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Sanktionen treffen uns, nicht Moskau!

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Viel zu wenig Erdgas in den Speichern – Österreichern droht ein kalter Winter

2 Innenpolitik Neue

2 Innenpolitik Neue Freie Zeitung Foto: NFZ Andreas Ruttinger andreas.ruttinger@fpoe.at AUS DER REDAKTION „Das Beste aus beiden Welten“ beschert uns Schwarz-Grün, hieß es zu Beginn. Leider hat keiner nachgefragt, welche zwei Welten damit gemeint waren. Jetzt kennen wir die beiden Weltbilder: die Korruption bei der ÖVP und die Klimaneurose der Grünen. Parallelwelt Der Kanzler meidet deshalb das Parlament, wo er nur kann. Nach dem Schwänzen einer Anfragebeantwortung beehrt er auch den Beschluss des schwarz-grünen „Entlastung-bitte-warten-Pakets“ mit seiner Abwesenheit. Karl, der Friedensstifter, wird in Brüssel benötigt. Wozu, weiß zwar niemand, aber das Kanzleramt hat es nun einmal verlautbart. In der Zwischenzeit mühen sich die Energieministerin und der Wirtschaftsminister ganz altbacken mit ihrem Notfallplan zur Energiewirtschaft ab. Sie, Grünen-Ministerin Gewessler, erteilt Spartipps fürs Kochen. Er, ÖVP- Mann Kocher, fürs Autofahren. Zusammen teilen sie immerhin die Hoffnung, dass Russland den Gashahn doch nicht zu Gänze abdreht, denn sonst steht ein grantiger Wiener Bürgermeister vor der Tür, weil seine Wiener frieren. Zwei Drittel wegen des Gasmangels und der Rest wegen der unleistbar teuren Fernwärme. In der Welt des ÖVP-Innenministers Karner zählt derzeit nur mehr die Zahl der gefassten Schlepper. Das ist eine dreistellige Zahl pro Jahr, die wirkt nicht so bedrohend wie die der Asylwerber. Die ist zwar derzeit auch dreistellig, aber das pro Tag. Also kein Grund für den Bundespräsidenten ein nächstes „Wir sind nicht so!“ anzustimmen. Er hat sich blendend arrangiert mit dieser besten aller Parallelwelten. Schwarz-Grün treibt Österrei Österreich droht im Winter ein Energiedebakel, das von der Koalition mit Die Gasspeicher sind nur halb so voll wie sonst, und Russland hat seine Lieferungen halbiert. Österreich droht ein Energiedebakel im Winter, weshalb jetzt sogar ein Kohlekraftwerk reaktiviert wird. „ÖVP und Grüne treiben mit ihrer unverantwortlichen ‚Sanktionitis‘ die Österreicher in die Armut“, kritisiert FPÖ-Chef Herbert Kickl. Der Gasfluss nach Österreich stockt. Wegen angeblicher Reparaturarbeiten an Gas-Kompressoren kann, so Gazprom, nur die Hälfte der vertraglich zugesicherten Menge geliefert werden. Daher sind Österreichs Gasspeicher auch nur zu knapp 40 Prozent gefüllt, anstelle der um diese Jahreszeit üblichen 80 Prozent. In einer Krisensitzung hat die Bundesregierung beschlossen, das 2019 geschlossene steirische Kohlekraftwerk Mellach zu reaktivieren, das sein mit Gas betriebenes Nachfolgekraftwerk entlasten soll. Nur kann dieses laut Verbund wegen der Vorarbeiten und Personalmangels frühestens im Winter starten. Und auch das nur, wenn bis dahin auch genug Kohle gekauft und geliefert werden konnte. Denn für Kohle gilt seit „Green Deal“ und Corona-Maßnahmen das gleiche wie für Gas und Öl: Es wurde weniger abgebaut, es fehlt an Transportkapazitäten, und der Preis hat sich verdreifacht. SPITZE FEDER Folgen der Sanktionspolitik „ÖVP und Grüne führen gemeinsam mit SPÖ und Neos unsere Bevölkerung und unsere Wirtschaft sehenden Auges in die Katastrophe – und das alles nur, um sich innerhalb der EU die Schulterklopfer abzuholen“, kritisierte FPÖ-Bundesparteiobmann Herbert Kickl die Gefügigkeit der Koalition zu den von Brüssel angeordneten Sanktionen gegen Russland. Mit dieser Politik treibe die Koalition Österreich nicht nur immer weiter in die Teuerungswelle hinein, sondern habe damit auch die Versorgungssicherheit geopfert, betonte Kickl: „Ich fordere die Bundesregierung auf, sich der Öffentlichkeit zu erklären: Wo stehen wir wirklich, was sind die jeweiligen Szenarien für die kommenden Monate, und welche Pläne liegen für die einzelnen Fälle bereit? Das ist ja wohl das Mindeste, was sich die Österreicher von der Regierung erwarten können.“ Regieren ohne Widerspruch. Sanktionen: Ein Schuss ins Knie Die Sanktionen würden ihre volle Wirkung entfalten, kritisierte Kickl, aber leider in die falsche Richtung: Nicht Russland, sondern Österreich leide darunter. Russland habe bereits andere Abnehmer für sein Gas und Öl gefunden. So verdienen sich jetzt indische Raffinerien eine goldene Nase damit, dass sie verbilligt eingekauftes russisches Erdöl raffinieren und die Produkte, Benzin und Die- Foto: NFZ „ÖVP und Grüne führen gemeinsam den Auges in die Katastrophe“, kritis sel, teuer nach Europa verkaufen. Aber auch Russland selbst rechne wegen des gestiegenen Rohölpreises heuer mit Mehreinnahmen in Höhe von 14 Milliarden Euro. Russland schwimmt in Geld, den Österreichern fehlt es wegen der durch Corona-Maßnahmen und den Sanktionen verursachten Teuerungswelle an allen Ecken und Enden. „Und wenn die grüne Ministerin mit der Reaktivierung eines Kohlekraftwerks die Energieversorgung in Österreich ‚retten‘ will, dann wissen wir, dass unser Land IMPRESSUM Offenlegung gemäß § 25 Mediengesetz Medieninhaber (Verleger) und Herausgeber: Freiheitlicher Parlamentsklub, Dr. Karl Renner-Ring 3, 1017 Wien Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ) – Die Freiheitlichen, Friedrich-Schmidt-Platz 4/3a, 1080 Wien; Geschäftsführung: Ing. Mag. Joachim Stampfer Geschäftsführung, Redaktion, Verwaltung: Friedrich-Schmidt-Platz 4/3a, 1080 Wien Tel.: 01 512 35 35 0, Fax: 01 512 35 35 9 E-Mail Redaktion: redaktion.nfz@fpoe.at E-Mail Verwaltung: andreas.schoen@fpoe.at Abo-Anfrage: 01 512 35 35 29 Druck: Mediaprint Zeitungsdruckereigesellschaft m. b. H. & Co. Kommanditgesellschaft, Wien Die NFZ erscheint wöchentlich. 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Nr. 25 Donnerstag, 23. Juni 2022 g cher in die Armut den EU-Sanktionen herbeigeführt wurde KURZ UND BÜNDIG Foto: NFZ Falsche Maßnahmen Innenpolitik 3 „Die hauptsächlich auf Einmalzahlungen beruhenden Maßnahmen der Regierung bekämpfen nicht die Ursachen der Inflation“, konterte FPÖ-Finanz- und Budgetsprecher Hubert Fuchs (Bild) auf entsprechende Aussagen von ÖVP-Finanzminister Magnus Brunner. Weder werde die inflationstreibende falsche Politik – Corona und Russland-Sanktionen – abgeändert, noch seien die Einmalzahlungen in der Lage, die Preise zu begrenzen, wie es die Senkungen oder Streichungen bei Mehrwertsteuer oder Mineralölsteuer könnten. mit SPÖ und Neos unsere Bevölkerung und unsere Wirtschaft seheniert FPÖ-Chef Herbert Kickl angesichts der drohenden Energiekrise. Ungeahndeter Gesetzesbruch Ein freiheitlicher Antrag für eine Ministeranklage gegen Leonore Gewessler aufgrund der von ihr verordneten Straßenbaublockade wurde im Verkehrsausschuss von den Regierungsparteien abgelehnt, berichtete FPÖ-Verkehrssprecher Christian Hafenecker (Bild): „Obwohl die Straßenbauprojekte per Nationalratsbeschluss in das Bundesstraßengesetz aufgenommen worden und daher von der Ministerin auch umzusetzen sind.“ Abgelehnt wurde auch der FPÖ-Antrag auf ersatzlose Streichung der CO2-Steuer. Foto: NFZ am Abgrund steht. Was kommt als nächstes? Reaktivieren wir Zwentendorf? Werden ÖVP und Grüne den erlaubten Gasverbrauch pro Bürger gesetzlich limitieren?“, fragte Kickl in Richtung Energieministerin Eleonore Gewessler, die vor lauter Klimaschutz-Begeisterung noch immer keinen Notfallplan für die Energiekrise vorlegen konnte. CO2-Steuer auf Kohlestrom? „Wie intelligenzbefreit die geplante Reaktivierung des Kraftwerks im südsteirischen Mellach ist, zeigt auch die Tatsache, dass mit Kohle produzierter Strom einen doppelt so großen CO2-Ausstoß hat als mit Erdgas produzierter. Kommt ab Oktober dann noch die CO2-Bepreisung dazu, dann wäre dieser Strom aus Kohle für die Endverbraucher besonders teuer“, warnte der FPÖ-Obmann. Nehammer und Co. sollen sich endlich auf Österreich konzentrieren, forderte Kickl. Es könne doch wohl nicht sein, dass ÖVP und Grüne die Preistreiberei mit falscher und neutralitätswidriger Politik noch weiter begünstigen. Foto: Parlamentsdirektion/Simonis Pflegegeld-Asylanten Die Zahl der „Pflegegeld-Asylanten“, und damit die Ausgaben für sie, steigen weiter, brachte FPÖ-Seniorensprecherin Rosa Ecker (Bild) über eine Anfrage an den Sozialminister in Erfahrung. Mit Stand Dezember 2021 gab es 1.974 Personen, die das Bundespflegegeld erhielten. Seit 2015 wurden laut Anfragebeantwortung 167 Millionen Euro explizit für die „Pflegegeld-Asylanten“ und andere Fremde bezahlt. 2015 waren es erst knapp 15 Millionen Euro. Außerdem bezahle Österreich an weitere 3.457 Personen ein Pflegegeld, etwa aufgrund EU-rechtlicher Verpflichtungen. SPRUCH DER WOCHE „Deckel auf den Topf beim Kochen, beim Autofahren das Tempo reduzieren, Waschmaschine anfüllen und ab Herbst die Heiztemperatur um einen oder zwei Grad runter.“ Foto: BMF/Wenzel Eleonore Gewessler 21. Juni 2022 Die Klimaschutzministerin präsentiert ihre Version des „Notfallplans“ zur Energieversorgung. ZAHLEN DER WOCHE In Österreich macht ein Kohlekraftwerk „Klimaprobleme“. China, Indien & Co bauen noch hunderte bis 2040. Grafik: AG Energie und Umwelt

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