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Leben nach der Querschnittslähmung

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Ratgeber für behinderte und pflegebedürftige Menschen. Ein Wegweiser.

versuchte Fröhlichkeit,

versuchte Fröhlichkeit, Entschlossenheit zu vermitteln. Ein auffallendes Paar und ich fragte mich, was das wohl für ein Gefühl sein muss, sich ohne die Kraft der eigenen Beine durchs Leben zu bewegen. Doch der Gedanke, dass es mir selbst passieren könnte, der kam mir nicht. 48 Endlich Wochenende und gutes Wetter. Wir verstauten unser Gepäck im Auto, die Flugausrüstung fand reichlich Platz im großen Kofferraum meines Vans. Sehr gemütlich und froher Dinge machten wir uns auf den Weg von Eisenstadt in die Steiermark. In Hartberg gab es noch einen kurzen Halt, um ein kräftiges Frühstück einzunehmen. Dann wurde in einer kleinen Pension in der Nähe des Stubenbergsees eingecheckt. Mit dabei war auch mein Schwager mit seiner Familie. Dann wollten wir uns direkt auf den Weg zum See machen. Ich schlug jedoch vor, vorher auf den Kulm zu fahren. Ich wollte schon am Vormittag einen ersten Flug wagen. Es war wunderbar. Ruhige Luft, eine tolle Aussicht auf das spiegelglatte Wasser des Sees. Mit einigen Vögeln an meiner Seite log ich den Berg entlang, genoss die Aussicht und das beinahe lautlose Fliegen und landete butterweich nur wenige Meter vom Strand entfernt. Dann ging es mit der Familie zum Wasser. Ich war rundherum zufrieden. Wir tratschten, kühlten uns im Wasser ab und genossen den Tag. Alles wäre perfekt gewesen. Doch für mich war das offenbar nicht genug. Ein weiteres Mal wollte ich auf den Berg, ein weiteres Mal die Welt von oben ansehen, die doch auch hier unten mitten im Kreis der Familie so angenehm war. Und so verabschiedete ich mich also von meinen Lieben und ließ mich von meinem Schwager nochmals zum Startplatz brin-

gen. Der Wind war etwas stärker geworden, die Sicht nicht mehr ganz so ungetrübt wie am Vormittag des Tages. Es stellte sich außerdem heraus, dass kaum Thermik zu inden war und ich musste nach kurzem Flug einen Landeplatz am Berg suchen, anstatt direkt unten am See zu landen. Auch das war kein Problem, ich landete in der Nähe eines Bauernhofs. Und jetzt wäre es eigentlich an der Zeit gewesen, sich wieder zur Familie zu gesellen und zu Fuß das letzte Stück hinunter zum See zu marschieren. 49 Dies war der letzte Wink mit dem Zaunpfahl, der mir gegeben wurde. Ich hatte auch diesen nicht zur Kenntnis genommen. Das Schicksal nahm seinen Lauf. Ich entschied mich also anders. Der Gleitschirm wurde eingepackt, Helm, Gurtzeug und Fluginstrumente verstaut und ich machte mich bergan auf den Weg zum Startplatz. Kein leichtes Unterfangen. Es war ein ordentliches Stück Weg zu Fuß zurückzulegen. Doch ich war gut austrainiert, weil ich in diesem Sommer schon viele Laukilometer in den Beinen hatte. Am Startplatz angekommen war die Lust an einem neuen Flug eigentlich gar nicht besonders groß. Ich legte meinen Schirm aus, legte mein Gurtzeug an, setzte den Helm auf und wartete auf passende Windbedingungen für den Start. Es dauerte eine Weile. Es war turbulent geworden. Vor mir starteten noch zwei andere Piloten, dann steckte ich meine Nase in den Wind, drehte schließlich meinen Rücken hangabwärts und machte meinen Rückwärtsstart. Beim Rückwärtsstart hat der Pilot den Paragleiter im Blick, wenn er den Schirm hochzieht. Erst wenn man sieht, dass alle Luftkammern geöffnet sind und der Schirm sich tatsächlich geöffnet hat, dreht man sich um und stemmt sich mit aller Kraft vom Schirm ab in Richtung Tal. Die Schritte wer-

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