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Normalität in Europa, aber nicht in Österreich!

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Schwarz-Grün beharrt starrsinnig auf Impfzwang und Einschränkungen

SCHWARZACH

SCHWARZACH Ein bekannt gewordener „Sidele ter“ – also eine Nebenabmachung - zum Koalitionsvertrag zwischen ÖVP und Grünen hat das Potenzial für Ärger zwischen ÖVP und Grünen, aber auch innerhalb der kleineren Regierungspartei. Die Grünen-Spitze geht davon aus, dass das Papier aus dem Umfeld von Altkanzler Sebastian Kurz (ÖVP) an die Öffentlichkeit gebracht wurde. Der heutige Regierungschef Karl Nehammer (ÖVP) dürfte nichts davon gewusst haben, vermuten die Grünen. Der frühere Nationalrat Harald Walser spart nicht mit Kritik. Kogler wehrt ab Das Papier, in dem verschiedene Personalentscheidungen zwischen den Parteien aufgeteilt wurden, enthält auch eine Abmachung zum ORF. Wie aus dem der APA vorliegenden Schriftstück hervorgeht, haben die Grünen das Vorschlagsrecht für den Stiftungsratsvorsitzenden. Parteichef Werner Kogler und die Klubobfrau im Nationalrat, Sigrid Maurer, wiesen Berichte vom Sonntag zurück, dass die Grünen dafür der Einführung eines Kopftuchverbots für Lehrerinnen zustimmen wo lten. Ein weiteres Papier aus dem Sommer 2020 teilt auch die Posten im ORF-Direktorium im Verhältnis drei ÖVP und zwei Grüne zwischen den beiden Parteien auf. Kogler und Maurer begründeten das damit, dass einer „Orbanisierung“ ein Riegel vorgeschoben werden so lte. Sonst wäre es möglich gewesen, dass die Volkspartei a le Posten alleine besetzt. Was das WIEN 27.127 Corona-Neuinfektionen wurden von Samstag auf Sonntag in Öste reich registriert. Das liegt unter dem Schni t der vergangenen sieben Tage, ist aber ein Tagesrekord für einen Sonntag. Vor einer Woche waren es noch 22.453, am Sonntag zuvor 15.419. Die Sieben-Tage-Inzidenz betrug 2553,8 Fä le auf 100.000 Einwohner. 14 Menschen verstarben von Samstag auf Sonntag am Virus. Damit bedauert Öste reich 100 Todesfälle in sieben Tagen. In Vorarlberg galten am Sonntagabend 17.658 als akut infiziert, öste reichweit waren es 362.207. Wenige Tage vor Inkraf treten der Impfpflicht sind noch etwa 17 Prozent der erwachsenen Bevölkerung gänzlich ungeimpft. A lerdings haben sich in den vergangenen zwei Wochen gut 85.000 Erwachsene erstmals gegen das Coronavirus impfen lassen. Demnach haben 83 Prozent der über 18-Jährigen zumindest eine Impfung erhalten, 80 Prozent sind vo lständig geimpft. Vorarlberg liegt mit 79 Prozent vo limmunisierter Vo ljähriger knapp unter dem Bundesschni t, Kopftuch-Verbot angeht, bekräftigten Maurer und Kogler, dass es in den Koalitionsgesprächen wegverhandelt worden sei. Die ÖVP habe es über einen Erlass regeln wo len. Dabei sei klar gewesen, dass er ohnehi nie vor dem Verfassungsgerichtshof halten werde. Auf Wunsch der Volkspartei stehe es aber im „Sidele ter“. Auch die Abschaffung der abschlagsfreien Hackle regelung ist Thema in dem Papier. Dass dies nicht im Regierungsprogramm steht, so l Wunsch von Kurz gewesen sein. Er habe der SPÖ kein Kampagnen-Thema überlassen wo len. Bei den Grünen dürfte brisant sein, dass nur ein kleiner Kreis informiert war – nicht einmal das gesamte Verhandlungsteam. Grünen- Klubobfrau Maurer erklärte, dass der erweiterte Bundesvorstand über die Inhalte des Abkommens mit der ÖVP auch über den Regierungspakt hinaus informiert worden sei. Der ehemalige Nationalrat Walser, der das Bildungskapitel des offizie len Koalitionsvertrags mitverhandelt hat, zeigt sich auf VN-Anfrage „sehr übe rascht“. Im Bildungskapitel sei das „Kopftuch für Lehrerinnen“-Thema ausgelagert worden, die Grünen Verhandler hä ten dem absolut nicht zugestimmt. „Da die ÖVP auch die Sozia leistungen mit der Mitwirkung in der Schule verknüpfen wo lte, wurden diese beiden Themen in ein Integrationskapitel ausgelagert“, schildert Walser den Vorgang. „Für uns war klar, dass das Kopftuchverbot für Lehrerinnen ein absolutes No-Go war. Dann hätte man a le religiösen Symbole verbieten müssen - aber nicht nur die Symbole einer Religion“, so Walser. „Einfach unglaublich“ Er kritisiert Kogler für die Nebenvereinbarung scharf: „Das Verhalten jener, die das mit der ÖVP vereinbart haben, ist vö lig indiskutabel. Die Kerngruppe, die Leitungsgruppe der Koalitionsvereinbarung nicht einmal informieren - das haut mich vom die das mit der ÖVP vereinbart haben, ist vö lig indiskutabel.“ Harald Walser Früherer Grünen-Nationalrat Sockel, das ist einfach unglaublich“, sagt Walser. Darüber hinaus müsse man - so die Schilderungen der ehemaligen Grünen Wiener Vizebürgermeisterin Birgit Hebein stimmten - grundlegend diskutieren: „Denn es wurde der Bundeskongress ja offenbar angelogen. Mir tun die ehrenamtlichen Funktionäre der grünen leid, die sich engagieren - das fä lt uns auf den Kopf, so das a le stimmt.“ Er fürchtet, dass die Grünen damit „zur Uraltpartei“ werden. VN-RIE, RAM Schlusslichter sind Kärnten und Salzburg. Den höchsten Wert hat das Burgenland mit 86 Prozent. Die Bandbreite ist groß: Die Gemeinde mit der höchsten Durchimpfungsquote der Erwachsenen ist Andlersdorf in Niederöste reich mit 97 Prozent, in Vorarlberg Damüls mit 92 Prozent. Die rote Laterne trägt an sich die von Bayern umschlossene Exklave Jungholz in Tirol mit 45 Prozent. Ignoriert man die Exklave aufgrund ihrer Sonderposition, ist es Sta l in Oberkärnten, hier hat genau die Hälfte der Erwachsenen ein gültiges Impfzertifikat. Im Land ist es St. Gerold mit 56 Prozent. Endgültig beschlossen wird die Impfpflicht ab 18 Jahren kommende Woche vom Bundesrat. Danach muss das Gesetz vom Bundespräsidenten gegengezeichnet und im Bundesgesetzbla t kundgemacht werden, um in Kraft zu treten - an sich a les Formalakte. Die Grünen hatten neben dem offizie len Koalitionsvertrag einen geheimen Pakt mit den Türkisen. Die Vereinbarung zwischen Türkis und Grün zeigt auch wie schon jene mit der FPÖ, wie hemmungslos Ämter in Justiz, Aufsichtsräten und ORF verteilt werden. Eine Proporz-Verteilung, die jede Ausschreibung zur Farce macht. Und die im Fa le des ORF zeigt, wie in den laut Verfassung angeblich unabhängigen Stiftungsrat und die Geschäftsführung direkt hinein regiert wird. Dann ist da noch die Sache mit dem Kopftuchverbot, Reizthema für jeden Grünen. Ein Kopftuchverbot für Lehrerinnen „ist für mich und für die Grünen nicht vorste lbar“, sagte Vizekanzler Werner Kogler am 14. Januar 2020 öffentlich. Wenige Tage zuvor hatte er im geheimen Sideletter mit der ÖVP den nachfolgenden Satz unterschrieben: „Im Wirkungsbereich des Bildungsministeriums wird im Wege des Erlasses ein Kopftuchverbot für Lehrerinnen im Laufe der Legislaturperiode eingeführt.“ Der Vizekanzler wusste, dass die ÖVP das Kopftuchverbot unbedingt wi l. Nicht nur die Öffentlichkeit wurde über die Abmachung nicht informiert. Auch im Hunderte Seiten starken Koalitionsabkommen wurde das ‘Kopftuchverbot für Lehrerinnen’ ausgespart - und vor a lem der Bundeskongress der Grünen erfuhr von den koalitionären Kopftuchverbotsplänen nichts. Die Grünen haben aber auch Dinge bekommen. Auf Seite fünf in derselben Vereinbarung steht unter den fettgedruckten Buchstaben ORF: „Die Grünen haben das Vorschlagsrecht für den Stiftungsratsvorsitzenden, wenn dieser zur Wahl steht.“ Bis heute sitzt dort FPÖ-Mann Norbert Steger, der im März 78 Jahre alt wird. Der Vorsitz als Zugeständnis. Obwohl die ORF-Organe laut Verfassung unabhängig sein müssen, sind sie es laut Realverfassung (und IHRE MEINUNG IST GEFRAGT! Vorarlbergs meistgelesenes Disku sionsforum. leserbriefe@vn.at KARIKATUR Kommentar Montag, 31. Jänner 2021 Vorarlberger Nachrichten Koalitions-Geheimverträgen) nicht. Die beiden Themen Kopftuch und ORF seien verbunden, quasi im Abtausch vereinbart worden, berichteten am Sonntag die drei Wiener Medien Krone, Kurier und Öste reich, berufen sich auf „Insider”. Vizekanzler Werner Kogler und Klubobfrau Sigrid Maurer wie auch der Vorarlberger Landesrat Johannes Rauch wo len darin einen politischen Dreh der ÖVP entschlüsselt haben: die ehemalige Kurz-Truppe wo le bei den Grünen jetzt halt maximalen Schaden anrichten. Sie fügen ihren eigenen „Spin” hinzu: man hätte so den ORF vor einem VP-Durchmarsch geschützt - und die Kopftuchverbots-Ideen der ÖVP hätten eh nie vor dem Verfassungsgerichtshof gehalten. Demonstratives Achselzucken. Entgegen der Einschätzung aus grünen Regierungskreisen ist nicht davon auszugehen, dass „das Thema in drei Tagen vergessen ist”. Dass es zu Koalitionsverträgen geheime Nebenvereinbarungen gibt, ist für sich ein Skandal. Dinge in Nebenvereinbarungen sind nie supersauber, sind nie harmlos. Das liegt im Nature l eines Sideletters. Die Grünen, die seit jeher als basisdemokratische Transparenz- Partei einen höheren Anspruch an a les und sich selbst geste lt haben, sind Geheimabkommen neben dem öffentlich vorgeste l- ten Regierungsprogramm eine No-Go-Area. Eine Neubetrachtung tut not. Was in dieser Republik im Schatten liegen so l - und wo fortan die Sonne der Transparenz scheinen muss. Auch weil die Politik zur Genüge bewiesen hat, dass es ohne Transparenz nicht geht. GEROLD RIEDMANN gerold.riedmann@vn.at 05572 501-320 Twitter: @gerold_rie Gerold Riedmann ist Chefredakteur der Vorarlberger Nachrichten. SILVIO RAOS, RAOS-KARIKATUREN.AT prinzipien eines Recht staates, der auf dem Prinzip der Gewaltenteilung fußt – in einer Diktatur würde man, wenn man das Agieren der Regierung juristisch oder politisch hinterfragt, hinter Gi ter verschwinden. Da s der Verfa sungsgerichtshof derzeit in Beschwerden gegen die Corona-Maßnahmen untergeht, ist zu begrüßen. Jede Regierung – welcher Couleur auch immer – verfolgt eine politische Agenda. Bei so schwerwiegenden Eingri fen in Freiheitsrechte ist es unabdingbar, da s das Hochgericht frei von politischen Erwägungen jede einzelne Maßnahme auf den Prüfstand ste lt und, sofern notwendig, zu Fa l bringt. Ohne Rücksicht auf politische Befindlichkeit. und grob ist. 14 Medien Neue Freie Zeitung GEZWITSCHER Jakob Winter @winter_jakob Der Impfbrief hat - leider - kaum etwas bewirkt: Das Land Vorarlberg verschickte Ende letzten Jahres konkrete Impftermine an gut 66.800 Ungeimpfte. An den vier reservierten Tagen kamen bloß 400 Menschen. Eine Rücklaufquote von 0,6 Prozent. 31. Jänner 2022 08:17 Ein Testlauf für den Erfolg der Impfpflicht. Die Verwaltungsgerichte werden wohl auf Jahre mit den Einsprüchen zugedeckt sein. Martin Thür @MartinThuer Damit das nicht überlesen wird: Der Redakteursrat spricht sich in der Stellungnahme auch sehr deutlich gegen den Wunsch der Regierung aus, der ORF hätte eine Impflotterie durchzuführen. 31. Jänner 2022 11:07 Aktiviert jetzt Mückstein den „Sideletter“ zum ORF und greift am Küniglberg hart durch? TELEGRAM GIS-Erhöhung: ORF ist teuerster öffentlich-rechtlicher Sender Freiheitliche fordern die Abschaffung der Zwangsgebühr Mit der Erhöhung der GIS ab Februar ist der ORF Spitzenreiter in Europa. FPÖ will nach britischem Modell die GIS abschaffen. Mit der Gebührenerhöhung um acht Prozent hat der ORF die Schweizer SRG vom Spitzenplatz bei den Zwangsgebühren verdrängt. „Einen deutlicheren Beweis dafür, wie wichtig die Neuaufstellung der ORF-Finanzierung und die ersatzlose Abschaffung der GIS-Gebühren ist, gibt es nicht“, erklärte dazu FPÖ-Mediensprecher Christian Hafenecker Der ORF ist Europas teuerster Staatssender. FPÖ für Ende der GIS Mit den Zwangsgebühren würde nicht nur dem ORF ein Jahresbudget von mehr als 650 Millionen Euro bereitet, sondern auch die Bürger über die Hintertür mit Steuern zusätzlich abgezockt, betonte Hafenecker. Er forderte den ORF und die Bundesregierung auf, die für den 1. Februar beschlossene Erhöhung der ORF-Gebühren sofort rückgängig zu machen: „Österreich muss dem britischen Beispiel folgen und die endgültige Abschaffung der GIS-Gebühren einleiten.“ In Großbritannien wird die jährliche Gebühr bis 2024 auf dem Kleine Zeitung Montag, 31. Jänner 20 2 aktuellen Stand von derzeit rund 190 Euro pro Jahr eingefroren und soll in den folgenden drei Jahren bis 2027 noch einmal leicht steigen. 2027 soll das Gebührenmodell dann vollständig abgeschafft werden. „Es ist Zeit, neue Wege der Finanzierung und Vermarktung zu diskutieren“, hatte die britische Kulturministerin Nadine Dorries bei der Vorstellung der „Entgebührung“ der BBC erklärt. Tribüne | 7 Foto: NFZ GEFÄLLT MIR Herbert Kickl 1. Februar 2022 Top! Auf eine solche Meldung wird man in Österreich noch lange warten müssen… 4.379 Personen gefällt das. Das sollte vor allem der SPÖ und den Grünen zu denken geben. Nach Schweden erklärt jetzt auch Dänemark die Pandemie für beendet, bei ähnlicher Impfquote wie Österreich. FPÖ IN DEN MEDIEN A2 Politik „Sideletter“ schlägt hohe politische Wellen Unter dem Titel„Green Deal“ hinterfragen die „Vorarlberger Nachrichten“ das Postenschacherpapier zwischen ÖVP und Grünen, vor allem das Tauschgeschäft Kopftuchverbot gegen ORF-Stiftungsratsvorsitzender. Denn Werner Kogler hatte sogar nach Unterzeichnung des Pos- 17 Prozent der von der Impfpflicht Betroffenen ohne Erst impfung. Grünen-Verhandler Walser ärgert sich über Nebenvereinbarung und kritisiert Parteichef. „Das Verhalten jener, Jeder Sechste ist ungeimpft Gerold Riedmann Green Deal Schwarzer Vorsitzender! Nachdem die beiden Nebenabsprachen zwischen den Regierungsparteien ÖVP, FPÖ und Grünen bekannt geworden sind, sah sich der ORF-Redakteursrat bemüßigt Stellung zu nehmen. Und zwar gegen den politischen Einfluss der Parteien auf den ORF: „Wir sind empört, mit welcher Dreistigkeit es bei Regierungsverhandlungen zum Thema ORF ausschließlich um die Interessen der politischen Parteien und Postenschacherei geht.“ So etwas hat es natürlich vorher nieeeeeemals gegeben. Das wollen die Herren und Damen vom Küniglberg uns Zwangsbeglückten glauben machen. Persönliches Exemplar für AOM-Benutzer pafpoekirchner - (C) APA-DeFacto GmbH. A le Rechte vorbehalten. tenschachervertrags behauptet, dass ein Kopftuchverbot „für die Grünen nicht vorstellbar“ sei. Eine Notlüge, schließlich ging es bei dem Tauschgeschäft doch darum, den lästigen FPÖ-Mann Norbert Steger aus dem Stiftungsrat zu entfernen. Befremdlich mutet der Kommentar der „Kleinen Zeitung“ zu den Fragen des Verfassungsgerichtshofes an den Gesundheitsminister an. Weil darin GISBÄRS TV-NOTIZ Die Postenaufteilung zwischen ÖVP und Grünen wird nur in einem Nebensatz gestreift. Das Hauptaugenmerk lag natürlich auf der Vereinbarung zwischen FPÖ und ÖVP. Denn wesentliches Ziel der FPÖ sei „die massive Schwächung des ORF“ und die „Gefährdung seiner Unabhängigkeit durch die W LEITARTIKEL Irritierendes Narrativ as uns Corona in den letzten zwei Jahren abverlangt hat, ist beispie los. Die Bevölkerung wochenlang unter Hausa rest zu setzen, die Reisefreiheit ma siv einzuschränken, Geschäfte, Gasthäuser, Hotels, Friseure, Fitne studios per Verordnung zu schließen, sind tiefe Einschni te in unsere Grundrechte, die Demokratien nur in absoluten Ausnahmesituationen erlaubt sind. In einer solchen Ausnahmelage stecken wir gerade, virologisch. Nicht politisch. Zum Glück wurden nicht a le Grundrechte ausgehebelt. An der Meinungs- und Versammlungsfreiheit wurde kein Buchstabe geändert. Wer das bezweifelt, der verfolge die wöchentlichen Corona-Demonstrationen in Wien und in anderen Städten, in denen lautstark gegen die Regierung, gegen die Maßnahmen, gegen die Impfung protestiert und polemisiert wird. Unbehe ligt. Die Polizei schreitet nur bei Verstößen gegen die Corona-Regeln ein. Eine lupenreine Demokratie. Da s die zah losen Maßnahmen von Betro fenen, Rechtsanwälten, Juristen beeinsprucht werden, zählt zu den Grund- DENKZETTEL Nächste Runde E s wird nichts mit dem Ruhestand für Sergio Ma tare la. Der 80-Jährige wurde von den Parteien in Rom erneut zum Staatspräsidenten Italiens gewählt. „Ich ha te andere Pläne“, sagte er; er werde sich aber den „Pflichten nicht entziehen“, zu denen man ihn gerufen habe. Ma tare las Wiederwahl beruhigt nicht nur Italiens Parlamentarier, Regierung, Wirtschaft, Finanzmärkte und internationale Partner. Sie kam aus dem Gebot zustande, das zerbrechliche politische Gleichgewicht in der Regierung Draghi nicht zu gefährden. Die Rahmenbedingungen sind mit Pandemie, der Verteilung der 191 Mi liarden Euro EU-Coronahilfen und einem drohenden Krieg in der Ukraine so schwierig wie lange nicht. ngesichts ihrer Streitigkeiten blieben die Wahlleute der Parteien letztlich beim „Präsidenten der Stabilität“. Wie lange die wiedergewonnene Ruhe nun andauert, ist eine andere Frage. 2023 stehen Parlamentswahlen an. In einigen Monaten beginnt der Wahlkampf. Die Parteien könnten die heute starken Männer Ma tare la und Draghi dann schne l wieder alt au sehen la sen. Julius Mü ler-Meiningen keine „medizinischen Studien“, sondern die Daten und Zahlen zur Entscheidungsfindung der Bundesregierung angefragt werden, ist das für den Autor ein „irritierendes Narrativ“, das aus der „Werkstatt eines Corona-Schwurblers“ stammen könnte. Oder wurde die Formulierung bewusst deshalb gewählt, weil dem VfGH-Richter FPÖ-Nähe nachgesagt wird? Am Wochenende ist ein Schreiben aufgetaucht, das zunächst den Eindruck erweckte, es handle sich um ein gut gemachtes Fake. Dabei kam es von einem VfGH-Höchstrichter. W urde über den Feminismus nicht schon a les gesagt? Die Kulturwi senschaftlerin und „Zeit“-Redakteurin Ann-Kristin Tlusty hat ihre Kritik am aktue len Feminismus im Buch „Süß“ niedergeschrieben. Am Anfang stand für die junge Autorin die Beobachtung, da s zwischen dem längst weitverbreiteten feministischen Konsens und der Realität ein großer Michael Jungwirth michael.jungwirth@kleinezeitung.at Nun ist ein Schreiben eines Höchstrichters mit einem i ritierenden Na rativ aufgetaucht, das zunächst den Verdacht aufkommen ließ, es handle sich um I ZEIT IM BUCH eine perfekte Fabrikation aus der Werksta t eines Corona- Schwurblers. Der VfGH mu ste ausrücken, um die Echtheit des Papier zu bestätigen. Der Autor ist ein von der FPÖ beste lter Höchstrichter. Natürlich mu s die Frag erlaubt sein, ob die Argumente, die uns die Regierung für Lockdowns, 2G, 3G, 2G-plus auftischt, ihre epidemiologische Wirkung entfaltet haben, wie viele Patienten tatsächlich auf Normal- und Intensivstationen geimpft sind, ob der Lockdown für Ungeimpfte das Infektionsgeschehen gedämpft hat, in welchem Ausmaß die Impfung oder die FFP2-Maske das Ansteckungsrisiko minimieren. ritierend ist zum einen die Tonalität des Schreibens, zum anderen die thematische Einengung des Fragenkatalogs, der um medizinische Studien, wi senschaftliche Erkenntni s einen Bogen macht und penibel Punkte abfragt, die von Corona-Leugnern ins Treffen geführt werden – als ob Munition gesammelt wird, um wieder einmal die absurde Behauptung in die Welt zu setzen, wir hä ten es mit einer großen politische Maskerade zu tun. Die „süße“, „sanfte“ und „zarte“ Frau Graben kla ft – auf der politischen wie auf der persönlichen Ebene. Das Buch reflektiert, was an Frauen herangetragen wird und sie selbst verinnerlichen – es geht um „sanfte Frauen“, „süße Frauen“ und „zarte Frauen“ und wie Frauen oft unbewu st an diesen Klischees kleben bleiben. Tlusty zieht dabei den Bogen von Simone de Beauvoir über die Gendertheo- Persönliches Exemplar für AOM-Benutzer pafpoekirchner - (C) APA-DeFacto GmbH. A le Rechte vorbehalten. retikerinJudithButlerbishinzu den aktue len feministischen Erkenntni sen und Strömungen. Die Klammer ist auch in diesem Buch Kapitalismuskritik und das Hinterfragen der Profitmaximierung. Das Buch schließt mit einemAusblick der Autorin auf Verhältni se, in denen Frauen nicht mehr süß, sanft und zart sein mü sen, weil die Welt nicht mehr hart, bi ter A Wenn Frauen nicht mehr nur die Glasur sind, sondern a le einen Teil vom Kuchen bekommen – besonders lesenswert für junge Frauen und auch Männer, die sich vie leicht zum ersten Mal mit diesem Thema auseinandersetzen. Gudrun Scha fhauser-List Abschaffung der Rundfunkgebühren“ und eine „de facto-Verstaatlichung“ des öffentlich-rechtlichen Rundfunks gewesen. Die Abschaffung der Rundfunkgebühren stand, liebe Entrüstete, bereits im Wahlprogramm 2017 und im Regierungsübereinkommen wurde die „Erarbeitung von Leitlinien für ein ORF-Gesetz NEU“ angekündigt. Das hat keiner bemerkt? Lustig ist die Behauptung der „de facto-Verstaatlichung“. Was ist öffentlich-rechtlicher Rundfunk denn anderes? Eine Finanzierung über Zwangsgebühr oder aus dem Budget bedeutet für den Gebühren/ Steuerzahler das gleiche, nämlich Kosten und Ärgernis.

Nr. 5/6 Donnerstag, 3. Februar 2022 g Der Klassiker des Volksstücks Ferdinand Raimund: Zuckerbäckerlehrling, Schauspieler und Dichter Sechzig Jahre lang musste er tot sein, ehe man 1850 ein Denkmal für ihn aufstellte. Ferdinand Raimund, eigentlich Ferdinand Jakob Raimann, fand den Platz fürs Monument aber nicht etwa beim Raimundtheater, das es damals noch gar nicht gab, sondern vor dem Deutschen Volkstheater. Jetzt aber steht es neben dem Theater am Anfang der Neustiftgasse im Weghuberpark (Albert Weghuber war ein Kaffeesieder, dem der Baugrund dazumal gehörte). Entworfen wurde es von Franz Vogl, dessen bedeutendstes Werk es ist. Der Dichter sitzt hier bequem auf einer Gartenbank, zu seinen Häupten schwebt, versehen mit Libellenflügeln, die Fee der Phantasie. Raimund war also, wie auch Nestroy, ein Kind des sogenannten Vormärz, der Jahre zwischen dem Wiener Kongress 1815 und der Revolution 1848. Er war zunächst Zuckerbäckerlehrling, und als Verkäufer seiner Waren kam er das erste Mal mit dem Burgtheater in Berührung. Schauspieler wurde er allerdings dort zunächst nicht, sondern er schloss sich einer Wandertruppe in Preßburg und Ödenburg an, und damit man mich nicht als Rassisten denunziert, sage ich dazu, dass diese Orte jetzt Bratislava und Sopron heißen. Humor und Melancholie Im Mai 1814 debütierte er als Franz Moor im Theater in der Josefstadt, wo er 1828 Direktor wurde. Neun Jahre später feierte er Höhepunkte mit den von ihm verfassten Zauberspielen, in denen er selber der beste Hauptdarsteller war. Wäre er heutzutage ein Zeitgenosse, hätte die „Yellow Press“ ein Vergnügen der Sonderklasse. Ich gehe aber nicht ins Detail, so viel nur, eine gewisse Zeit lang verging privat mit Verlobungen, Lebensgemeinschaften, Heiraten, Scheidungen, Raufereien und anderen Unstimmigkeiten. Seine größten Theatererfolge feierte Raimund mit den Werken „Der Barometermacher auf der Zauberinsel“, „Der Diamant des Geisterkönigs“, „Der Alpenkönig und der Menschenfeind“, „Der Bauer als Millionär“ und „Der Verschwender“, wobei das letztgenannte Stück der große Stolz des Örtchens Gaaden im Wienerwald ist, da der Dichter hier erwiesenermaßen den Großteil geschrieben hat. Tödlicher Irrtum Der idyllische Ort Gutenstein an der Piesting hatte es ihm jedoch angetan, hier kaufte er sich eine klassizistische Villa, und hier starb er auch im Jahr 1836 Foto: NFZ nach einem Selbstmordversuch, nachdem ihn sein Hund gebissen hatte, den er irrtümlicherweise für tollwütig gehalten hatte. Das nach ihm benannte Raimundtheater wurde 1893 mit Raimunds „Die gefesselte Phantasie“ eröffnet. Eine Raimundgasse gibt es in Kultur 15 der Leopoldstadt. Sein Geburtshaus steht übrigens immer noch, und zwar auf Mariahilfer Straße 45. Ja, und erinnern Sie sich? Der 50-Schilling-Schein war mit Raimunds Bildnis geschmückt. Herbert Pirker Es geht um 130 Millionen Euro Am Freitag, den 4. Februar geht es bei EuroMillionen um den ersten Superpot des Jahres Der Traum von einem finanziell sorgenfreien Leben könnte sich mit einer ordentlichen Portion Glück in Form von „5 plus 2 Richtigen“ am Freitag, den 4. Februar 2022 für einen oder mehrere Spielteilnehmer verwirklichen. EuroMillionen dotiert an diesem Tag den Europot zum Superpot auf, und damit sind im ersten Gewinnrang 130 Millionen Euro garantiert. Einen Glücksspiel-Gewinn im dreistelligen Millionenbereich hat es in Österreich übrigens noch nie gegeben. Der rotweiß-rote Rekord liegt bei 55,6 Millionen Euro, stammt aus dem Jahr 2008 und ging nach Kärnten. Sollte es bei der Ziehung am 4. Februar keine Quittung mit den „5 plus 2 Richtigen“ geben, bleiben die 130 Millionen im Europot und erhöhen die Folgerunde. EuroMillionen kann in allen Annahmestellen der Österreichischen Lotterien sowie auf win2day.at gespielt werden. Entweder per Normalschein, Quicktipp, mit System, mittels Anteilsschein, Team Tipp oder per EuroMillionen Abo. Und natürlich über die Lotterien App. Annahmeschluss für den Superpot ist am Freitag, den 4. Februar um 18.30 Uhr. Oh, Lucky Day: Die Extra-Überraschung im Februar Jetzt 25 x 2.500 Euro zusätzlich gewinnen Anzeige Foto: Österreichische Lotterien / ORF Foto: adriaticfoto_Shutterstock Verstärkte Aussichten auf einen Glückstag haben alle Spielteilnehmerinnen und Spielteilnehmer, die von 31. Jänner bis 13. Februar 2022 bei Lucky Day mitspielen. Es werden unter allen in diesem Zeitraum teilnehmenden Losnummern 25 Glückspilze ermittelt, die jeweils 2.500 Euro gewinnen. Die Ziehung der 25 Losnummern findet am Sonntag, den 13. Februar im Anschluss an die Lucky Day Ziehung statt. Die gewinnbringenden Quittungsnummern werden unter anderem in den Annahmestellen und über win2day bekanntgegeben. Bei Lucky Day hat man mit dem persönlichen Glücksdatum täglich die Chance auf bis zu 250.000 Euro. Dafür werden Tag, Monat und Jahr auf den Wettschein übertragen, per Zufallsgenerator wird noch eines von 16 Glückssymbolen hinzugefügt.

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