heute nicht mehr existiert. Die ÖVP bewegt sich auf ein ähnliches Schicksal zu.“ Aber nicht nur diese ÖVP erleide mit jedem Tag mehr Schaden, kritisierte FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz, sondern mit ihr leider auch das Land und dessen Bevölkerung. Diese werde nach den unsinnigen Corona-Maßnahmen jetzt in der Teuerungswelle im Stich gelassen, die sich bereits in den Mittelstand hineingefressen habe und den Wohlstand des Land bereits massiv gefährde. Weil auch der Koalitionspartner, die Grünen, den im Wahlkampf versprochenen „Anstand“ in der Regierungsarbeit längst vermissen ließen, sei es Zeit für einen Neuanfang über Neuwahlen: „Aus diesen und vielen anderen Gründen bringen wir Freiheitlichen einen Misstrauensantrag gegen ÖVP-Kanzler Nehammer ein.“ Der Antrag wurde von der Mandatsmehrheit der Koalitionsparteien zurückgewiesen.

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