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Ungenierte mediale Wahlmanipulation

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Medien inszenieren für die ÖVP eine Schmutzkübel-Kampagne gegen die FPÖ

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4 Innenpolitik Neue Freie Zeitung Rauchverbotsgesetz muss rückabgewickelt werden! Der Bundesobmann der Freiheitlichen Wirtschaft, Matthias Krenn, lässt im NFZ-Interview kein gutes Haar an der „ehemaligen Wirtschaftspartei ÖVP“: „Der Gastronomie verwehrt man Ausnahmeregelungen, die öffentlichen Einrichtungen gewährt werden!“ Wie beurteilt die Freiheitliche Wirtschaft das generelle Rauchverbot? Krenn: Das am 1. November in Kraft getretene generelle Rauchverbot bedeutet einen massiven Eingriff in die Wahlfreiheit und Existenzgrundlagen von Unternehmern der Gastronomie und Hotellerie und ihren Mitarbeitern. Das bedeutet für viele Betriebe den Todesstoß. Dieser Beschluss entpuppt sich als türkis-grün-rotes Be- und Verhinderungspaket für die Wirtschaft und muss unverzüglich rückabgewickelt werden. Zumal immer weitere Defizite der anlassbezogenen Novellierung des Nichtraucherschutzgesetzes zu Tage treten. So verwehrt man der Gastronomie explizit jene Ausnahmeregelungen wie die Errichtung von klar definierten Raucherräumen, die öffentlichen Einrichtungen gewährt werden. Haben Sie schon erste Erfahrungen mit der Neuregelung eingeholt? Krenn: Nach dem ersten rauchfreien Wochenende hat der Fachverband Gastronomie für die heimische Nachtgastronomie einen Umsatzrückgang zwischen zehn und 20 Prozent errechnet. Auch der Lärm auf den Straßen vor den Lokalen hat zugenommen. So muss man sich nun mit einem überzogenen Anrainerschutz sowie Bestrafungsorgien herumschlagen. Ich erinnere daran, dass einige Betriebe bereits vor dem Inkrafttreten des Gesetzes die „letzte Sperrstunde“ angekündigt haben. Dazu kommt, dass die Ablehnung der Beschwerde der Nachtgastronomie durch den Verfassungsgerichtshof die Sachlage noch um einiges verschärft. Damit wird nun unmissverständlich festgestellt, dass der Gesundheitsschutz höher zu bewerten ist als die Interessen der Betreiber von Gastronomiebetrieben. Diese Argumentation birgt somit den „Ich frage mich, was sich die ,Wirtschaftspartei‘ ÖVP dabei denkt.“ Zündstoff des Rauchverbotes in Gastgärten in sich! Welche Maßnahmen erwarten Sie von der künftigen Bundesregierung? Krenn: Unter Türkis-Blau wurden zwar Entlastungen und Planungssicherheit für die Gastronomie in Angriff genommen, jedoch im freien Spiel der Kräfte durch das Bekenntnis der ÖVP zum Rauchverbot wieder zunichte gemacht. Ich frage mich, was sich die „Wirtschaftspartei“ ÖVP bei dieser Diskriminierung denkt, wenn sie Krankenhäusern, Flughäfen, Ämtern, Vereinslokalen und sogar dem Parlament selbst das Privileg von Raucherbereichen zugesteht, aber den Unternehmern das verweigert? Als Freiheitliche Wirtschaft haben wir gemeinsam mit der FPÖ konkrete Lösungen gegen das Wirtesterben vorgeschlagen. Wir stehen für Wahlfreiheit und Selbstbestimmung der Unternehmer und Konsumenten mit dem Kompromiss der Aufhebung des Rauchverbotes ab 20.00 Uhr abends bis 6.00 Uhr in der Früh. Es braucht eine gesetzliche Gleichbehandlung zu den öffentlichen Einrichtungen, und beim Anrainerschutz sind die Lärmverursacher und nicht die Lokalbetreiber zur Verantwortung zu ziehen. Foto: FW Foto: NFZ Thema der Woche Ausgeraucht: Mit einem der strengsten Rauchverbotsgesetze Europas oh Hurra, wir sind wie Mit dem generellen Rauchverbot macht sich die K Zum 1. November wurde Österreich amerikanisiert: Neben dem „Halloween“-Zirkus trat heuer auch ein ähnlich strenges Rauchverbot in Kraft, wie in den USA. Und ausgerechnet die ehemalige konservative Wirtschaftspartei ÖVP ist am beschleunigten Wirte-Sterben im Dienste einer linken Bevormundungspolitik verantwortlich. „Die Tradition kann nicht weitergehen. Wenn Hunderte vor der Türe rauchen, ist die Situation für uns nicht mehr handhabbar, die Nachbarn würden zu sehr darunter leiden“, klagte Andreas Mayrhofer, Betreiber der Diskothek „Go In“ im oberösterreichischen Finklham der „Krone“ die Folgen des generellen Rauchverbots. Daher ist am 5. Jänner 2020 – zum 48. Geburtstag des Lokals – Schluss. Ein EU-Musterschüler-Gesetz Seit 1. November ist Österreich wieder EU-Musterschüler, zumindest beim Rauchverbot. Denn im Gegensatz zu den anderen EU-Ländern gibt es praktisch keine Schlupflöcher: Auch geschlossene Gesellschaften und Vereinslösungen können das Gesetz nicht aushebeln, wie das selbst im europäischen Pionierland in Sachen Rauchverbot, in Irland, oder auch in Deutschland möglich ist. „Ein Verein darf nicht dazu führen, dass Nichtraucher-Schutzbestimmungen ausgehebelt werden“, zitiert der „Standard“ Franz Pietsch, Jurist des Gesundheitsministeriums. „Rauchervereine“ sind sittenwidrig und müssen von der Vereinspolizei aufgelöst werden. Aber der Gesetzgeber – im österreichischen Fall ÖVP, SPÖ und Neos – misst mit zweierlei Maß. Denn Krankenhäusern, Flughäfen, Ämtern, Vereinslokalen und sogar dem Parlament selbst wurde das Privileg zugeschanzt, Raucherbereiche einrichten zu dürfen. „Damit schafft man gesetzlich tolerierte Konkurrenz zu den Gastro-Unternehmern!“, empört sich Matthias Krenn, Obmann der Freiheitlichen Wirtschaft (FW). Rauchverbot in Gastgärten? Und er befürchtet für Gastronomie und Raucher Schlimmes: In seiner Begründung zur Ablehnung der Beschwerde der Nachtgastronomie definierte der Verfassungsgerichtshof klar, dass der Gesundheitsschutz höher zu bewerten sei

Nr. 45 Donnerstag, 7. November 2019 g Innenpolitik 5 POLITIK ANALYSIERT Foto: FPÖ Peter Wurm FPÖ-Konsumentensprecher ne Ausnahmeregelungen für die Gastronomie schlägt die ÖVP den linken Entmündigungskurs ein. der EU-Musterschüler! urz-ÖVP Liebkind bei den Grünen und in Brüssel – und verrät die Wirte als die Interessen der Betreiber von Gastronomiebetrieben. „Diese Argumentation birgt zusätzlich den Zündstoff des Rauchverbotes in Gastgärten in sich“, fürchtet Krenn beim Start der Gastgartensaison im kommenden Frühjahr eine Anzeigenflut. Neue Einnahmequelle Denn die Behörden, vor allem im rot-grünen Wien, sind angewiesen, das Rauchverbot rigoros zu kontrollieren. Denn aus dem Strafkatalog von 800 bis 10.000 Euro winkt den finanzmaroden Gemeinden – wie etwa Wien – eine neue Einnahmequelle. Am Allerheiligentag rückten in der Bundeshauptstadt auch schon die Beamten aus und nahmen 247 Lokale unter die Lupe – und entdeckten einen einzigen Verstoß. An die 5.000 Kontrollen beträgt das Plansoll der Beamten des Marktamtes bis Jahresende. Die übrigen Bundesländer setzen, so FW-Obmann Krenn, bis Jahresende auf Beratung und die üblichen gewerberechtlichen Überprüfungen zur Einhaltung des Rauchverbotes. Generell werden Kontrollen, Strafen und die damit verbundene Bürokratie den Unternehmern einiges abverlangen, be- Laut VfGH-Urtreil könnte das Rauchverbot auch in Gastgärten greifen. Foto: NFZ fürchtet Krenn und verweist auf den „Rauchverbot-Beschilderungswahn“ in der Hotellerie: „Angesichts der Strafandrohung mit bis zu 10.000 Euro für zu wenige Verbots-Schilder pro Zimmer sollte man die Hotelzimmer von vornherein mit Raucherwarnungstapeten ausstatten, um auf der sicheren Seite zu sein!“ Wirt haftet bei Lärmbelästigung Somit bleibt den Rauchern nur der Weg ins Freie und der Gastronomie, wenn sie diese Kundschaft nicht verlieren will, vor den Lokalen Sitzgelegenheiten und Heizstrahler anzubieten. Übertrieben darf dieses Angebot aber auch nicht sein: Die Freifläche darf durch bauliche Maßnahmen, etwa einem Witterungsschutz oder einem Lärmschutz, nicht überwiegend umschlossen sein, warnt der Fachverband Gastronomie der Wirtschaftskammer. Aber das birgt auch eine weitere Gefahr für die Gastronomie: Denn bei Anzeigen der Anrainer wegen Lärmbelästigung werden sie zur Verantwortung gezogen und nicht die Verursacher, also deren Gäste, oder wer auch immer sich in dem „Raucherbereich“ aufhält. Seit 2010 wurde die Gastronomie mit der Tabakgesetznovelle verpflichtet, mehr als 100 Millionen Euro in aufwendige Umbauten zur Umsetzung des Nichtraucherschutzes zu investieren. Der unsägliche Zickzack-Kurs der ÖVP hat dazu geführt, dass die Gastronomie weder mit politischer Pakttreue, noch mit Rechtssicherheit rechnen kann. Umfallen mit Kurz Die selbsternannten „Wirtschaftsvertreter“ der ÖVP stört das einsetzende massive Wirtshaussterben nicht, sie bürden den verbliebenen Wirten dieses Gesetz mit voller Wucht auf. Sebastian Kurz hat sich beim Rauchverbot als willfährige Marionette der schwarzen Landesfürsten entpuppt und für die linken Fraktionen im Parlament als Steigbügelhalter fungiert. Obwohl der Verfassungsgerichtshof ausdrücklich festgestellt hat, dass mit der 2018 von FPÖ und ÖVP beschlossenen Nichtraucherschutz-Regelung unter besonderer Berücksichtigung des Jugendschutzes das rechtspolitische Sachlichkeitsgebot voll und ganz eingehalten wurde, hat Ex-Kanzler Kurz den Regierungskurs geändert und mit der Entmündigungsfraktion aus SPÖ, Neos und Jetzt den Weg zum generellen Rauchverbot frei gemacht. Ein derartiges Vorgehen lehnen wir Freiheitliche entschieden ab. Unser ideologisches Grundsatzprogramm war immer: freie Bürger in einer freien und toleranten Gesellschaft. In diesem Zusammenhang darf ich die Bevölkerung und die Gastronomen daran erinnern: Wer hat euch verraten? – Die ÖVP und die Sozialdemokraten. Das ist die Wahrheit, die die Bevölkerung auch erfahren muss.

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