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ÖVP voll im Visier des U-Ausschusses

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Massive Kritik an schwarzer SOKO Tape und an Befangenheit von Sobotka & Co.

2 Innenpolitik Neue

2 Innenpolitik Neue Freie Zeitung Foto: NFZ Andreas Ruttinger andreas.ruttinger@fpoe.at AUS DER REDAKTION Am Donnerstag letzter Woche gingen zigtausende Menschen in Österreich auf die Straße – kein Demonstrationsverbot, kein Polizeieinsatz oder keine Auflösung der Demo wegen Nichttragens eines Mundnasenschutzes oder Missachtung der Abstandsregeln. Voll berauscht Es war ja für den „guten Zweck“, gegen die angebliche brutale rassistische Gewalt in Österreich, speziell die der Polizei. Am Donnerstag dieser Woche hat es erstmals seit Kriegsende in Österreich keine Fronleichnams-Prozessionen gegeben – genau wegen dieser Corona-Regeln. Zwei Donnerstage, die zeigen, was diese Bundesregierung im Schilde führt. Nützliche Idioten dürfen sich austoben, um das „gutmenschliche Gesicht“ Österreichs zu zeigen. Traditionelle oder gar religiöse Veranstaltungen, die der PR-Maschinerie der Notstandsmaßnahmen-Regenten keinen Nutzen bringen, haben hier nichts mehr zu suchen. Es zeigt ganz deutlich, dass diese Regierung auf Demokratie und Rechtsstaat pfeift: Gleichheit vor dem Gesetz? Wen interessiert das schon. Und die „vierte Gewalt“, die Medien? Treffender als Karl Kraus kann man es gar nicht mehr formulieren: „Journalisten schreiben, weil sie nichts zu sagen haben, und haben etwas zu sagen, weil sie schreiben.“ Eine Anmerkung zur Ursache der Gutmenschen-Erregung: George Floyd war bei seiner Festnahme mit einem Drogen-Mix vollgepumpt und daran mindestens so berauscht wie unsere schwarz-grüne Bundesregierung an der Notstandsgesetzgebung. SOKO Tape: „Dümmer, als die Korruptionsstaatsanwalt erhob schwere Beschuldigungen gegen befange Der „schwarze Faden“, der sich durch den Ibiza-Untersuchungsausschuss zieht, wird von Tag zu Tag dicker. Die ÖVP ist in allen Bereichen schwer angezählt. Nach der lauten Debatte über die Befangenheit des Vorsitzenden Wolfgang Sobotka und des schwarzen Fraktionsführers Wolfgang Gerstl gerät das Bundeskriminalamt immer stärker ins Visier. Die Aufgabe von Abgeordneten in parlamentarischen Untersuchungsausschüssen besteht in der Klärung der politischen Verantwortung für Skandale, Affären und Ungereimtheiten. Das ist nicht immer für alle Parteien angenehm. Diesmal vor allem für die FPÖ nicht, ist doch das Ibiza-Video mit den ehemaligen Spitzenfunktionären Strache und Gudenus der Ausgangspunkt aller Themen auf der Tagesordnung des Ausschusses. Doch während die FPÖ engagiert an der Aufklärung mitwirkt, wurde schnell klar, dass die ÖVP das Gegenteil im Schilde führt: volle Vertuschung. Dafür verantwortlich sind ihre zwei wichtigsten Personen im Ausschuss. Sobotka und Gerstl befangen Da wäre einmal Wolfgang Sobotka als Vorsitzender des Untersuchungsausschusses: Sein „schwarzer Faden“ durch die Affären wird immer länger. Das Alois-Mock-Institut, dem er als Initiator und Präsident vorsteht, hält regelmäßig Veranstaltungen im Novomatic-Forum ab. Der ehemalige Vorstandsvorsitzende des Glücksspielkonzerns, Harald Neumann, bestätigte das Sponsoring am Dienstag im Ausschuss. Sobotka verließ den Vorsitz SPITZE FEDER Grüne Verwirrungen. just, als es um das Mock-Institut ging, und ließ sich vertreten. Unangenehm fällt auch ÖVP-Fraktionsführer Wolfgang Gerstl auf. Auch bei ihm war schon vor Beginn klar, dass er befangen ist. Denn er ist als Jurist im Innenministerium tätig. Vor Jahren gehörte er sogar an hoher Position dem umstrittenen Bundeskriminalamt an, wo die SOKO Tape seit sieben Wochen am Ibiza-Video arbeitet. Was er jetzt konkret macht, hat er bisher nicht verraten. Und sein Chef, Innenminister Karl Nehammer, will auch nichts über ihn wissen. Gerstl sei ja nur einer seiner 30.000 Mitarbeiter, sagte Nehammer bei seiner Befragung. Kein „Deal“ mit der FPÖ Die Befragung von Harald Neumann brachte außer der Unterstützung des Mock-Instituts nur ein wichtiges Ergebnis: „Es gab keinen Deal mit der FPÖ und auch mit keiner anderen Partei.“ Neumann ließ mit dieser unmissverständlichen Klarstellung auch die medialen Seifenblasen platzen, die schon seit Tagen vor allem gegen den früheren freiheitlichen Staatssekretär Hubert Fuchs verbreitet werden. Denn Hubert Fuchs hätte allfällige Wünsche gar nicht erfüllen kön- Foto: FPÖ Martin Graf und Christian Hafenecker a Faden“ durch alle Affären im Gefolge d nen. Er war dem Finanzminister weisungsgebunden – und das wurde so restriktiv gelebt, dass er sogar nur über das schwarze Kabinett Lögers mit Beamten im Finanzministerium kommunizieren durfte. SOKO Tape im Zwielicht Was Oberstaatsanwalt P. von der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft danach über die Arbeit der SOKO Tape zum Besten gegeben hat, lässt tief blicken. Müsste man nicht annehmen, dass in Österreich in einem so politischen Verfahren nichts zufällig IMPRESSUM Offenlegung gemäß § 25 Mediengesetz Medieninhaber (Verleger) und Herausgeber: Freiheitlicher Parlamentsklub, Dr. Karl Renner-Ring 3, 1017 Wien Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ) – Die Freiheitlichen, Friedrich-Schmidt-Platz 4/3a, 1080 Wien; Geschäftsführung: Ing. Mag. Joachim Stampfer Geschäftsführung, Redaktion, Verwaltung: Friedrich-Schmidt-Platz 4/3a, 1080 Wien Tel.: 01 512 35 35 0, Fax: 01 512 35 35 9 E-Mail Redaktion: redaktion.nfz@fpoe.at E-Mail Verwaltung: jana.feilmayr@fpoe.at Abo-Anfrage: 01 512 35 35 29 Druck: Mediaprint Zeitungsdruckereigesellschaft m. b. H. & Co. Kommanditgesellschaft, Wien Die NFZ erscheint wöchentlich. Einzelpreis: € 0,80; Bezugsgebühr halbes Jahr: € 15 (inkl. 10 % MwSt.); Auslandsjahresbezug: € 73 BIC: OPSKATWW IBAN: AT55 6000 0000 0185 5450 Es gilt NFZ-Anzeigenpreisliste Nr. 16. Verlags- und Herstellungsort: Wien Grundlegende Richtung: Informationsblatt der Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ) – Die Freiheitlichen und des Freiheitlichen Parlamentsklubs.

Nr. 24 Freitag, 12. Juni 2020 g Polizei erlaubt!“ ne Polizei-Ermittler – FPÖ prüft Strafanzeige KURZ UND BÜNDIG Foto: NFZ Fataler „Rettungsfehler“ Innenpolitik 3 Als „fatalen Fehler“ bezeichnete FPÖ-Bundesparteiobmann Norbert Hofer (Bild), dass die staatlichen Hilfen für die AUA genehmigt wurden, ohne dass eine echte Absicherung des Standortes durch eine Beteiligung im Ausmaß der Sperrminorität durch Schwarz- Grün erfolgte: „Österreichs Verhandler wurden von AUA-Chef Carsten Spohr über den Tisch gezogen. Da haben Amateure gegen einen Profi gespielt. Und sie haben dabei die Zukunft des Standorts Wien verspielt. Der AUA bleibt dabei nur eine Gnadenfrist.“ rbeiteten mit ihren Fragen im Untersuchungsausschuss den „schwarzen es „Ibiza-Videos“ immer weiter heraus. Die ÖVP ist angezählt. Verordnete Vermummung Als „völlig undurchdacht“ bezeichnete FPÖ-Bundesparteiobmann Norbert Hofer die von der schwarz-grünen Bundesregierung angekündigte verpflichtende Benutzung eines Mund-Nasenschutzes bei Großdemonstrationen: „Ein solches Vermummungsgebot ist fast schon eine Einladung an radikale Gruppierungen, das Demonstrationsrecht zu missbrauchen und friedliche Demonstrationen zu unterwandern.“Auch diese Maßnahme sei ein weiteres Beispiel für die Hilflosigkeit der Regierung in der Coronavirus-Krise. Foto: twitter.com/ antifa_w oder unabsichtlich geschieht oder nicht geschieht, so würde einen die SOKO an den Helden der Kultkomödie „Police Academy“ erinnern, die bekanntlich dümmer sind, als die Polizei erlaubt. Schlecht gescannte Unterlagen, fehlende Berichte und Befangenheit bei den Ermittlern und – wie P. deutlich mitteilte – auch von Justiz-Sektionschef Christian Pilnacek: P. nahm sich kein Blatt vor den Mund. FPÖ-Mandatar Martin Graf, der mit seinen Fragen den Großteil der Erkenntnisse ermöglichte, äußerte sich anerkennend: „Man muss dem Oberstaatsanwalt wirklich dankbar sein, dass er heute sehr beherzt und frei von der Leber weg seine Erfahrungen der letzten zwölf Monate dem Ausschuss dargelegt hat. Es ist ja wirklich keine Selbstverständlichkeit, dem politischen Druck von Kurz, Nehammer und Co. standzuhalten.“ Für FPÖ-Fraktionsführer Christian Hafenecker stinkt die Sache gewaltig: „Wir bereiten Anzeigen wegen des Verdachts des Amtsmissbrauchs und der Beweismittelunterdrückung gegen die Verantwortlichen der SOKO Tape vor.“ Foto: NFZ Übelste Diffamierung Die im „Krone“-Artikel vom Dienstag zur Causa Casinos erhobenen Vorwürfe gegen ihn wies FPÖ-Finanzsprecher Hubert Fuchs entschieden zurück: „Das genannte Papier und dessen Inhalt wurden mir erstmals vor wenigen Tagen im Wege der Akteneinsicht bekannt. Ich war in die Erstellung beziehungsweise den Inhalt dieses Papiers nicht eingebunden.“ Fuchs betonte, dass es keinen „Deal“ mit der Novomatic AG gegeben habe, zu seinem Vorteil oder für einen Dritten. „Die ‚Krone‘ interpretiert einzelne Ermittlungsergebnisse in präjudizierender Weise“, empörte sich der Ex-Finanzstaatssekretär. SPRUCH DER WOCHE „ Ich lehne eine Politik der Angst ab. Meine Wortwahl ging immer in Richtung Ermutigung und Hoffnung.“ Foto: NFZ Rudolf Anschober 6. Juni 2020 Der grüne Gesundheitsminister scheint im koalitionären Pressekonferenz-Marathon etwas die Übersicht verloren zu haben. BILD DER WOCHE Für den „guten Demo-Zweck“ braucht es keine Corona-Regeln. Fürs Freizeit-Badevergnügen hingegen schon. Foto: twitter.com/ alidoenmez1

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