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Leben nach der Querschnittslähmung

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Ratgeber für behinderte und pflegebedürftige Menschen. Ein Wegweiser.

meldete mich an - und

meldete mich an - und für mich begann damit ein großes Abenteuer. Das Abenteuer des Flugsports. 30 Die Flugschule Spitzerberg ist eines der traditionsreichsten Flugsportzentren Österreichs. Bereits seit 1929 werden dort Flugschüler ausgebildet und Wettkämpfe veranstaltet. Im Jahr 1931 gelang dort vom Hundsheimer Kogel aus ein für damalige Verhältnisse sensationeller Dauerlug mit einem Gleiter. 2 Stunden und 23 Minuten war der Pilot mit einem „Zögling in der Luft und erreichte eine Startüberhöhung von 300 m. Nur wenige Jahre später, 1937 wurde mit 27 Stunden und 50 Minuten ein Dauer- lugrekord vom Spitzerberg aus gestartet. Ein Zeichen dafür, wie rasch die technische Entwicklung in der Luftfahrt voran ging. Wir jungen Flugschüler waren am Tag unserer Ankunft am Spitzerberg fürchterlich aufgeregt. Nach der ersten Nacht in unseren Mehrbettzimmern standen wir früh auf und räumten, unter Aufsicht, unser Schullugzeug, einen Bergfalken, aus dem Hangar. Nach einer kurzen Einschulung durfte ich mit meinem Fluglehrer im Cockpit Platz nehmen. Vom Modellliegen und natürlich durch die Ausbildung an der HTL war mir jeder Handgriff in der Theorie bekannt. Doch wenn man selbst den Steuerknüppel in der Hand hat, die Beine in den Seitenruderpedalen hat und die wenigen Instrumente zu überwachen hat, dann sieht plötzlich alles ganz anders aus. Wir wurden durch ein Schleppseil mit unserer Schleppmaschine verbunden. Das Seil wurde straff gezogen, ein Helfer musste die ersten Schritte, eine Tragläche des Bergfalken in der Hand, mitlaufen und dann ging alles sehr schnell. Ich durfte natürlich nicht selbst steuern sondern nur die Hand am Steuerknüppel halten, um die richtigen Bewegungen zu erfühlen. Nach wenigen Sekunden waren wir in der Luft und folgten

exakt den Bewegungen unserer Schleppmaschine. Nachdem wir 400 m Höhe erreicht hatten, klinkte sich der Fluglehrer aus - und übergab mir mit klaren Anweisungen das Ruder: Zuerst geradeaus liegen, Geschwindigkeit halten, auf Querlage achten. Es war wie ein Traum. Ich war Pilot, zum ersten Mal in meinem Leben. Es sind immer diese ersten Flüge, die man niemals vergisst. Genauso wie einige Monate später meinen ersten Alleinlug am Flugplatz des Sportliegerklub Pinkafeld. Ich habe nach den ersten Schulungstagen am Spitzerberg in den Sommerferien, meine Ausbildung in Pinkafeld fertiggemacht. Und irgendwann meinte der Fluglehrer dann zu mir, ich sei so weit. Und er würde mir außerdem für meinen ersten Alleinlug ein anderes Flugzeug geben. Einen Einsitzer, die Ka8. 31 Wenn man das erste Mal alleine in einem Flugzeug sitzt und selbst die Verantwortung für das Geschehen übernimmt, ist das etwas ganz Besonderes. Ich weiß noch, dass ich mich im Flug oft umgedreht hatte, weil ich nicht glauben konnte, dass ich nun wirklich ganz allein in diesem Flugzeug unterwegs bin. Ich habe laut gesungen und geschrien vor Freude. Mit der Ka8 habe ich dann noch viele Flüge absolviert, später dann mit der Ka6, der SF34b, dem C-Falken und mit der Super Dimona. Doch dieser erste Flug mit der Ka8 wird immer etwas Besonders bleiben. Einige Zeit später durfte ich dann auch noch die Segelkunst- lugausbildung mit einer Gobe machen. Einem besonders stabilen Flugzeug, das bereits in den 60er Jahren in Ungarn entwickelt worden war. Einige Passagiere, die an Wochenenden von mir zum Fliegen eingeladen wurden, konnten sich von den besonderen Kunstlugeigenschaften dieser Maschine aus erster Hand überzeugen lassen - nicht immer zu deren Gefallen. So manche „Kotztüte wurde an diesen Wochenenden gefüllt.

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