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FPÖ-ÖVP Regierungsprogramm 2017-2022

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Regierungsprogramm 20172022 Curricula etc.) sind insofern anzupassen, dass jedenfalls die Professorenschaft (im Sinne § 97 UG 2002) eine qualifizierte Mehrheit stellt • Entbürokratisierung der Universitätsverwaltung und -steuerung −− Review-Prozess für weniger Bürokratie an Österreichs Universitäten (sowohl für Studierende als auch Universitätspersonal) −− Schaffung der rechtlichen Rahmenbedingungen für eine optimale Nutzung der Möglichkeiten neuer Technologien −− Universitätsübergreifende Nutzung von vorhandener Infrastruktur Karriereperspektiven für die besten Köpfe schaffen Um Karriereperspektiven für Forscherinnen und Forscher in Österreich zu verbessern, im Kampf um die besten Köpfe noch wettbewerbsfähiger zu werden und der Abwanderung junger, exzellenter Forscherinnen und Forscher aus Österreich entgegenzuwirken, wird die Bundesregierung ein modernes Arbeitsrecht für Forschende schaffen, die Anzahl der verfügbaren Laufbahnstellen an Universitäten steigern, Frauen in der Forschung (an Hochschulen, außeruniversitären Instituten oder in der Industrie) besonders unterstützen und Rückkehrprogramme für österreichische Forscherinnen und Forscher, die im Ausland tätig sind, umsetzen. • Modernes Arbeitsrecht für Forscherinnen und Forscher (Flexibilisierung der Vertragsdauer, flexible Arbeitszeitmodelle, Reform des § 109 UG) • Verstärkte Bemühungen, um Dependancen von internationalen Top-Universitäten nach Österreich zu holen • Bessere Rahmenbedingungen für vor allem junge Forschende und speziell für Frauen in der Forschung durch −− eine deutliche Steigerung der an Universitäten verfügbaren Laufbahnstellen für junge Forscherinnen und Forscher in Zukunftsbereichen −− aktive Fördermaßnahmen, um Rahmenbedingungen für junge Forscherinnen zu unterstützen (z.B. Vereinbarkeit von Familie und Beruf) • Verbesserungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen, um hochqualifizierte Forscherinnen und Forscher verstärkt nach Österreich zu holen • Mobilität und Internationalisierung forcieren • Umsetzung der Hochschulmobiltätsstrategie sowie kontinuierliche Steigerung der Studierenden- und Lehrendenmobilität • Sicherstellung der nationalen Zusatzfinanzierung für ERASMUS+ • Nachhaltige Etablierung des Österreichischen Austauschdienstes (OeAD-GmbH) als österreichische Agentur für Mobilität, Internationalisierung und Kooperation im Bereich Bildung, Hochschulbildung und Wissenschaft • Intensivierung internationaler Vernetzung von Universitäten, Institutionen und Großforschungsinfrastruktur Seite 74

Regierungsprogramm 20172022 Innovation und Digitalisierung Österreich ist eine kleine, exportorientierte Volkswirtschaft, die sechs von zehn Euro auf den internationalen Märkten verdient. Als solche ist es entscheidend, hochinnovative Produkte und Dienstleistungen erfolgreich auf den Weltmärkten im internationalen Wettbewerb zu positionieren. Vor allem Innovationen durch Digitalisierung bieten hierfür ganz neue Chancen. Ziel ist es daher, dass Österreich zur Gruppe der europäischen Innovation-Leader aufsteigt. Im Sinne einer gesamtstrategischen Vorgangsweise wird für Österreich eine neue Forschungs- und Innovationsstrategie erarbeitet. Sie wird auf den Prinzipien Exzellenz und Wettbewerb sowie Impact und Offenheit basieren mit dem Ziel, ein hochdynamisches und weltweit vernetztes Innovationssystem (weiter) zu entwickeln. Eine freie, erkenntnisgeleitete Grundlagenforschung ist dafür eine wichtige Voraussetzung. Es gilt insbesondere, die Exzellenzorientierung in den wissenschaftlichen Einrichtungen voranzutreiben und die internationale Attraktivität als akademischer Standort auszubauen. Dabei wird es wichtig sein, die EU-Förderprogramme bestmöglich für Österreich zu nutzen. Grundlagenforschung soll in einem integrativen Ansatz mit entsprechender Verwertung von Forschungsergebnissen für wirtschaftliche und gesellschaftliche Innovation verknüpft sein. Neben der akademischen Forschung stellt die stark anwendungsorientierte Forschung durch KMU und Großunternehmen das Rückgrat des Innovationssystems dar. Es gilt daher, die Rahmenbedingungen für innovative Unternehmen – jeweils spezifisch für Start-ups, KMU oder große Industrieunternehmen – bestmöglich auszugestalten: durch ein Bekenntnis zur Forschungsprämie, die Stärkung der nachfrageseitigen Innovationsförderung und durch direkte wettbewerbliche Förderungen. Ziel ist es, Unternehmen bei der Entscheidung zu stärken, auf Investitionen in Forschung und Entwicklung zu setzen und als Headquarter attraktiv zu sein. Dafür brauchen wir einen ausgewogenen Mix aus vorgegebenen inhaltlichen Schwerpunkten (top down) und offenen Programmen (bottom up) sowie hochqualifiziertes Personal. Insbesondere im MINT-Bereich müssen wir diese Problematik strategisch angehen. Für einen größtmöglichen Output an Forschungsergebnissen ist es in den nächsten Jahren auch notwendig, die bestehende Governance des Innovationssystems zu überdenken. Förderagenturen brauchen mehr Handlungsspielraum. Wir brauchen eine größere finanzielle Planungssicherheit, um international konkurrenzfähiger zu werden, und wir brauchen klarere Strukturen und weniger Bürokratie im System. Eine innovationsorientierte Gesellschaft nutzt über die Forschung hinausgehend alle Möglichkeiten der Innovation. Daher gilt es, ein breites Verständnis von Innovation zu verwenden. Dies beinhaltet offene Innovationsmethoden einerseits, andererseits aber auch einen integrativen Ansatz, was gemeinnützige Einrichtungen und soziales Unternehmertum betrifft. Ohne Zweifel spielt die Digitalisierung als alles transformierende Kraft eine Schlüsselrolle für den Innovationsstandort. Bestehende gesellschaftliche und wirtschaftliche Prozesse werden in den nächsten Jahren zu hinterfragen sein. Neue digitale Technologien wie künstliche Intelligenz, Robotik oder Blockchain werden noch nicht vorhersehbare Auswirkungen auf unsere Gesellschaft haben. Für Österreich gilt es, die Digitalisierung vor diesem Hintergrund aktiv als Chance zu nutzen, indem wir uns international als Vorreiter der Digitalisierung positionieren. Nur wer jetzt aktiv in die Digitalisierung investiert, wird als Innovation-Leader künftig international vorne mit dabei sein und Beschäftigung und Wohlstand nachhaltig entwickeln. Es wird daher Forschungsschwerpunkte im Digitalbereich genauso brauchen, wie es notwendig sein wird, MINT stärker in der Bildung zu verankern. Seite 75

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