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Hartinger-Klein: Die Notstandshilfe bleibt!

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FPÖ-Sozialministerin weist "rote Gräuelpropaganda" zu Sozialabbau zurück

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4 Innenpolitik Neue Freie Zeitung Foto: NFZ Integration mit Hausverstand: Wo so „Schulspr FPÖ Oberösterreich will b Auf die kürzliche Ablehnung des An tags auf die gesetzliche Veranker die FPÖ Oberösterreich reagiert: Sie zung dieses von Experten empfohlenen von Migrantenkindern gestartet, onlin Rund ein Viertel aller Schüler österreichweit haben eine andere Umgangssprache als Deutsch, an Wiener Schulen sind es sogar 51 Prozent. Das sind um rund acht Prozentpunkte mehr als noch vor zehn Jahren. Herausragend dabei ist etwa die Otto-Glöckel-Volksschule in Wiener Neustadt, die Schule mit dem höchsten Anteil an Kindern mit fremder Muttersprache. Dort gibt es erstmals eine Klasse, in der kein einziges Kind mit deutscher Muttersprache sitzt. Empfehlung des Expertenbeirats Aktuell bemüht man sich in Oberösterreich massiv darum, in den Schulen Deutsch als Umgangssprache permanent einzuführen, die politisch heiß diskutierte „Deutschplicht in den Pausen“. „Die aktuelle Gesetzeslage bietet keine Möglichkeit, die Verwendung der deutschen Sprache in den Schulen verpflichtend vorzusehen. Dazu müssten Bundesgesetze angepasst

Nr. 46 Donnerstag, 15. November 2018 g Innenpolitik 5 POLITIK ANALYSIERT Foto: FPÖ Wolfgang Klinger FPÖ-Wirtschaftssprecher llen Kinder mit nichtdeutscher Muttersprache Deutsch lernen, wenn nicht in der Schule - und im Schulhof. ache Deutsch“ per Gesetz essere Integration von Kindern mit nichtdeutscher Muttersprache trags des oberösterreichischen Landung der „Schulsprache Deutsch“ hat hat eine Online-Petition zur Umset- Vorhabens zur besseren Integration e und mit Unterschriftenlisten. werden“, argumentierte FPÖ-Landeshauptmannstellvertreter Manfred Haimbuchner für die Petition. Für den Expertenrat des „Integrationsberichts“ hat die Umgangssprache in der Schule einen „wesentlichen Einfluss auf den Bildungserfolg“. Deswegen werden andere Modelle als die bisherigen sogar ausdrücklich empfohlen. Ist Schule Privatsache? Dass die Umsetzung aus juristischer Sicht bedenkenlos möglich sei, zeige das Rechtsgutachten zweier unabhängiger Verfassungsrechtsexperten der Universität Innsbruck, betonte der FPÖ-Landesparteichef. Peter Pernthaler und Markus Juranek hätten in ihrem Gutachten umfassend dargelegt, dass der verpflichtenden Verankerung des Prinzips der Schulsprache Deutsch aus rechtlicher Perspekti- FPÖ will mit „Schulsprache Deutsch“ den stark wachsenden Anteil von Schülern mit nichtdeutscher Muttersprache besser integrieren. Grafik: Agenda Austria ve nichts entgegenstehe. „Das Rechtsgutachten widerlegt insbesondere die Bedenken der grund- und somit verfassungsrechtlichen Zulässigkeit dieser Regelung“, erklärte Haimbuchner und zeigte sich verwundert über die Ablehnung des Bildungsministeriums, das den Vorschlag als „zu großen Eingriff ins Private“ darstellte. Die Argumentation des Ministeriums, Schule sei „eine Privatsphäre“, verwunderte die Freiheitlichen, weshalb sie eine Online-Petition starteten. Diese kann online auf der Webseite www.openpetition.eu/!- schulsprachedeutsch oder auf einer Unterschriftenliste – siehe letzte Seite dieser Ausgabe der NFZ – unterstützt werden. Es doch eine „Frage des Hausverstandes“, dass Migrantenkinder Deutsch vor allem in der Schule lernen könnten. „Mit der Beherrschung der Unterrichtssprache wird auch die Integration gefördert sowie Vorschub geleistet, dass die verfassungsrechtlichen Bildungs- und Erziehungsziele erfüll werden“, zeigt sich Haimbuchner überzeugt. Er hofft, über die Unterstützung der Bürger mittels der Petition auch den Bildungsminister überzeugen zu können. Die Kommunikation und die Sprache sind der Schlüssel zu einer erfolgreichen Integration, aber auch der Schlüssel zu Arbeitsplatz und Karriere in einem Unternehmen. Egal, welchen Beruf man als junger Mensch anstrebt, die Sprache Deutsch in Wort und Schrift wird eine Voraussetzung für eine erfolgreiche Teilnahme am Berufsleben sein. Schlüssel zum Erfolg Aus der Sicht der Wirtschaft betrachtet, ist es für die Zukunft immanent wichtig, dass die Facharbeiter von morgen die Ausbildung am Arbeitsplatz auch sprachlich verstehen. Ein weiterer wichtiger Punkt ist es auch, dass man im Umgang mit seinen Kollegen auch klar kommunizieren kann, sei es auf beruflicher oder privater Ebene. Es wird sich nur derjenige in Zukunft in unserer Gesellschaft wohlfühlen, der im beruflichen und privaten Umfeld seine Mitmenschen verstehen kann und beim dem keine sprachliche Hürde mehr besteht. Gerade in einer Zeit, in der die ständige Weiterbildung und die permanente Entwicklung eine zentrale Rolle einnehmen, sind kommunikative Fähigkeiten von zentraler Bedeutung. Wer diese Fähigkeiten permanent übt und verbessert, dem wird auch die Zukunft gehören. Somit ist es aus der Sicht der Wirtschaft ein wichtiger Schritt, die jungen Leute über die Schulstunde hinaus anzuhalten, Deutsch zu sprechen. Dies kann mit einer Verpflichtung, auch in den Pausen in unserer Sprache miteinander umzugehen, erreicht werden. Es geht um die Zukunft der Schüler und um ihre Chancen am Arbeitsmarkt!

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