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Nur alte Überschriften im "Comeback-Plan"

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Für die FPÖ ist die Koalition bei der Bewältigung der Corona-Krise krachend gescheitert

2 Innenpolitik Neue

2 Innenpolitik Neue Freie Zeitung Foto: NFZ Andreas Ruttinger andreas.ruttinger@fpoe.at AUS DER REDAKTION „Mückstein, Van der Bellen, Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP), Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) sowie alle weiteren Anwesenden trugen eine FFP2-Maske und hielten Abstand“, vermerkte der ORF der neuen Corona-Etikette entsprechend. Dass der neue Gesundheitsminister zur Angelobung beim Bundespräsidenten in exklusiven Turnpatschen antrat wie vor 30 Jahren das grüne Revoluzzer-Vorbild Joschka Fischer, wurde in der linken Szene mit Wohlwollen goutiert. Grüne Woche Aber geht man nach seinen bisherigen Aussagen zu den „Corona-Maßnahmen“, dann ist Mückstein doch nur biederer Vertreter der grünen Bevormundungs-Clique, also Lockdown für alle, statt intelligenter Prävention gefährdeter Gruppen. Ein weiterer Wechsel in grüner Dimension wurde im Burgenland vollzogen, quasi als Vorgeschmack auf die durch Europa wütende Klimaschutzpolitik. Nachdem zwei Windräder absolut nicht-CO2-neutral abgebrannt sind, klatscht man jetzt 30 neue dieser Kathedralen des Klimaschutzes in die pannonische Tiefebene. Die sind mit 245 Meter fast doppelt so hoch wie der Stephansdom. Klimaschutz auf Kosten des Umweltschutzes: So wuchtet man für jeden dieser Kolosse ein Fundament mit rund 3.500 Tonnen Gewicht aus 1.300 Kubikmeter Beton und 180 Tonnen Stahl in den Boden, damit die CO2-Emissionsbremsen stabil stehen. Dafür sorgen sie dann für CO2-Neutralität in der Umgebung, da Wildtiere diese Infraschall-Kanone meiden und kecke Vögel und Insekten von den Rotoren zermatscht werden. Also Natur pur und voll vegan, so ein Stahlbetonwald. Freiheitliche Kritik am Recyc Schwarz-Grün zitiert nur aus dem Regierungsprogramm – Zählt „Klimasch Die Kritik an der Koalition, dass ihr „Comeback-Plan“ nur eine Neusortierung alter Ideen ist, riss auch nach der zweitägigen Klausur im Kanzleramt nicht ab. Die Freiheitlichen fordern einen Strategiewechsel zur Bewältigung der Corona-Krise, in der bereits das Potential für zehn Steuer(senkungs)reformen sinnlos verbrannt wurde. Mit Stand Mitte April waren 436.350 Personen arbeitslos oder befanden sich in Schulung. Dazu kommen mehr als 480.000 Menschen, die in Kurzarbeit tätig sind. Und wie sieht der „Comeback-Plan“ der Koalition für diese Menschen aus: 890 Millionen Euro für den Ausbau des Breitband-Internet, 107 Millionen Euro für Investitionen in die Quantenforschung, 100 Millionen für den Ausbau der Forschungskompetenz im Bereich Wasserstoff oder 50 Millionen für „klimafitte Ortskerne“. Und wieder die Digitalisierung... „Was haben arbeitslose Köche, Kellner, Friseure, Handwerker oder Verkäufer, die wegen der ,Corona-Maßnahmen‘ der Koalition ihren Job verloren haben, davon? Was haben Wirte oder Kleinunternehmer, die vor dem Konkurs stehen, weil sie noch immer auf die im Vorjahr versprochenen Hilfsgelder warten, davon? Nichts“, kritisierte der FPÖ-Abgeordnete Axel Kassegger das am Dienstag präsentierte Paket der Koalition. Und das Wort „Digitalisierungs-Offensive“ könne er gar nicht mehr hören, betonte Kassegger. Denn seit drei Jahren verkaufe die ÖVP die „Breitband-Milliarde“ SPITZE FEDER bereits zum gefühlten 15. Mal. Nur passiert sei bisher nichts. Mit dem „Saftladen Österreich“ habe die ÖVP zudem ihre „Digitalisierungs-Kompetenz“ schon vorgestellt. Übertroffen werde dies jetzt durch die „digitale Anmeldeplattform“ für Kleinvermieter, wo diese nach langem Drängen der FPÖ endlich auch „Corona-Hilfen“ beantragen können – wenn „sie nicht an der 40-seitigen Anleitung zum Ausfüllen des Antrags verzweifelt sind“, wie FPÖ-Klubobmann Herbert Kickl anmerkte. Im Grunde genommen hat Schwarz-Grün nur Überschriften aus dem Regierungsprogramm oder von bereits im Parlament eingebrachten Gesetzesanträgen gesammelt und jetzt als „Comeback-Plan“ präsentiert, kritisierte der FPÖ-Klubobmann. „Klimaschutz“ statt Jobs Aber was passiert eigentlich mit den dreieinhalb (!) Milliarden Euro, die Österreich aus dem 750 Milliarden Euro schweren EU-Wiederaufbaufonds zustehen? Laut aktueller Planung werden 46 Prozent des Geldes aus Brüssel in Klimaschutzmaßnahmen fließen, sagte die grüne Verkehrsministerin Leonore Gewessler. Arbeitsteilung in der Koalition. Foto: NFZ Das erwartete Scheitern der Koalition bert Kickl im überarbeiteten „Comebac Ach ja, 277 Millionen Euro vom Rest seien für Maßnahmen auf dem Arbeitsmarkt beantragt worden, erklärte Arbeitsminister Martin Kocher. Diese seien allerdings für das Projekt „Sprungbrett“ für Langzeitarbeitslose reserviert. Bis Ende des kommenden Jahres, also 2022, sollen 50.000 Personen – von einer halben Million Arbeitsloser – über diese Aktion wieder in Beschäftigung kommen. Völlig vergessen wurde hingegen auf die Senkung der Körperschaftssteuer auf 21 Prozent ebenso wie auf die Senkung der Ar- IMPRESSUM Offenlegung gemäß § 25 Mediengesetz Medieninhaber (Verleger) und Herausgeber: Freiheitlicher Parlamentsklub, Dr. Karl Renner-Ring 3, 1017 Wien Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ) – Die Freiheitlichen, Friedrich-Schmidt-Platz 4/3a, 1080 Wien; Geschäftsführung: Ing. Mag. Joachim Stampfer Geschäftsführung, Redaktion, Verwaltung: Friedrich-Schmidt-Platz 4/3a, 1080 Wien Tel.: 01 512 35 35 0, Fax: 01 512 35 35 9 E-Mail Redaktion: redaktion.nfz@fpoe.at E-Mail Verwaltung: andreas.schoen@fpoe.at Abo-Anfrage: 01 512 35 35 29 Druck: Mediaprint Zeitungsdruckereigesellschaft m. b. H. & Co. Kommanditgesellschaft, Wien Die NFZ erscheint wöchentlich. 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Nr. 16 Donnerstag, 22. April 2021 g ling alter Ideen utz“ mehr als Jobs für 500.000 Arbeitslose? KURZ UND BÜNDIG Foto: NFZ „Soko Shopping“ Innenpolitik 3 Als nächsten Schildbürgerstreich von ÖVP-Innenminister Karl Nehammer bezeichnete FPÖ-Klubobmann Herbert Kickl den Umstand, dass im Burgenland von der Polizei kontrolliert wird, ob auch tatsächlich nur Burgenländer und keine Wiener oder niederösterreichische „Lockdown-Ausbrecher“ in den Geschäften einkaufen: „Für Nehammer sind Leute, die einkaufen, höchstgefährlich, während er Islamisten und Asylbetrüger munter durch die Gegend laufen lässt. Ist das die .neue Normalität‘ der ÖVP?“ bei der Bewältigung der Corona-Krise erblickten Axel Kassegger und Herk-Plan“. Sie fordern einen Strategiewechsel zur Bewältigung der Krise. Gekaufte „Pressefreiheit“ Bei der alljährlichen Bewertung der Pressefreiheit durch die „Reporter ohne Grenzen“ rangiert Österreich abgeschlagen auf Platz 18. Für FPÖ-Mediensprecher Christian Hafenecker (Bild) ist das ein weiterer Beweis dafür, wie Schwarz und Grün die Pressefreiheit sukzessive untergraben und aushöhlen: „Mit ihrer Medienkauf-Strategie durch millionenschwere Inseratenschaltungen und willkürlich vergebene ,Corona-Sonderförderungen‘ wurde de facto eine staatliche Zensur zur Corona-Berichterstattung eingeführt.“ Foto: NFZ beitergeberbeiträge, wodurch die Anstellung von Menschen für Unternehmen billiger würde, merkte FPÖ-Bundesparteiobmann Norbert Hofer an: „Die Regierung wäre also gut beraten, zunächst einmal das eigene Regierungsprogramm umzusetzen, bevor man großspurig einen ,Comeback-Plan‘ aus der selbstverursachten Corona-Krise marketinggerecht serviert.“ Zehn Steuerreformen verspielt Die schwarz-grüne Regierung sei an der Corona-Front nachhaltig gescheitert und zwar gesundheits-, arbeitsmarkt-, wirtschaftsund sozialpolitisch, konstatierte der freiheitliche Klubobmann. Den Wechsel an der Spitze des Gesundheitsressorts sollten Kurz & Co daher mit einem Strategiewechsel verknüpfen. Dieser sei dringend nötig, betonte auch Kassegger: „Schwarz-Grün hat im vorigen Jahr ein Budgetdefizit von 35 Milliarden Euro produziert, und es werden in Summe zum Jahresende 2021 fast 70 Milliarden Euro neue Schulden sein. Das entspricht dem Volumen von zehn sehr schönen Steuerreformen.“ Foto: NFZ Exklusive Interessenvertreter Schulgeld für teure Privatschulen, Mitgliedsbeiträge für exklusive Golf- oder Reitklubs und ähnliche Zuckerln offerierte die Wirtschaftskammer ihren Repräsentanten im Ausland. „Die Privilegien der ÖVP-Günstlinge werden in der Wirtschaftskammer von obersten Stellen vehement verteidigt und als gerechtfertigt und notwendig hingestellt“, empörte sich FPÖ-Wirtschaftssprecher Erwin Angerer (Bild). Denn diese sogenannte „Interessenvertretung“, die auf Milliardenrücklagen sitzt, habe sich bisher geweigert, in Krisenzeiten dieses Geld für ihre Zwangsmitglieder und -beitragszahler zu verwenden. SPRUCH DER WOCHE „Wir müssen unsere Betriebe auf den letzten Metern der Krise weiter unterstützen.“ Gernot Blümel 18. April 2021 Foto: NFZ Der Finanzminister hat da wohl wieder einmal etwas verwechselt. Nicht die Corona-Krise steuert auf ein Ende zu, sondern vielmehr die damit hoffnungslos überforderte schwarz-grüne Koalition. BILD DER WOCHE Neues Schuhwerk in der Koalition. Neo-Minister Wolfgang Mückstein erschien in Turnschuhen zur Angelobung. Foto: BKA/Dragan Tatic

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