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Für diese Türkei ist kein Platz in der EU!

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FPÖ fordert Schutzmaßnahmen an der Grenze gegen Erdogans Flüchtlingswelle

4 Innenpolitik Neue

4 Innenpolitik Neue Freie Zeitung Eine Kopie des deutschen NetzDG wäre nichts anderes als schlichtweg Zensur! Die freiheitliche Verfassungssprecherin Susanne Fürst warnt, im Kampf gegen „Hass im Netz“ das deutsche Netzwerkdurchdringungsgesetz (NetzDG) zu kopieren: „Wir Freiheitliche haben in der Regierung diese ÖVP-Pläne noch abgewehrt. Den Grünen aber scheint die Meinungsfreiheit weniger wert zu sein.“ Was stört die Freiheitlichen am Plan der Regierung, gegen den „Hass“ in den sozialen Netzwerken vorzugehen? Fürst: Es ist die Art und Weise, wie das erfolgen soll, nämlich nach dem Vorbild des deutschen Netzwerkdurchdringungsgesetz (NetzDG). Dieses ist ein abschreckendes Beispiel, denn es geht dabei um nichts anderes als um Zensur. Nicht umsonst hat die renommierte Fachzeitschrift „Foreign Policy“ dazu einen Artikel veröffentlicht mit dem bezeichnenden Titel „Deutschlands Online-Razzien inspirieren die Diktatoren der Welt“. Sie vermuten also hinter der hehren Absicht ganz andere Motive? Fürst: Es geht nicht um den Kampf gegen eine angebliche Verrohung der Sprache oder um Beleidigungen, sondern um das Zurückholen der Meinungshoheit, die das Establishment verloren hat. Die Form der Kommunikation in den sozialen Medien hat zu einem gewaltigen Umbruch in der politischen Debatte geführt. Bis vor wenigen Jahren hat man politische Inhalte von den etablierten Medien vorgesetzt bekommen. Durch die sozialen Netzwerke ist es zu einer Überprüfbarkeit dieser Inhalte gekommen, die Medien müssten sich einer Überprüfung durch die Bürger in einem „Realitätscheck“ stellen. Die Dialoge in den sozialen Medien sind ein riesiger Demokratisierungsschub. Politik und etablierte Medien sehen darin aber den Verlust der Deutungshoheit. Können Sie das einem Beispiel erklären? Fürst: Ab 2015 ist alles, was der Regierungspolitik in der Flüchtlingskrise kritisch gegenübergestanden ist, plötzlich als „Hate speech“, als fremdenfeindlich oder als extremistisch bezeichnet worden. Daher sind die Vorfälle der berüchtigten Kölner Silvesternacht 2015/16 von den Medien zunächst totgeschwiegen worden. Erst nachdem sich Betroffene und Zeugen in den sozialen Netzwerken über die sexuellen Übergriffe von Asylwerbern zu Wort gemeldet haben, wurden die 1.200 Strafanzeigen dieser Nacht auch zum Thema in den Medien und für die Politik. Aber es gibt auch die andere Seite, die der Beschimpfungen und Drohungen. Fürst: Dafür reicht die aktuelle Gesetzeslage aus, die Justiz kann dagegen vorgehen. Aber mit dem NetzDG in Deutschland ist es zu de- „Es geht nicht um den Kampf gegen eine angebliche Verrohung der Sprache oder um Beleidigungen, sondern um das Zurückholen der Meinungshoheit, die das Establishment verloren hat.“ mokratischen Tabubrüchen gekommen, die klassische Gewaltenteilung wird durcheinandergebracht. Denn das Vorliegen einer Strafbarkeit wird nicht mehr durch Gerichte bewertet, sondern von den Plattformen selbst in Form einer „Privatisierung der Justizgewalt“. Dabei sind die Betreiber der sozialen Netzwerke einem enormen Druck ausgesetzt, da ihnen im Falle eines Übersehens einer „Straftat“ Geldstrafen in zweistelliger Millionenhöhe drohen. Der Druck hat in Deutschland bereits zu einem massiven ‚Overblocking‘ geführt. Das heißt, es werden Beiträge von Bürgern gelöscht, die im legitimen Meinungsaustausch und im Rahmen der gesetzlich garantierten Meinungsfreiheit erfolgt sind. Das ist nichts anderes als staatlich erzwungene Zensur durch Private. Der sind bereits mehrfach Meinungen zum Opfer gefallen, die dem polit-medialen Mainstream widersprechen, ohne in irgendeiner Form zu Hass und Gewalt aufzurufen. Gelöscht werden etwa islamkritische Artikel liberaler Muslime, Warnungen vor IS-Kämpfern im Flüchtlingsstrom oder auch kritische Haltungen gegenüber der grassierenden Klima-Hysterie. Und bei gemeldeten Fällen werden etwa Geldbußen nicht mehr nur durch unabhängige Richter verhängt, sondern in Deutschland erfolgt das durch das Bundesamt für Justiz, einer Behörde des Justizministeriums. Sie befürchten also ein ähnliches Klima wie in Deutschland, wo bereits die Mehrheit der Bürger überzeugt ist, dass man eigentlich nicht mehr sagen darf, was man denkt? Fürst: Auf jeden Fall, denn in Deutschland ist schon der nächste Schritt in Planung: Im Internet ausgesprochene Drohungen sollen bis zu dreimal höher bestraft werden als derartige Taten im realen Leben. Daran lässt sich erkennen, dass die Moral der Mächtigen den Rechtsstaat immer mehr verdrängt. Eine gefährliche Entwicklung, an der anscheinend auch die schwarz-grüne Koalition Gefallen gefunden hat. Foto: NFZ Foto: NFZ Thema der Woche So erpicht die Grünen auf die Mensc Schwarz- Statt „Hass im Netz“ will Weshalb haben Venezuela, Vietnam, Russland, Weißrussland und Honduras als erste das deutsche Gesetz gegen „Hass im Internet“ übernommen? Weil mit diesem die Meinungsfreiheit der Bürger am einfachsten beschnitten werden kann. Die massenhaft ungerechtfertigten Löschungen und Sperren in Deutschland sollten Österreich eine Warnung sein. Am 30. Juni 2017 verabschiedete der deutsche Bundestag das Wortungetüm „Gesetz zur Verbesserung der Rechtsdurchsetzung in sozialen Netzwerken“ (NetzDG) in einem fast leeren Bundestag, denn die meisten Angeordneten ließen sich wegen der zuvor beschlossenen „Ehe für alle“ von den Medien feiern. Verfassungswidriges Gesetz Dabei hatten in einer Anhörung am 19. Juni 2017 sieben der zehn geladenen Sachverständigen den Gesetzesentwurf für „verfassungswidrig, europarechtswidrig“ erklärt, hielten „schwerwiegende Grundrechtseingriffe für denkbar“, und sahen das Gesetz beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe zerschellen, weil der sich „seine

Nr. 10 Donnerstag, 5. März 2020 g Innenpolitik 5 henrechte sonst sind, so willig wollen sie die darin verankerte Meinungsfreiheit in ihrem Kampf gegen „Hass im Netz“ opfern. Rechtsprechung zur Meinungsfreiheit nicht vom Netzwerkdurchsetzungsgesetz faktisch einebnen lassen” werde. Auch Warnungen, dass „Facebook“ damit „Richter über die Meinungsfreiheit“ sein und das Gesetz „die Meinungs- und Pressefreiheit” bedrohen werde, ließen die Abgeordneten von CDU/CSU und SPD ungerührt. „Die massenhafte Verlagerung dieser Entscheidungsbefugnis in die Löschzentren der Internet-Riesen, wo nicht hinreichend geschulte Kräfte auf Mindestlohnbasis im Sekundentakt die freie Rede exekutieren, ist eines Rechtstaates ungrüne Zensurpläne für‘s Internet Schwarz-Grün die Meinungsfreiheit bekämpfen – mit dem Lieblingsgesetz der Diktatoren würdig“, bemerkte der Hamburger Medienanwalt Joachim Steinhöfel damals. Meinungsfreiheit nur für Reiche? Steinhöfel hat sich inzwischen zum gefürchteten Verteidiger für Bürger, die von dieser Zensur zum Schweigen gebracht werden sollten, aufgeschwungen. So musste auf sein Betreiben der Staatsminister im Außenministerium auf Twitter die Blockade eines Reporters der „Jerusalem Post“ aufheben. Der Journalist hatte seine Sperre auf „Twitter“ mit einem kritischen Bericht über den Amtsinhaber „verschuldet“. Kurz und Justizministerin Zadic treiben das Zensurgesetz voran. Foto: BKA/Arno Melicharek Steinhöfel mahnte – bisher vergeblich- eine Stärkung der Rechte der Nutzer gegenüber den Netzwerkbetreibern bei Sperrungen und Löschungen ein: „Bislang ist die Durchsetzung der Rechte nur schwer und nur mit hohem finanziellen Aufwand und Risiko möglich.“ Für ihn ist das Gesetz eine „direkte Attacke auf die Meinungsfreiheit“. Denn es habe sich seine 2017 geäußerte Befürchtung bestätigt, dass aufgrund nicht legal definierter Begriffe wie ,,Hasskriminalität” oder „strafbare Falschnachrichten” eine Gefahr eines über Gebühr ausgedehnten Anwendungsbereichs der Sanktionen des NetzDG gegen jede abweichende Meinung drohe: „Die aktuelle Praxis zeigt massenhaft, dass diese Bedenken begründet sind.“ Rein rechtlich gebe es in Deutschland noch die Meinungsfreiheit. Aber wirklich erforderlich sei auch, dass das Gemeinwesen abweichende Meinungen toleriere, ohne dass Personen dafür mit finanziellen, beruflichen oder sozialen Nachteilen oder gar tätlichen Angriffen auf sich rechnen müssten. Aber all dies geschehe jetzt fast täglich in Deutschland, urteilt Steinhöfel über den „Erfolg“ des NetzDG. Österreich sei von derartigen Bestrebungen bisher verschont geblieben, weil Freiheitliche der Regierung angehört haben, erläutert FPÖ-Verfassungssprecherin Susanne Fürst. Denn diese „wahnwitzigen Pläne“ seien schon damals vorgelegt worden, erinnert sich die Linzer Juristin: „Und natürlich alles unter Obhut der ÖVP.“ Demokratiefeindliche Pläne So sei vorgesehen gewesen, dass die Rundfunk- und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR) den Vollzug des Gesetzes überwachen und Strafen verhängen sollte, erklärte die FPÖ-Verfassungssprecherin: „Praktischerweise wird der dafür zuständige Geschäftsführer der RTR vom Kanzleramt eingesetzt.“ Die Organisation „Freedom House“, die seit 1973 Indizes zu Freiheit und Demokratie erstellt, hat recherchiert, dass von den 13 Staaten, die das deutsche Netzwerkdurchsetzungsgesetz de facto übernommen haben, gerade einmal drei als „freie“ Demokratien zu bezeichnen sind. Der Artikel, der in der renommierten Fachzeitschrift „Foreign Policy“ erschienen ist, trug den bezeichnenden Titel: „Deutschlands Online-Razzien inspirieren die Diktatoren der Welt“.

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