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Fünf FPÖ-Erfolge bei vier Landtagswahlen

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Wahlerfolge in den Ländern bescheren historischen Mandatsstand im Bundesrat

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Auch bei den Roten wüsste der Regierungschef schon, auf wen er sich einlässt. Mit Parteichef Walter Steidl war er bereits in einer Koalition, damals noch unter Gabi Burgsta ler. LH-Wilfried Haslauer (ÖVP) Anna Dobler Foto: EXPA/ JFK Foto: EXPA/ JFK Foto: Andreas Tröster SALZBURG Foto: Markus Tsche p Foto: Markus Tsche p KOA 1.381/18-007 •MOLLN (Silo) 107,9 MHz 14 Medien Neue Freie Zeitung GEZWITSCHER Malte Lehming @MalteLehming Die Empörung über den antisemitischen Angriff in Berlin ist groß. Zu Recht! Wo aber bleibt der Aufschrei, wenn eine Frau mit Kopftuch attackiert wird? Georg Karp @Betrifft GEFÄLLT MIR HC Strache 24.04.2018 19.04.18 05:00 Die Relativierer des gewalttätigen moslemischen Antisemitismus sind auch die standhaftesten Verteidiger der „Willkommenskultur“. #SPÖ und #Grüne im Rathaus subventionierten #ATIB Verein in Wien? Wie seltsam ist das denn? Was sagen die Genossen in @SPOE_at und @SP_Wien dazu? 19.04.18 03:40 Als Wähler geholt und mit Fördermillionen gehätschelt – und dann ab in die Parallelgesellschaft. WHATSAPP Wir Freiheitlichen wollen den Abbruch bzw. die Beendigung der EU-Verhandlungen mit der Türkei auf EU-Ebene durchsetzen. „Die Zeit“ hält Antisemitismus für gerechtfertigt oder sogar mehr Vormaliges liberales Flaggschiff kentert mit seiner „Willkommenspolitik“ In einem Werbe-Tweet erklärt „Die Zeit“ europäischen Antisemitismus für gerechtfertigt und den von Moslems sogar für noch „gerechtfertigter“. In ihren Erklärungsversuchen zum jüngsten antisemitischen Eklat in Berlin, bei dem ein Syrer auf offener Straße mit seinem Gürtel auf einen Kippa-Träger einschlug und dabei „Yahudi“ – Arabisch für „Jude“ – brüllte, versteigen sich die sich selbst als links oder liberal definierenden, medialen Lautsprecher der „Willkommenspolitik“ in abstrusesten Argumentationen. Kein „deutsches Monopol“ Diese Artikelbewerbung auf Twitter wurde zwar vor dem Vorfall abgesetzt, aber man erwartete FPÖ IN DEN MEDIEN Mit dem Titel „Svazek ist Wähler-Liebling“ kommentierte die „KronenZeitung“ das Ergebnis der Vorzugsstimmenauszählung bei der Salzburger Landtagswahl vom vergangenen Sonntag. Die blaue Frontfrau Marlene Svazek erhielt mit 3.801 Vorzugsstimmen fast doppelt so viele wie die Spit- SALZBURG Mittwoch, 25. April 2018 Seite 17 Seite 16 Mittwoch, 25. April 2018 Politik „Die junge Marlene Svazekvon den Blauen is der absolute Liebling der Salzburger Wähler bei den Vorzugsstimmen. Fragt sich nur,obder Wilfried Haslauer ihr a den Vorzug gibt .“ Koalition wird zur Persönlichkeitsfrage Freie Hand für den LH bei der Team-Zusammenstellung Rot setzt auf Steidl &Forcher, Blau will Svazek &Stöllner Die Koalitionsfrage wi l Wahlsieger Wilfried Haslauer auch davon abhängig machen, welche Personen von den möglichen Partnern für Regierungsämter vorgeschlagen werden. Die Chemie mus stimmen. Er selbst wi l an seinen bisherigen Ko legen festhalten –und liebäugelt mit Verstärkung aus dem Innergebirg. Seit gestern laufen die ersten Sondierungsgespräche für die Regierungsbildung. Nach SPÖ und FPÖ trifft sich Wilfried Haslauer am Redet er mit? H.-C. beim Wahlkampf in Salzburg . STIERWASCHER Foto: www.picturedesk.com/BARBARA GINDL Donnerstag mit Vertretern von NEOS und den Grünen. Mit wem er dann in Regierungsverhandlungen tritt, wi l der ÖVP-Parteivorstand nächste Woche beratschlagen. Entscheidend wird auch sein, welche Persönlichkeiten für Regierungsämter vorgesehen sind. Bei der FPÖ ist neben Parteichefin Marlene Svazek und ihrem Ste lvertreter Hermann Stö lner aus dem Flachgau auch der Rechtsanwalt Andreas Schöppl im Gespräch. Letzterer war von 1999 bis 2004 schon einmal im Landtag vertreten und wird auch über di eigenen Parteigrenzen hinaus für seine Handschlagqualität geschätzt. Verlässlichkeit ist für Haslauer ein wichtiges Auswahlkriterium. Den jungen Gewerkschafter Gerald Forcher hat er im Wahlkampf kennen gelernt. Bei der Zusammenstellung von seinem eigenen Re- Wir suchen jetzt mit a len Parteien das Gespräch und werden dann entscheiden, mit wemwir in vertiefende Verhandlungen treten. gierungsteam hat Haslauer von seiner Partei freie Hand bekommen. Es gilt als wahrscheinlich, dass er an Christian Stöckl (bisher Finanzen), Brigi ta Pa lauf (Verkehr) und Josef Schwaiger (Agrar) festhält –wenn auch nicht zwingend mit den gleichen Zuständigkeiten. Durch das große Plus von knapp 9Prozent könnte er zudem einen weiteren Regierungssitz beanspruchen wollen. Hierfür wird laut „Krone“-Infos noch ein Kandidat –oder eine Kandidatin –gesucht. Haslauers Favorit wäre demnach jemand aus dem Innergebirg. Der Name Petra Nocker-Schwarzenbacher, Tourismusobfrau der Wirtschaftskammer, kursiert in ÖVP-Kreisen. Die Grünen werden die Nachfolge für Astrid Rössler von einer Regierungsbeteiligung abhängig machen. So lte Haslauer eine Dreier- Konste lation riskieren, wird ihr Kandidat sehr wahrscheinlich aus dem bekannten Regierungsteam stammen – also Heinrich Sche lhorn oder Martina Berthold. Bei den NEOS nimmt sich Landessprecher Sepp Sche lhorn wenig überraschend als Kandidat für ein Regierungsamt aus dem Rennen. Sein Verhältnis zur ÖVP gilt als zu belastet. Haslauer skeptisch, Svazek ungläubig,Steidl (Mitte) erklärt seine politischen Garantien Persönliches Exemplar für AOM-Benutzer pafpoekirchner - (C) APA-DeFacto GmbH. A le Rechte vorbehalten. 1 2 3 4 Marlene Svazek (FPÖ): 3.801 Vorzugsstimmen. Sie landet somit auf Platz 1. Demnach haben 8,1Prozent a ler FPÖ Wählerinnen und Wähler am Sonntag für sie gestimmt. 30.101 Vorzugsstimmen: Werbei den Salzburgern besonderspunkten konnte Svazek ist Wähler-Liebling Mit der für heut erwarteten Bekanntgabe des amtlichen Wahlergebnisses stehen die Vorzugsstimmen-Sieger der Landtagswahl fest: Die Grüne Spitzenkandidatin Astrid Rössler mus sich nach ihrem Triumph 2013 mit Platz 2begnügen. Siegerin mit 3.801 Vorzugsstimmen ist diesmal die blaue Frontfrau Marlene Svazek. Astrid Rössler (Grüne): 2.097 Stimmen. Das ist zwar der zweite Platz,aber mit deutlichen Verlusten zu 2013: Damals konnte sie sich noch 3.347 Stimmen holen. Rein theoretisch können Kandidaten mit vielen Vorzugsstimmen auf den Listen vorgereiht werden – in der Praxis kommt das aber quasi nie vor. Und doch ist die Auswertung auch immer ein Gratmesser für die Popularität der jeweiligen Kandidaten innerhalb der Wählerschaft: Dass die 25-jährige FPÖ-Generalsekretärin Marlene Svazek am Sonntag als erste über die Zie linie gekommen ist, überrascht insofern nicht, als dass sie bereits bei den Nationalratswahlen im Herbst zur Vorzugstimmen-Kaiserin gekürt worden ist. Der kandalöse und mittlerweile gelöschte Twitter-Text. das wohl eher von einem Neonazi-Troll als von der Onlione-Ausgabe des ehemaligen deutschen liberalen Vorzeigeblattes „Die Zeit“: Kann „muslimischer“ #Antisemitismus gerechtfertigter sein als der von christlich sozialisierten Europäern? Ja, findet David Ranan. @tomasz_kurian über sein Buch „Muslimischer Antisemitismus“. zenreiterin der letzten Wahl, die Grüne Astrid Rössler, die heuer mit 2.097 Stimmen den zweiten Platz belegte. Als „Feind der offenen Gesellschaft“ bezeichnete Hans Rauscher in seinem „Standard“-Kommentar den FPÖ-Klubobmann Johann Gudenus wegen dessen Sepp Sche lhorn(NEOS):2.072 Vorzugsstimmen. Bei seinem ersten Antreten konnte sich der Gastronom gleich Platz 3 sichern. Das entspricht gut 11 %aler NEOS-Wähler. Auf dem zweiten Platz landete dieses Mal Titelverteidigerin Astrid Rössler von den Grünen mit 2.097 Vorzugsstimmen. Platz drei sicherte sich NEOS-Spitzenkandidat Sepp Sche l- horn (2.072 Stimmen). Der ÖVP-Politiker mit den meisten Vorzugsstimmen – und damit auf dem vierten Platz –ist Agrarlandesrat Sepp Schwaiger (2.052 im Flachgau), gefolgt von dem Lungauer Bgm. Manfred Sampl (1.404) und Landeshauptmann Wilfried Josef Schwaiger (ÖVP): 2.052 Stimmen. Das respektable Abschneiden des Landesrates ist beachtenswert,weil er nur in einem Bezirk (Flachgau) zur Wahl stand. Haslauer (1.118 Stimmen in Salzburg-Stadt). Bei den Roten konnte Parteichef Walter Steidl die meisten Vorzugsstimmen für sich verbuchen (1.650). Nicht a le der genannten Kandidaten sind aber auch in a len Bezirken zur Wahl gestanden. Am vergleichsweise meisten Vorzugsstimmen wurden mit 19,5 %aler gültigen Stimmen im Lungau vergeben, gefolgt von der Stadt Salzburg mit 15 %und dem Flachgau mit 12 %, wie die Landesstatistik informiert. Kommunikation/Kommentar deranderen 30 derStandard Mittwoch, 25. April 2018 „Kann keineguteWerbung für ein schlechtesProduktmachen“ Am Mittwoch tagt die Jury des Creativ Club Austria und sucht Österreichs kreativste Werbung. Jurychef Guido Heffels von der Berliner Agentur Heimat über politische Kampagnen, Facebook und Preise. INTERVIEW: Astrid Ebenführer STANDARD: Sie sitzen dieses Jahr der CCA-Jury vor, was erwarten Sie sich von den Juroren? Heffels: Absolute Fairness gegenüber den eingereichten Arbeiten. Die Juroren müssen sie losgelöst von Menschen, die man kennt, betrachten und sich fragen: Hat die Kampagne eine Relevanz, ist sie beispielhaft für unsere Branche? Auch damit solche Veranstaltungen eine Werbeveranstaltung für die gesamte Branche sind. Kunden sollen merken, dass der CCA kein Kunstverein ist, sondern dass die Konsequenz der Markenführung im Mittelpunkt steht. STANDARD: Wann ist eine Arbeit relevant? Heffels: Wenn sie nur für fünf Leute gebastelt wurden, in ihrer Größe also zu klein sind, dann muss man aufpassen, dass das Ganze nicht zu einer Art Selbstbefriedigung wird. STANDARD: Worin unterscheidet sich Werbung in Österreich zu Werbung in anderen Ländern? Heffels: Österreichische Werbung hat einen sehr starken Bezug zum Land, sowohl in der Wortwahl als auch in der Idee. Das finde ich gut. In Werbepreisjurys gibt es den Begriff „Werbung auf internationalem Niveau“. Aber wenn Werbung international funktionieren soll, dann ist das –ich sage das mal ganz gemein –Werbung auf Sonderschulniveau. Dann stehen Dinge wie „Dieser Wagen fährt schneller“ oder „Dieses Waschmittel wäscht weißer“ im Fokus. Wenn wir Werbung auf nationaler Ebene beurteilen, dürfen wir den kulturellen Kontext nicht außer Acht lassen. STANDARD: Vergangenes Jahr gewann mit „Frau Getrude“ eine politische Kampagne den CCA-Grand- Prix. Sie waren gerade mit der FDP- Kampagne bei den ADC Awards in Kommunikationsbehörde Austria (KommAustria) „Berufsstand neu definieren“: CCA-Juryvorsitzender Heffels. Foto: Heimat Berlin, David Fischer Deutschland erfolgreich. Kann man mit Kampagnen Wahlen gewinnen? Heffels: Nein. Wenn man ein gutes Produkt hat –und hier ist politische Werbung nicht anders als Werbung für ein klassisches Produkt –kann man genau das, also Werte und Sichtweisen, nach draußen bestmöglich inszenieren. Aber man kann keine gute Werbung für ein schlechtes Produkt machen. STANDARD: Was bringen Werbepreise? Welche sind wichtig? Heffels: Der beste Preis, ist der, den man sich selbst gibt, wenn man überzeugt und stolz auf eine Arbeit ist. Wenn dann diese Arbeit bei Festivals gewinnt, ist das ein netter Nebeneffekt. Für mich sind nationale Werbepreise –obCCA in Österreich oder ADC in Deutschland –wichtig. Weil man Dinge aus dem Land betrachtet, in dem sie auch stattgefunden haben. Internationale Preise –auch Cannes-Löwen –können diese Relevanz nicht abbilden. STANDARD: Große Unternehmen wie zum Beispiel Procter &Gamble überprüfen gerade ihr Werbebudget. Agenturen kritisieren, es gehe Beschränkte Ausschreibung einer Übertragungskapazität gemäß §13Abs. 1Z3Privatradiogesetz Die KommAustria schreibt gemäß §13Abs. 1Z3inVerbindung mit §13Abs. 2und 3des Privatradiogesetzes (PrR-G),BGBl. INr. 20/2001 idF BGBl. INr. 86/2015, folgende Übertragungskapazität aus: Gemäß §13Abs. 3PrR-G ist diese Ausschreibung auf bestehende Hörfunkveranstalter beschränkt. Anträge aufZuordnung dieserÜbertragungskapazitätzueinem bestehendenVersorgungsgebiet sind mit derBezeichnung derbeantragtenÜbertragungskapazitätzuversehenund haben bis spätestens 27.Juni 2018, 13:00 Uhr, bei der KommAustria einzulangen. Die kennzeichnenden Merkmale der Funkanlagen sowie ein algemeines Merkbla tsind auf der Website h tp: /www.rtr.at zum Download verfügbar bzw. werden auf Anforderung zugesandt. Wien, am17. April 2018 Dr. Katharina Urbanek Kommunikationsbehörde Austria (Mitglied) oft mehr um e fizienten Mediaeinsatz denn um die kreative Idee. Heffels: Wenn die Budgets kleiner werden, dann müssen wir umso mehr in Kreativität investieren. Das eine schließt ja das andere nicht aus. Die besten Romane der Weltliteratur sind von Menschen geschrieben worden, die viele Jahre im Gefängnis waren. Wenn man den Freiraum einengt, dann passiert etwas. Die generelle Frage ist: Wie sehen unsere Maßnahmen aus, wohlwissend, dass wir viele Menschen nicht mehr über klassische Kanäle erreichen können. Wir müssen unseren Berufsstand neu definieren. In fünf bis zehn Jahren wird es die klassische Agentur nicht mehr geben. STANDARD: Ist die Bereitschaft für Veränderung da? Heffels: Wer diese Bereitschaft nicht mitbringt, ist in dieser Branche nicht mehr zu gebrauchen. Die große Gefahr derzeit ist, in unserer eigenen Sentimentalität zu ersticken. Wir schauen viel zu viel zurück und zu wenig nach vorn. Das derzeitige Kreativmodell –ich sage mal einfach Artdirektor und Texter –ist ein massives Auslaufmodell. Wir müssen anfangen, in anderen Konstellationen zu denken, redaktioneller zusammenarbeiten, Kollaboration auch mit anderen Agenturen suchen. STANDARD: Facebook und Datenskandal: Wie so lte die Werbebranche damit umgehen? Heffels: Facebook ist ein wahnsinnig wichtiger Kanal geworden. Wenn auch mit seltsamen Regeln, wie Kommunikation dort stattfinden muss. Die Leute sind ja schlau, sie wissen, warum welche Werbung jetzt gerade an sie ausgespielt wird. Früher hat man gnadenlos bei jedem Gewinnspiel in Geschäften alle Daten eingetragen und noch eine Briefmarke draufgeklebt. Da hat sich nie einer Gedanken gemacht. Heute geht dieses Datengespenst um. Aber vielleicht muss man einfach mal wohlwollende akzeptieren, dass mir Facebook wegen dieser Daten nicht jeden Quatsch zeigt, sondern jene Dinge, zu denen ich offenbar eine gewisse Affinität habe. GUIDO HEFFELS (geb. 1965) ist Gründer von Heimat Berlin mit Kunden wie Hornbach, Adidas oder Audi. Der Creativ Club Austria vergibt seine Veneri-Trophäen am 3. Ma in Wien. Angriffe auf Journalistenauch in Demokratien ReporterohneGrenzen: Lage derPressefreiheit in 22 Ländern „sehr schwierig“ Wien –Seit 2002 schon erstellt Reporter ohne Grenzen jährlich die Rangliste der Pressefreiheit. Dafür werden Experten in 180 Ländern befragt. Bestplatziert sind 2018 wieder Norwegen und Schweden. Die Niederlande folgen auf Rang drei. Österreich liegt mit Platz elf wie im Vorjahr vor Deutschland, aber hinter der Schweiz, Jamaica, Belgien, Neuseeland, Dänemark, Costa Rica. Eine „sehr schwierige Lage“ der Pressefreiheit sieht Reporter ohne Grenzen in 22 Ländern, am schlimmsten ist sie in Nordkorea, Eriträa, Turkmenistan, Syrien, China. Direkte Angriffe auf Journalisten würden sich nicht mehr nur auf offen medienfeindliche Persönliches Exemplar für AOM-Benutzer pafpoekirchner - (C) APA-DeFacto GmbH. A le Rechte vorbehalten. Länder wie die Türkei oder Ägypten konzentrieren, auch in demokratischen Ländern würden Medienvertreter oft als Gegner wahrgenommen. Beispiel dafür sei etwa Donald Trump, der Journalisten als „Volksfeinde“ bezeichnete. Auch in Österreich habe sich die Lage verschlechtert, ergibt trotz stabiler Platzierung der genaue Score. Grund dafür seien auch direkte Angriffe auf Journalisten durch FP-Politiker. „Attacken nicht nur gegen Medien an sich, sondern gegen einzelne Journalistinnen und Journalisten persönlich haben zugenommen. Eine sorgenvolle Entwicklung, gerade in Zusammenhang mit dem Vormarsch autoritärer Figuren in Österreich und seinen Nachbarländern“, sagt Rubina Möhring von Reporter ohne Grenzen. (red) p Mehr auf derStandard.at/Etat HANS RAUSCHER Ein Feind der offenen Gesellschaft Der Bundeskanzler der Republik Österreich, Sebastian Kurz, hat sich knapp von der Megaverschwörungs- theorie bezüglich des ungarisch-amerikanischen Financiers und Philanthropen George Soros distanziert. iese antisemitisch unterlegte Verschwörungstheorie wurde vom ungarischen Autokraten Viktor Orbán massiv im Wahlkampf eingesetzt, in der Folge aber auch von FPÖ-Politikern, Vizekanzler H.-C. Strache, Klubobmann Johann Gudenus und Infrastrukturminister Norbert Hofer, aufgegriffen und bestätigt. Gudenus etwa sagte in einem Presse-Interview, es gäbe „stichhaltige Gerüchte“ (!), dass George Soros daran beteiligt ist, „wenn es darum geht, gezielt Migrantenströme nach Europa zu unterstützen“. Diese „stichhaltigen Gerüchte“ haben keine Basis in der Realität. Soros hat vielmehr D So beharren die deutschen Medien auch darauf, dass auf antisemitische Aktionen in Deutschland das Monopol bei rechten Deutschen liege. Das wird von jüdischen Kreisen aber längst in Abrede gestellt: Antisemitismus, vor allem in Verbindung mit physischer Gewalt, schlage ihnen von den „Willkommen Geheißenen“ entgegen. die Demokratiebewegungen in Osteuropa massiv unterstützt. Bundeskanzler Sebastian Kurz erklärte also, er lehne „derartige Aussagen“ ab. Das Problem dabe ist aber, dass die Führungsriege seines Koalitionspartners voll hinter „diesen Aussagen“ steht. Über Johann Gudenus hat Alexander Pollak von der NGO SOS Mitmensch eine Broschüre unter dem Titel Der Hassprediger veröffentlicht. Aufgrund der Äußerungen und Handlungen von Gudenus kann man tatsächlich, wie Pollak, zu dem Schluss kommen, dass „das politische Lebenswerk von Johann Gudenus zu einem Gutteil darin (besteht), systematisch das zu pflegen, was der Sozialforscher Wilhelm Heitmeyer ‚gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit‘ nennt“. Gudenus reiste 2012 zu dem tschetschenischen Diktator Ramsan Kadyrow und bescheinigte ihm volle Unbedenklichkeit. In einer Rede in Moskau (er studierte an der Lomonossow-Universität) warnte er vor einer „äußerst mächtigen Homosexuellenlobby“, die die „absolute Gleichberechtigung von Homosexuellen und Lesben“ (!) wolle. In Österreich sei eine Verschwörung am Werk, die bis zum „Austausch der Bevölkerung“ gehe. In einer Wiener Rede sagte er, wenn die FPÖ an der Macht wäre, „dann heißt es Knüppel aus dem Sack“ für „ausländische Sozialschmarotzer“ etc. Zuletzt feierte Gudenus mit fragwürdigen serbischen Oligarchen aus de rechtesten Ecke. Die Wiener FPÖ, aus der Gudenu stammt, versucht bereits die Übersiedlung der „Central European University“, die von George Soros gegründet wurde, von Budapest nach Wien zu hintertreiben. Soros hat sich immer von der Idee der (geistig) „offenen Gesellschaft“ leiten lassen, die auf den austrobritischen Philosophen Sir Karl Popper zurückgeht. Dessen Hauptwerk heißt Die o fene Gese lschaft und ihre Feinde. Zuden Feinden muss man wohl Leute wie Gudenus zählen. Möglich, dass er diese rechten Wahnideen sogar glaubt. udenus ist die Nummer zwei hinter Strache. Er ist kein Hinterbänkler, sondern der Vertreter des kleineren Regierungspartners. Kanzler Kurz hat keinen Einfluss auf die Personalpolitik der FPÖ, aber er hat an der Führungsspitze seines Koalitionspartners eine mit demokratischer Kultur unvereinbare Person. hans.rauscher@derStandard.at G Kritik am Spekulanten und NGO-Mäzen George Soros. Die Grundlage dieses Urteils bildet einzig und allein eine Broschüre des allgemein ja als absolut unabhängig und objektiv bekannten Vereins „SOS Mitmensch“, in der Gudenus „Menschenfeindlichkeit“ vorgeworfen wird. Seuchenprävention Betri ft: Taiwan und die WHO LESERSTIMME Taiwan ist das erste Land Asiens, das eine flächendeckende allgemeine Krankenversicherung umgesetzt hat. Seit seiner Einführung 1995 konnte es große Erfolge verzeichnen. Die allgemeine Lebenserwartung ist von 74 auf 80 Jahre gestiegen. Nach dem Prinzip, dass niemand zurückgelassen werden darf, wird jeder Bürger und jeder in Taiwan lebenderAusländer versichert, der Deckungsgrad beträgt 99,9 Prozent. Die Kosten für medizinische Behandlung macheninTaiwan nur 6,3 Prozent des BIP aus. Im Vorjahr kamen die Verwaltungsgebühren der nationalen Krankenversicherung auf0,9 Prozent der Gesamtkosten, damit verzeichnete Taiwandie weltweit niedrigste Quote. Die erfolgreiche Umsetzung seiner Krankenversicherung hat globale Anerkennung erfahren. Vergangenes Jahr statteten mehr als 50 ausländische Delegationen Taiwan einen Besuch ab, um das dortige Krankenversicherungssystem kennenzulernen. Taiwanmöchte diese erfolgreichen Erfahrungen mit der ganzen Wel teilen. Zusätzlich hat Taiwan, umalle Länder inder Verwirklichung des dritten UN-Nachhaltigkeitsziels – der Sicherstellung von Gesundheit und Wohlfahrt aller Menschen jeden Altersund jeder sozialen Herkunft –bis 2030 zu unterstützen, seit 2006 über 100 medizinische Delegationen zur ärztlichen Assistenzinmehr als 20 Länder in Afrika, Zentralasien, Südostasien und der Pazifikregion entsandt. Zum Beispiel hatdie Delegation inBurkina Faso jedes Jahr über 14.000 Patienten medizinisch versorgt. Mit seinem fachlichen Auftreten auf der Weltgesundheitsversammlung (WHA) und den technischen Konferenzen der WHO zwischen 2009 und 2016 teilte Taiwan mit anderen Ländern seine Erfahrungen und trug zur globalen Gesundheit bei. Es schuf eine Win-win-Situation für Taiwan, die WHO und die internationale Staatengemeinschaft. Mit seinem starken Interesse, fachliche Beiträge in Sachen Gesundheit und für den Schutz der Menschenrechte zu leisten, hofft Taiwan auf eine Beteiligung an der 71. WHA dieses Jahr auf fachlicher und pragmatischer Basis, um so Teil der globalen Bemühungen zu werden, die UN-Nachhaltigkeitsziele bis 2030 und die zentrale Mission der WHO, einer universellen Krankenversicherung, zu verwirklichen. Nur wenn Taiwan zur Teilnahme an der WHA und den Fachkonferenzen der WHO eingeladen wird, kann sich die Vision der WHO, eine lückenlose Seuchenprävention zu erreichen, erfüllen. Vanessa Y. P. Shih, Missionschefin Taipeh in Österreich, per Mail Foto: Screenshot Twitter 8.611 Personen gefällt das. Klarer Kurs gegen Einmischungen aus dem Ausland: Kein türkischer Wahlkampf in Österreich.

Nr. 17 Donnerstag, 26. April 2018 g Eines langen Abends Reise zum Applaus Ehe- und Generationsprobleme des Eugene O’Neill am Wiener Burgtheater Andrea Breths Regie im Burgtheater bringt „Eines langen Tages Reise in die Nacht“ in einer Art Lesung, bei der man sich fragt, wozu die große Bühne da ist. „Konzertant“ gewissermaßen. Am Beginn hebt sich der dunkle Vorhang, doch es ändert sich kaum etwas. Finsternis. Im Hintergrund erkennt man zwei oder drei weiß gekleidete Gestalten, und sie sprechen undeutlich und leise miteinander. Trost: Man kennt das Stück. Kein Trost: Man kennt es nicht und ist auf die recht bundesdeutsche Diktion der später ja doch nach weiter vorne kommenden Darsteller angewiesen. Und langsam erkennt man: ein langer Tag steigt aus dem Nebel. Er ist voller Gespräche. Worte und Gedanken Die Gespräche ziehen sich. Die morphiumsüchtige Mutter, Corinna Kirchhoff, geistert durch die dunkle Gegend, Sven Eric Bechtolf, als ehemaliger Schauspieler, macht aus seinem Geiz kein Geheimnis, der trinkende Sohn Jamie, Alexander Fehling, sitzt und steht, wo es sich grad ergibt, und der von unheilbarem Husten heimgesuchte Edmund, August Diehl, macht im Prinzip auch nichts anderes. Und alle reden irgendetwas, belanglos, wichtig, aneinander vorbei, gegeneinander, Liebe und Hass, Kampf und Versöhnung, und sind miteinander eingesperrt in eine sogenannte Familie. Dazwischen dreht sich die Drehbühne, auf der große Felsbrocken verteilt liegen, vielleicht als Symbole der Belastungen, denen alle vier Akteure ausgesetzt sind. Sie dreht sich mit bösen, guten, schuldlosen, schuldigen, grausamen, zärtlichen Ausbrüchen der armen miteinander verbundenen Teufel. Bis zum Schluss eine Art Erlösung kommt, der Nebel löst sich auf. Ja, man weiß oder ahnt es vielleicht nur, O’Neill hat hier viel Autobiographisches auf die Bühne gebracht. Jahre hat er da in einen Tag Foto: Bernd Uhlig Kultur 15 Düstere Inszenierung über die Abgründe der menschlichen Seele. verpackt. Das Stück hat er sich aus dem Herzen gerissen. Wahrheiten und Lügen Freilich wirft sich die Frage auf, wieviele derartige oder ähnliche oder noch schlimmere Schicksale sich auf dieser unserer jetzigen Welt erbarmungslos ereignen. Das Drama „Eines langen Tages Reise in die Nacht“ könnte, gäbe es da und dort wieder einen O’Neill, täglich neu geschrieben werden. Hier aber beginnt die Tragödie der Zuschauer. Wie alt sind sie? Haben sie den Attila Hörbiger und die Paula Wessely in diesen Rollen in Erinnerung? Das soll keine Herabwürdigung der wirklich großen Leistungen der vier Genannten sein. Der Applaus ist berechtigt. Auch wenn er teilweise aus der Dankbarkeit erwachsen ist, dass vier lange Stunden zu Ende gegangen sind. hw.

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