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Das „türkise System“ bleibt weiter bestehen!

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Kurz-Nachfolger erweist sich als ferngesteuertes Megafon seines Vorgängers

6 Parlament Neue Freie

6 Parlament Neue Freie Zeitung Foto: NFZ Norbert Nemeth Klubdirektor der FPÖ HOHES HAUS Vor einer Woche hätte niemand gedacht, dass die wichtigste Frage für das Parlament jene ist, wann der neue Kanzler Schallenberg vorgestellt wird. In der österreichischen Innenpolitik realisieren sich Dinge, die niemand für möglich hält. Das war auch bei „Ibiza“ und der Entfernung der FPÖ aus der Regierung nicht anders. Tag der Reue So gesehen holt die ÖVP die eigene Geschichte ein. Die Kausalitätskette von der Entlassung Herbert Kickls als Innenminister über den Untersuchungsausschuss bis hin zu Schmids Telefon ist unübersehbar. Ist ein Tag vorstellbar, an dem die Türkisen ihre Entscheidung vom Mai 2019 nicht bereuen? Die Vorstellung des neuen Bundeskanzlers ist mehr als ein Akt der Höflichkeit. Erst bei der Vorstellung im Plenum bekommt der Nationalrat die Möglichkeit, korrigierend einzugreifen. Nämlich in Form eines Misstrauensvotums. Daher ist es im Interesse des Nationalrates, dass solch eine Vorstellung möglichst bald nach der „Bestallung“ erfolgt. Der Name rührt von der sogenannten Bestallungsurkunde her, die Regierungsmitglieder bei Amtsantritt vom Bundespräsidenten erhalten. Bemerkenswertes ist auch geschehen, bei der SPÖ. Die hat ihre unselige Vranitzky-Doktrin entsorgt, die seit 1986 dafür sorgte, dass es keine Regierung ohne ÖVP-Beteiligung gab. Seit dem Wochenende gilt das nicht mehr. Auch eine Form von Reue, denn eine rot-blaue Zusammenarbeit auf Bundesebene wurde ausschließlich durch den Rücktritt des Kanzlers verhindert. Oder bloß aufgeschoben? SOZIALPOLITIK Stigmatisierende Kampagne Die Plakatkampagne „Mit einer Behinderung wirst Du NICHT gebraucht“ diskreditiert und beleidigt in den Augen des Dritten Nationalratspräsidenten Norbert Hofer Menschen mit Behinderung: „So eine Kampagne stigmatisiert und verletzt eine ganze Gruppe und fördert Vorurteile gegenüber zigtausenden Menschen.“ Er empfahl den Verantwortlichen hinter dieser Kampagne den direkten Kontakt zu behinderten Menschen zu suchen. Foto: NFZ INNENPOLITIK „Systemerhalt“ Ein FPÖ-Entschließungsantrag zu „Sofortmaßnahmen gegen den türkisen ,Tiefen Staat‘“, die Suspendierung aller involvierten Mitarbeiter der Öffentlichkeitsarbeitsabteilung des Finanzministeriums sowie die Auflösung des Strategiestabs „Think- Austria“ im Kanzleramt, wurde von Türkis-Grün zurückgewiesen. Grüne blocken Hilfe gegen Energiepreisanstieg ab! Millionen für „Windbarone“, aber kein Hilfsfonds für die Ärmsten Das „Erneuerbaren-Ausbau- Gesetz“ und die geplante CO2-Steuer heizen die Energiepreise weiter an. Aber der grüne Sozialminister blockte einen Hilfsfonds für die Ärmsten ab. Foto: NFZ „Die Regierungsparteien unternehmen in der Energiewirtschaft genau das Gegenteil davon, was den Österreichern endlich Entlastung bringen würde“, kritisierte der freiheitliche Nationalratsabgeordnete Christian Ragger im Sozialausschuss. Armutsfalle „Klimarettung“ Bereits 25.000 Menschen in Österreich könnten sich nicht einmal eine Kilowattstunde Strom leisten, betonte Ragger und befürchtet ein drastisches Ansteigen dieser Zahl Bereits 25.000 Österreicher sind von „Energiearmut“ betroffen. durch die „Klimarettungssteuern“ der Koalition, mit denen die Millionen-Förderungen für die Windkraftanlagen-Betreiber („Windbarone“) bezahlt werden sollen. Die FPÖ fordert die Einrichtung eines Hilfsfonds, um die Inflation durch steigende Treibstoff- und Energiepreise abzufangen und davon schwer betroffene Menschen zu unterstützen. Corona-Management für Neuinfektionen Der freiheitliche Gesundheitssprecher und Vorsitzende des parlamentarischen Gesundheitsausschusses, Gerhard Kaniak (Bild), kritisierte die Weigerung der türkis-grünen Bundesregierung zu einem effektiven Corona-Management. Denn nach wie vor werden Menschen mit Neuinfektionen in Quarantäne geschickt, statt sie medizinisch zu behandeln und sie vor einem Spitalsaufenthalt zu bewahren. „Zu den bereits erprobten Medikamenten, die nachgewiesener Maßen vor einem schweren Verlauf der Infektion schützen könnten, kommen fast wöchentlich neue Therapiemöglichkeiten hinzu. Aber nach wie vor werden die in Quarantäne befindlichen Menschen im Stich gelassen“, bemerkte Kaniak. Selbst bei ersten Symptomen gebe es keine medizinische Betreuung und es werde abgewartet, ob sich der Patient erhole oder sich im Spital oder gar auf einer Intensivstation wiederfinde. „Dieses Missmanagement des grünen Gesundheitsministers ist unverständlich. Prävention und neue Therapiemöglichkeiten müssen in die Bekämpfung der Infektionslage einfließen. Die Impfung, die für viele Personen einfach nicht in Frage kommt, kann nicht der einzige Lösungsansatz sein, das wäre fatal und kurzsichtig“, kritisierte Kaniak. Foto: NFZ

Nr. 41 Donnerstag, 14. Oktober 2021 g Einen Skandal der Sonderklasse lieferte die Tageszeitung „Die Presse“: Demnach soll die Hausdurchsuchung im ÖVP-Umfeld zu Kurz‘ „Medienkauf“ in der Vorwoche verraten worden sein. Als Tippgeber wird das ÖVP-geführte Innenministerium verdächtigt. Parlament 7 Nehammer endgültig nicht mehr tragbar Tipp zu bevorstehenden Hausdurchsuchungen soll aus dem Innenministerium gekommen sein Konkret geht es darum, dass am 4. Oktober das Innenministerium über die von der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) angeordneten Hausdurchsuchungen informiert wurde. Am 5. Oktober versuchte die in den ÖVP-Korruptionsskandal verstrickte Meinungsforscherin Sabine B., Daten auf ihrem Computer zu vernichten. Einen Tag später stand dann wirklich die Staatsanwaltschaft vor ihrer Tür. Diese registrierte die am Vortag vorgenommene Löschung und ließ Beinschab letzten Dienstag verhaften. Türkiser Staat im Staat „Das türkise System hat hier ganze Arbeit geleistet. Zentral involviert darin ist das Innenministerium, wo sich der frühere ÖVP-Generalsekretär Karl Nehammer einen ,Staat im Staat‘ errichtet hat. Es besteht kein Zweifel, dass die Meinungsforscherin den Tipp aus dem türkisen System hatte“, empörte sich FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz. Im Lichte der jüngsten Erkenntnisse sei nicht nur der Innenminister rücktrittsreif, sondern auch der ÖVP-Nationalratsabgeordnete Andreas Hanger, der am 5. Oktober – also nur einen Tag nach der Information an das Innenministerium – eine Pressekonferenz gab, in der er neuerlich davon sprach, dass sich die Gerüchte verdichten, wonach Hausdurchsuchungen bevorstünden. Es sei besorgniserregend, zu beobachten, wie jeden Tag mehr Details über dieses „türkise System“ an Investitionsprämie ist sicher nicht der „Gamechanger“ Die von ÖVP-Wirtschaftsministerin Margerete Schramböck schlechthin als „der wirtschaftspolitische Gamechanger“ verkaufte „Investitionsprämie“ scheint für die Unternehmer und den ös- Angerer: ÖVP hat wieder versagt. terreichischen Wirtschaftsstandort das aber bei weitem nicht zu sein, merkte FPÖ-Wirtschaftssprecher Erwin Angerer an: „Wenn nämlich bei einem Förderrahmen von 7,8 Milliarden Euro in einem Jahr lediglich rund 150 Millionen Euro von unseren Unternehmen beantragt und investiert wurden, dann müsste in dem Bereich wohl eher nachgebessert werden.“ Wie schon bei den „Corona-Hilfen“ haben ÖVP und Grüne ihre Förderinstrumente mit einem schier undurchdringlichen Bürokratie- und Verwaltungswust verbarrikadiert. Deshalb haben viele betroffene Unternehmer bis heute keinen Cent an Unterstützung bekommen. Die derzeit enorm steigenden Energiepreise als ‚Begleiterscheinungen‘ von Corona- und Klima(rettungs)maßnahmen werden zudem entscheidend in die Wirtschaftsentwicklung mit hineinspielen, genauso wie der Fachkräfte- und Lehrlingsmangel, warnte Angerer: „Dass der wirtschaftliche Aufschwung seit der Mitte des Jahres bereits wieder abnimmt, ist eine besorgniserregende Entwicklung. Besonders im Hinblick darauf, dass für die Wintermonate ein weiterer Rückgang erwartet wird.“ Aber allem Anschein nach ruhe sich die Politik auf dem Wachstum des ersten Halbjahres aus, statt notwendige Reformen bei Gewerbeordnung, Föderalismus oder Aufgabenreform anzugehen. Foto: NFZ Schnedlitz fordert nach dem Verrat der Hausdurchsuchung den Rücktritt von ÖVP-Innenminister Karl Nehammer. die Öffentlichkeit gelangen, erklärte Schnedlitz. Für ihn war Hangers Erklärung eine Botschaft an alle Mitspieler des türkisen Systems, rasch aktiv zu werden und noch belastende Daten zu löschen. „Es zeigt sich einmal mehr, dass es mit dem Schritt zur Seite von Sebastian Kurz noch lange nicht getan ist. Er muss sich gänzlich aus der Politik verabschieden – und der Rest der türkisen Ministertruppe gleich mit dazu. Nur so kann der Weg frei gemacht werden, um wieder Anstand in die Politik zu bringen“, betonte der FPÖ-Generalsekretär, Foto: NFZ

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