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Leben nach der Querschnittslähmung

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Ratgeber für behinderte und pflegebedürftige Menschen. Ein Wegweiser.

Ich war schon vorher oft

Ich war schon vorher oft in den USA gewesen und habe die Lebensart dort recht genossen. Häuser und Autos waren äußerst günstig, die Menschen überaus freundlich und letztendlich war ja auch mein Großvater US-Bürger. Was also tun? 42 Ausschlaggebend war die Zusage meines Chefs bei der Lauda Air, mich innerhalb eines Jahres wieder im Unternehmen aufnehmen zu wollen, wenn mir der Auslug in die Politik nicht gefallen sollte. Ausschlaggebend war aber auch der Umstand, dass wir uns in Eisenstadt erst kurz davor ein sehr außergewöhnliches Haus gekauft hatten. Ich habe es immer gehasst, Miete zu zahlen, eine verlorene Investition, und so machte ich mich also auf die Suche nach einem Haus. Fündig wurde ich im Eisenstädter Ortsteil St. Georgen. Ein Bürgerhaus aus dem Jahr 1697 stand zum Verkauf. Schon die erste Besichtigung mit dem Makler hatte uns vollauf begeistert. Ich wollte dieses Haus mit seinem riesigen Weinkeller, den Gewölbedecken und dem zum Teil antiken Mobiliar unbedingt haben. Natürlich hatte ich kein Geld. Das Bauspardarlehen des Vorbesitzers wurde übernommen und statt Miete zahlte ich ab sofort meine Kreditraten zurück. Aus meiner Sicht die sinnvollere Investition. Es war also auch dieses alte Haus, das die Entscheidung, den Sprung über den großen Teich nicht zu machen, ixiert hat. Wenn ich mir die politische Entwicklung in den USA heute ansehe, dann bin ich froh darüber, Österreicher sein zu dürfen. Ich habe richtig gewählt. So drehte sich also das Hamsterrad weiter. Ich wurde Organisationsreferent des Ringes Freiheitlicher Wirtschaftstreibender, dann Landesparteisekretär im Burgenland, Stadtparteiob-

mann und Gemeinderat in Eisenstadt, Bezirksparteiobmann, Pressereferent im Regierungsbüro sowie in weiterer Folge Klubdirektor. Es war die viel zitierte Ochsentour. Selten eine Woche mit weniger als 70 Arbeitsstunden, kaum freie Wochenenden und trotz der Begeisterung für diese Tätigkeit stellte sich nach einigen Jahren eine unglaubliche Müdigkeit ein. Wenn ich mir heute Fotos aus dieser Zeit ansehe, dann wundere ich mich darüber, wie ich das alles ausgehalten habe. Es ist kein Wunder, dass auch meine Ehe ob dieser extremen Belastung letztendlich in die Brüche ging und ich, statt in meinem alten Bürgerhaus, zunächst in einer kleinen Wohnung in der Nähe des Schlosses Esterhazy eine Bleibe inden musste. Ein recht eigenartiges Domizil mit einer Duschkabine in der Küche aber mit herrlichem Blick auf das Zentrum von Eisenstadt. Das Haus blieb zwar in meinem Besitz, stand aber der Familie weiterhin zur Verfügung. 43 Nun wird ja bereits jede zweite Ehe in Österreich geschieden und es mutet fast als Normalität an, dass Kinder getrennt vom Vater bei der Mutter aufwachsen. Ich bin sehr dankbar dafür, dass ich auch nach der Scheidung meine Kinder an jedem Wochenende sehen konnte und wir weiterhin viel Zeit miteinander verbringen konnten. Jahre später habe ich meine jetzige Frau Verena kennengelernt, die meine politische Tätigkeit mit viel Verständnis betrachtet hat. Nun, da war also das Jahr 2002. Ich wußte, dass es an der Zeit war, in meinem Leben etwas zu ändern. Meine Partei war an einer Regierungsbeteiligung kläglich gescheitert. Was vor der Wahl versprochen worden war, wurde nicht eingehalten. Statt

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