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Faire Pensionen, mehr Hilfe bei Pflege!

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Letzter Teil des FPÖ-Wahlprogamms zur Fortsetzung des Rot-Weiss-Rot-Reformkurses

6 Nationalratswahl 2019

6 Nationalratswahl 2019 Neue Freie Zeitung Leistbares Wohnen für alle Österreicher Herbert Kickl: Die Ursachen der Probleme ohne Enteignungs-Phantasien angehen In den letzten fünf Jahren sind die Mietpreise in Österreich um 13 Prozent gestiegen, gebrauchte Eigentumswohnungen in Wien im Schnitt gar um 170 Prozent verteuert, neue Wohnungen um 113 Prozent. Wie soll leistbares Wohnen gehen? Kickl: Die Österreicher leiden unter akuter Wohnungsnot. Das ist einerseits die Folge der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank, die Sparer enteignet und die Finanzierung hochpreisigen Wohnraums fördert, andererseits des Paragraphen-Dschungels in der Bauordnung. Das hat den Wohnbau verteuert – und natürlich nicht zu vergessen die enorme Einwanderung aus dem Ausland in den letzten Jahren, die vor allem in Städten wie Wien die Mieten und Wohnungspreise in die Höhe getrieben hat. Eine Verbesserung des Wohnungsmarktes kann nach Ansicht der FPÖ nur durch eine durchdachte Reform des Wohnbauförderungssystems gelingen. Eine solche Reform würde zu einem verstärkten sozialen Wohnbau führen und damit auch zu mehr leistbaren Wohnungen. Auch der Erwerb von Wohnungseigentum soll dadurch gefördert werden. Ein – vor allem – städtisches Problem ist der Mangel an Baugrund. Kickl: Ja, deswegen tun sich Länder und Gemeinden auch immer schwerer, leistbare Wohnungen für kleine und mittlere Einkommensbezieher anzubieten. ten Zugang zum gemeinnützigen Wohnbau für die österreichische Bevölkerung sichern. Das ist eine Sache der wohnpolitischen Verantwortung und soll die Menschen entlasten. Wir schützen außerdem hunderttausende Genossenschaftswohnungen und ihre Bewohner vor spekulativen Attacken. Denn: Leistbares Wohnen ist eine Säule der Daseinsvorsorge und darf „Leistbares Wohnen für die Österreicher“: Das ist das freiheitliche Motto einer modernen Wohnbau- und Mietrechtspolitik. Verschärft wurde die Situation nicht zuletzt durch den Zuzug von 500.000 Ausländern seit dem Jahr 2010 mit all den Auswirkungen dieser Einwanderung in das Sozialsystem. Daher fordern wir Freiheitliche die Errichtung einer gemeinnützigen Bundesbaugesellschaft, die auf nicht verwendeten Grundstücken des Bundes in rascher Folge leistbare Wohnungen baut. Wir wollen zudem einen unkomplizier- kein Spekulationsobjekt sein. Deshalb wurde auch das Wohnungsgemeinnützigkeitsgesetz novelliert. Und es ist schon merkwürdig, dass sich gerade die SPÖ in der Frage auf die Seite spekulativer Finanzinvestoren gestellt hat und deren Interessen in Wien geradezu herrschaftlich bedient hat – und so zum Mangel an leistbaren Wohnungen in der Bundeshauptstadt mitverantwortlich ist. In Österreich ist im EU-Vergleich die Anzahl der Mieter mit 43 Prozent in Österreich sehr hoch, nur in Deutschland ist sie noch höher. Mit 78 Prozent gibt es in Wien die meisten Mieter. Wie wollen Sie denen helfen? Kickl: Also sicher nicht mit Drohungen gegen Vermieter oder gar mit Enteignungs-Phantasien, wie sie derzeit in Deutschland kursieren. Es gibt zwei wirksame Mietzinsbremsen: Einen starken sozialen Mietwohnungssektor und ein ausreichendes Angebot an Wohnungen. Ein modernes Mietrecht darf unserer Ansicht nicht zu leerstehenden Wohnungen, einer Ghettoisierung von Innenstädten oder zu einer Gentrifizierung, also der Verdrängung der ursprünglichen Bewohner durch kaufkräftigere Mieter und Spekulanten, führen. Für uns Freiheitliche ist vielmehr „leistbares Wohnen für die Österreicher“ das Motto einer modernen Wohnbau- und Mietrechtspolitik! Sollte die FPÖ wieder in einer Regierung vertreten sein, dann werden wir dieses Thema sofort angehen. Herbert Kickl Ohne uns kippt Kurz nach LINKS. Illegale stoppen - Grenzen schützen FPÖ

Nr. 38 Donnerstag, 19. September 2019 Nationalratswahl 2019 7 g Norbert Hofer: Schwarz-Grün gefährdet DEINE Zukunft. Impressum: FPÖ, Friedrich-Schmidt-Platz 4/3a, 1080 Wien Besser für Österreich in ihrem Kreis einen Pflegefall. Ich habe ein Jahr meines Lebens in Reha-Einrichtungen und Krankenhäusern verbracht, meine Frau ist Altenpflegerin. Daher kenne ich das Thema aus erster Hand. Pflege und Betreuung daheim ist für alle Beteiligten die beste Lösung. Die Betroffenen sind in der gewohnten Umgebung, und auch die Kosten sind im Vergleich zur stationären Pflege weitaus niedriger. Daher ist es nur logisch, dass die öffentliche Hand für Pflege und Betreuung daheim mehr Mittel zur Verfügung stellt. Unsere Pläne sehen daher vor, dass Pflegebedürftige, die daheim betreut werden, um 50 Prozent mehr Pflegegeld in allen Pflegegeldstufen ab der Stufe drei erhalten. Das bedeutet für die Stufe drei statt 451,80 künftig 692,70 Euro; für Stufe vier statt 677,60 künftig 1.016,40 Euro; für Stufe fünf statt 920,30 künftig FPÖ Faire Pensionen und Pflegereform ohne Zusatzbelastungen Norbert Hofer: Die ältere Generation hat unseren Respekt und Anerkennung verdient! Ewiges Thema in der Politik – und vor allem in Wahlzeiten – sind die Pensionen und deren Anpassung. Hofer: Es ist auch ein berechtigtes Thema, denn die ältere Generation hat den Wohlstand in Österreich geschaffen, in dem wir nun leben. Daher hat sie unseren vollsten Respekt und unsere Anerkennung verdient. Das haben wir Freiheitliche bei der letzten Pensionsanpassung auch umgesetzt: Im kommenden Jahr 2020 werden alle Senioren mit einer geringen Pension bis zu 1.111 Euro brutto im Monat um 3,6 Prozent mehr Geld bekommen, also knapp 40 Euro mehr pro Monat. Das ist eine Verdoppelung der gesetzlich vorgesehenen Höhe von 1,8 Prozent. Diese Pensionsanpassung war de facto ein Allparteien-Beschluss. Hofer: SPÖ und ÖVP haben dieser Forderung zwar auch zugestimmt. Aber was sagt Sebastian Kurz dazu? „Zehn Euro mehr für einen Pensionisten, der von 1.000 Euro im Monat leben muss, das halte ich für durchaus angemessen.“ Ist Kurz nicht richtig informiert, oder gönnt er den Pensionisten keine spürbare Erhöhung? Die soziale Sicherheit unserer Senioren ist gerade der FPÖ daher ein großes Anliegen. Wir haben in der Regierung die Einführung der Mindestpension von 1.200 Euro ab 2020 sowie die jährliche Anpassung des „Wir brauchen ein praxistaugliches Modell, das die Pflegebedürftigen und deren Angehörige bestmöglichst unterstützt.“ Pflegegeldes durchgesetzt. Das waren enorm große Fortschritte, die auch zeigen, dass wir das soziale Gewissen dieser Bundesregierung waren. Ein gutes Pensionssystem muss den Lebensstandard auch im Alter absichern können – dies ist unsere feste Überzeugung. Das sind wir unseren Pensionisten schuldig. Ein ewiges Streitthema sind die Herausforderungen, die im Bereich der Pflege auf Österreich zukommen – und hier natürlich deren Finanzierung. Hofer: Beinahe jede Familie hat 1.380,45 Euro; für die Stufe sechs statt 1.285,20 künftig 1.927,80 Euro und für die Stufe sieben statt 1.688,90 künftig 2.533,35 Euro. Umstritten ist immer noch, wie das finanziert werden soll. Hofer: Das will die ÖVP den aktuellen und künftigen Pflegebedürftigen aufhalsen. So hat ÖVP-Gemeindebundpräsident Alfred Riedl im Juli gefordert, dass jemand, der stationär gepflegt wird, sein 13. und 14. Gehalt für die Finanzierung verwenden müsse – also der Pflegeregress, den wir erst im Juni 2017 abgeschafft haben, soll wieder über die Hintertür eingeführt werden. In die gleiche Richtung geht auch der Vorschlag von ÖVP-Chef Kurz für eine Pflegeversicherung. Unser Vorschlag heißt Umschichtung der Ausgaben: Österreich hat doppelt so viele Akutbetten wie der EU-Durchschnitt, und in diesen liegen Pflegebedürftige. Das verursacht einen Mehraufwand von 4,75 Milliarden Euro im Jahr. Man muss die Bereiche Gesundheit und Pflege besser organisieren, dann braucht man kein zusätzliches Geld.

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